des Rassezuchtvereins für Hovawart-Hunde e.V.
14 Teams kämpfen im August-Wenzel Stadion um den begehrten Titel
Am 6. Oktober findet die diesjährige Deutsche Meisterschaft der Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde (IPO) des Rassezuchtvereins für Hovawart-Hunde e.V. (RZV) statt. Im August-Wenzel Stadion in Barsinghausen werden 14 Teams ihr Können in dieser anspruchsvollen Hundesportart unter Beweis stellen müssen, um den begehrten Titel „Deutsche(r) Meister(in) IPO“ mit nach Hause zu nehmen.
Die Konkurrenz ist groß: Hundesportler aus ganz Deutschland haben sich im Vorfeld für das sportliche Highlight des RZV qualifiziert. Mit dabei der Deutsche Meister des Vorjahres – Martin Aust aus Tübingen mit seinem Antek vom wilden Jäger.
In drei Sparten – Fährte, Unterordnung und Schutzdienst – werden die Teams Mensch/Hovawart die drei Leistungsrichter von den Qualitäten eines Gebrauchhundes überzeugen müssen: der Vielseitigkeit. Gefordert werden eine ausdauernde und intensive Suchleistung, eine gehorsame, aber dennoch freudige Führigkeit und ein selbstbewusster, aktiver und belastbarer Schutztrieb. In allen drei Bereichen müssen die Teams Mensch/Hovawart bestehen, um schlussendlich die Nase vorn zu haben.
„Im Vielseitigkeitssport für Gebrauchshunde leisten die Hunde viel. Dieser Sport und die dazugehörige Ausbildung kommen den angeborenen Qualitäten eines Gebrauchshundes am nächsten“, erläutert Peter Thome, Präsident des RZV.
Dabei geht es nicht um Dressur oder Abrichtung, sondern um die Förderung der Triebanlagen mit dem Ziel, dem Hund entsprechend seines Naturells annähernd gerecht zu werden. Denn bedingt durch die heutige Umwelt, kann der Mensch dem Hund nurmehr in geringem Maße das bieten, was er braucht und ihm auch Freude bereitet. Als Ersatz bietet sich eine an das Wesen des Hundes angelehnte Ausbildung an – bei einem Gebrauchshund ist dies der Vielseitigkeitssport.
So wird dem Hund im Kleinen das geboten, was schon den Alltag seiner wölfischen Vorfahren bestimmte: Aufspüren der Beute, Eingliederung und Unterordnung ins Rudel und Erkämpfen der Beute. Der Hund darf das tun, was seinem Naturell entspricht.
„Dabei ist es wichtig zu betonen, dass das Kämpfen um die Beute und das Siegen über den Helfer beim Hund in keiner Weise Aggressivität gegen den Menschen erweckt, sondern sogar hilfreich ist, falls man eine allzu selbstbewusste Hundepersönlichkeit an der Leine hat“, betont Wilhelm Bittner, Übungsleiter des Vereins und verantwortlich für die Ausbildung der Trainer. Peter Thome ergänzt: „Im Schutzdienst geht es ausschließlich um die Beute – den Juteärmel. Auf unseren bundesweit vorhandenen RZV-Übungsplätzen dürfen nur geschulte Ausbilder und Schutzdiensthelfer die Hunde arbeiten.“
Bis ein Team soweit ist, dass es an der Deutschen Meisterschaft teilnehmen kann, hat es jahrelange Arbeit hinter sich: mehrmals die Woche Training auf dem Hundeplatz, zahlreiche Prüfungen, Lehrgänge mit fremden Helfern für die Routine des Hundes und Seminare, die selten vor der Haustür liegen. Hundesportler, die ganz oben mitlaufen wollen, investieren viel. Ohne Leidenschaft, Nervenstärke und unermüdliches Engagement ist das nicht zu schaffen.
Neben dem spannenden Wettkampf um den Titel erwartet die Zuschauer ein buntes Rahmenprogramm: Zusätzlich zu einer Tombola werden Stände „rund um den Hund“ vor Ort sein. Selbstverständlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.
Die DM beginnt um 8:00 Uhr mit dem Absuchen der Fährten. Das Fährtengelände befindet sich in unmittelbarer Nähe des Stadions und ist für Zuschauer in wenigen Minuten bequem zu Fuß zu erreichen.
Um 9:00 Uhr wird die Veranstaltung im August-Wenzel Stadion offiziell eröffnet.
Das große Fußballfeld wird zur Wettkampffläche für die Sparten Unterordnung und Schutzdienst.
Weitere Informationen gibt es unter www.hovawart.org oder www.olnds.hovawart.org .









