Thomas Piketty: Das Kapital im 21. Jahrhundert

Ulrich Künzel mit Wilfried Gaum
Barsinghausen: Naturfreundehaus |

Politischer Spätschoppen in Kooperation von DGB und NaturFreunden

Mehr als 20 Personen diskutierten im Anschluß an den Vortag von Ulrich Künzel im Rahmen des politischen Spätschoppens die zentralen Thesen Pikettys. Dieses Buch zeichnet die historische Entwicklung der Ungleichheit von Vermögen auf der Basis umfangreichen Datenmaterials seit dem frühen 18. Jahrhundert nach und untermauert die These, dass lediglich in der Zeit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg mehr sozialer Ausgleich stattfand. Seither nähert sich der Grad der Konzentration von Vermögen auf einige Wenige wieder der Situation im 19. Jahrhundert an. "Allein die politischen Schlußfolgerungen bleiben etwas dürftig", findet Wilfried Gaum von Naturfreunden. "Nur durch eine Erbschaftssteuer und eine höhere Versteuerung großer Einkommen bietet die Chance auf eine gerechtere Verteilung", meint Hannelore Heidecke von den Grünen, "gerade jetzt, wo wir für Integration von Flüchtlingen besonders hohen Bedarf an öffentlichen Leistungen haben".

Michael Pöllath weist darauf hin, dass wie bei nahezu allen Ökonomen wichtige Problemfelder ausgeblendet bleiben, weil sie nicht in Preisen darstellbar sind wie etwa saubere und strahlungsfreie Luft, unverseuchter Boden oder eben der Klimawandel, der bereits heute Menschen zur Fluch tin andere Regionen der Erde zwingt.

Am Ende bestand Einigkeit, dass der Politische Spätschoppen ein gutes Veranstaltungsformat ist und weiter angeboten werden soll.
3
Diesen Mitgliedern gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
4.340
k-h wulf aus Garbsen | 26.01.2016 | 19:05  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.