Wanderung durch die Eifel auf der "Eifelleiter"

Die Mitglieder der Wintersportsparte im Steinbruch am Fuße einer Tuffsteinwand
Wintersportsparte des TSV Barsinghausen auf Tour

Während die Jugend der Sparte durch das Hochgebirge klettert, erkundeten die Senioren einen Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Vier Tage wanderten die Senioren auf der „Eifelleiter“ von Bad Breisig am Rhein nach Adenau und von dort mit einem Abstecher per Bus zum Laacher See. Warum die Wanderstrecke offiziell Eifelleiter heißt, erfuhren die Wanderer laufend durch ein ewiges Auf und Ab, verursacht durch Vulkanausbrüche in diesem Gebiet vor 50 Millionen Jahren.
Der erste Wandertag startete am Rhein und führte gleich in die Höhe der Eifel. Vorbei an alten Siedlungsresten der Kelten und auf den Hochebenen gelegenen Gutshöfen, mit Blick über die weite Landschaft. Es war ein Sonnentag mit wolkenlosem Himmel und 33 °C, zu extrem um das Ziel in Niederzissen wandernd zu erreichen. Die letzten 5 km wurden per Bus zurückgelegt.
Ganz anders der zweite Tag. Nach einem Temperatursturz war es kühl geworden und es regnete ununterbrochen. Zum Glück war für den Vormittag eine Fahrt mit der Schmalspurbahn nach Engeln geplant. Engeln liegt im Zentrum des Abbaugebiets für Tuffgestein, und diese Bahn transportiert auch heute noch Gestein ins Brohltal. Nicht weit vom Bahnhof Engeln liegt das Tuffstein Museum in Weibern. Durch einen kompetenten Führer erfuhr die Gruppe etwas über die Entstehung und die Geschichte des Gesteins. Schon die Kelten und die Römer benutzten Tuff wegen der leichten Verarbeitung für Kultfiguren wie auch für Bauten. Später fand Tuff Verwendung in Sakralbauten, z. B. am Kölner Dom, wie auch später im Städtebau. Die Gruppe wanderte zu verschiedenen Steinbrüchen, sah noch den aktuellen Abbau der Blöcke und des Gesteinsmehls, das zu Trass-Zement weiterverarbeitet wird und stand beeindruckt am Fuße der alten heute aufgegeben 40 m hohen Steinwände.
Der dritte Tag führte über die Hohe Acht nach Adenau. Es regnete nicht mehr, allerdings waren die Wege durch den Regen vom Vortag aufgeweicht und durch Holzabfuhr und quer liegende Stämme nahezu unbegehbar. Dem Tipp eines Einheimischen folgend, wich die Gruppe einmal vom geplanten Weg ab und lief dadurch wirklich 1,5 Stunden im Kreis. Neben dem grandiosem Ausblick von der Hohen Acht war dieser Irrweg der Höhepunkt und Lacherfolg des Tages.
Am Abreisetag stoppte der Bus noch am Kloster Maria-Laach. Die Kirche, gebaut aus Tuffstein, wurde besichtigt und zum Abschluss der Tour der Laacher See umrundet.
Eine Tour bei Sonnenschein, wie auch im Regen und im unwegsamen Gelände, mit viel Information über Vulkane, Tuff, Bims, Basalt und das Leben in der Eifel war zu Ende. Müde sind die Spartenmitglieder noch nicht und freuen sich schon auf die Wanderung im kommenden Jahr.

Siegfried Lehmann
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1 Kommentar
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Edith Zgrzebski aus Barsinghausen | 06.09.2015 | 18:25  
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