Rethymnon (Griechenland): Olivenhain | Diese Olivenbäume mußte ich aus nächster Nähe sehen,die Stämme waren sehr dick und jeder hatte durch das viele beschneiden ein bizarres Aussehen bekommen.Junge Bäume haben eine glatte Rinde, doch da die Olivenbäume bis 15m hoch werden können,beschneidet man sie häufig, so kann man die Oliven besser ernten.Das Holz der Bäume wird gern für Zäune und Pfosten genommen,da es sehr widerstandsfähig ist.
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Deine Fotos geben die Würde dieser Bäume wieder! Erst seit ich sie einmal in einer Art Streuwiese gesehen und berührt habe und die reifen und unreifen Oliven betatscht habe, habe ich eine große Achtung , auch für die Olivenbauern,
Beim Klicken auf den Gefällt-Button kam mir die Frage, wieso ich es hübsch finde, wenn Lebewesen Narben durch Verletzungen haben, die man ihne zwecks besserer Ernte beibrachte... *weitergrübel*
Ingeborg, da hast Du wunderschöne Bilder mitgebracht von diesem bemerkenswerten Baum.
Ich habe gelesen, dass der Olivenbaum wohl der älteste Baum ist, der als Nutzpflanze kultiviert worden ist...schon ca. 4000 Jahre vor unserer Zeitrechnung.
Und noch heute gilt die Erfahrung: Je krummer und knorriger, desto besser der Ertrag....;)
LG Gabriele
Gabriele,es ist schon so wie Heinrich sagt,man muß diesen Bäumen Ehrfurcht entgegen bringen,oder wie Du sagst je krummer und knorriger,trägt er noch mehr Früchte. Heute auf der Infa habe ich Krippen aus Olivenholz fotografiert,habe sie jetzt dazu gestellt.
> "Man müsste diesen Geschöpfen eigentlich mit Ehrfurcht begegnen."
Anfangs würde schon Aufmerksamkeit bzw. Anerkennung als LEBEwesen genügen, oder?!
Ich finde es schon erstaunlich, wenn jemand sie als Geschöpfe bezeichnet.
Und ich selbst benutze auch erst seit Kurzem den Begriff "(pflanzliche) (Mit)lebewesen" für Pflanzen - und das ist für mich immer noch sehr fremd, weil man halt damit aufgewachsen ist, die Pflanzenwelt nicht als Mitlebewesen zu betrachten.
(umpf.. sorry, wenn meine Begeisterung mich abweichen lässt ;))
Ingeborg...Olivenholz ist durch seine Maserung sehr dekorativ..... Morgen bin ich auch auf der INFA, da werde ich mir die Krippe, die Du fotografiert hast, aus der Nähe ansehen.
Andreas, diese "Lebens-Betrachtung" hätten wir schon viel früher von den Indianern übernehmen sollen/können.... Pflanzen als (Mit)lebewesen......übertreiben sollten wir es dennoch nicht, sonst dürften wir uns ja nicht einmal mehr eine Blume in die Vase stellen, ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben...;))
Wenn ich mir vorstelle wie man Weihrauch erntet. So ein Olivenbaum hält diese Verwundungen anscheined leicht aus und hat in 1000 Jahren bestimmt sehr viel erlebt
> "übertreiben sollten wir es dennoch nicht, sonst dürften wir uns ja nicht einmal mehr eine Blume in die Vase stellen, ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben..."
*schmunzel*
Wohl wahr - aber im Prinzip ist zwischen der Vasenblume und dem Fuchsschwanz kein Unterschied. Bei tierischen Lebewesen als Deko wird aber empört, während man es bei den pflanzlichen Lebewesen einfach macht... ;)
Andreas....*grübel grübel* ... auf Deko, ob tierisch ob pflanzlich könnte man ja noch verzichten, wenn es Gewissensbisse bei dem einen oder anderen verursacht..;))...aber was die anderen "Bisse" betrifft, von Luft und Wasser allein lässt sich schlecht leben...wo dürften wir dann noch reinbeissen? ;)))
Nein nein Ingrid. Weihrauch ist nicht aus Olivenbäumen. Da habe ich mich falsch ausgdrückt. Ich wollte damit nur sagen, das Bäume zur Gewinnung oft verletzt werden und das es ganz normal ist.
Der Weihrauch wird aus dem Weihrauchbaum der Gattung Boswellia gewonnen. Der Baum wird dazu immer wieder angezapft.
In der heißen Jahreszeit, gewöhnlich im Mai, wird an Stamm und Ästen Rinde abgeschabt. Aus diesen Wunden tritt nahezu augenblicklich eine klebrig-milchige Flüssigkeit aus, die an der Luft trocknet. Nochmals in einem zweiten Arbeitsgang wird abgeschabt und nicht eingesammelt. Während der nächsten zwei Wochen fließt mehr Wundsaft aus den Einschnitten, der aber immer noch nicht genutzt wird. Erst mit dem dritten Abschaben beginnt die eigentliche Ernte. Dabei beträgt die Ausbeute bei einem Baum mittlerer Größe jedesmal etwa 500 Gramm. Die Bäume werden meist nach ein- oder zweijähriger Ruhepause wieder zur Weihrauchgewinnung herangezogen.
> "Der Weihrauch wird aus dem Weihrauchbaum der Gattung Boswellia gewonnen. Der Baum wird dazu immer wieder angezapft. In der heißen Jahreszeit, gewöhnlich im Mai, wird an Stamm und Ästen Rinde abgeschabt. Aus diesen Wunden tritt nahezu augenblicklich eine klebrig-milchige Flüssigkeit aus"
Andreas, das ist wirklich kein schöner Zug der Bärenfarmer. Hoffentlich nimmt bald niemand mehr diese Galle zu hilfe wenn sie doch auch anders hergestellt werden kann
Ich habe das einmal im Fernsehen gesehen,das war grausam,ich hätte es ja abschalten können wie die meißten,doch dann brauch es ja nicht gezeigt werden,es soll die Menschen ja aufrütten.
> "Ich habe das einmal im Fernsehen gesehen,das war grausam,ich hätte es ja abschalten können wie die meißten,doch dann brauch es ja nicht gezeigt werden,es soll die Menschen ja aufrütten."
Ja... aber es ist auch nicht schlimm, wenn man auch mal dem Drang des Abschaltens nachgibt (solange es kein "Weggucken" ist)... da ist eben jeder anders gestrickt... ich persönlich kann Blut und Eingeweide schon ganz gut ab, krieg aber schon eine Gänsehaut, wenn jemand nur einem Hund auf die Pfote tritt und der jault oder eine Maus quiekt, wenn die Katze sie erwischt ;)
Andreas,lieber nicht,es verfolgt mich,oft ist es dem Guten zu viel,oder ich sehe es mir später einmal an. Ich habe übrigens auch des öfteren Schwierigkeiten mit myheimat,das ist bestimmt überlastet.
Wie gesagt, es ist ok, wenn Menschen sich nicht alles angucken wollen/können.
Aber es sorgt oft für andere Perspektiven, wenn man mehr wahrnimmt.
So wird einem das Zapfen am Wesen Baum ggf. erst bewusster, wenn man als weiteres Beispiel das Zapfen am Wesen Bär zeigt/sieht...
Oder das erwähnte Schächten - wenn man das bewusster wahrnimmt, merkt man, dass unsere so kritisierten Schlachthäuser im Verhältnis zur Situation ausserhalb der Schlachthäuser ggf. fast schon human sind.
Usw.
Elke,so riesige Olivenbäume habe ich davor auch nicht gesehen,aber es ist schon was schönes,so kann man nur hoffen das ein Brand,die vielen kahlen Flächen habe ich dort gesehen,nicht alles vernichtet.
Andreas.ich möchte nicht sehen wie es in unseren Schlachthäusern oft zu geht,es muß doch immer schnell gehen,da ist manch ein Tier noch gar nicht tot.
> "ich möchte nicht sehen wie es in unseren Schlachthäusern oft zu geht,es muß doch immer schnell gehen,da ist manch ein Tier noch gar nicht tot."
Da wird das aber möglichst vermieden, weil das den Ablauf stört und Kosten verursacht - und nicht absichtlich ohne Betäubung die Kehle durchgeschnitten und so sterben gelassen...
Ingeborg, ja, leider ist es aussichtslos, es stehen zwei Weltreligionen dahinter.
Religions- und Glaubensfreiheit stehen in unserem Staat über Tierschutz... (Schächturteil vom Bundesverfassungsgericht v. 23. 11. 2006)
Ungeachtet dessen gilt für mich: SCHÄCHTEN ÄCHTEN!
Siehe z.B.: http://de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%A4chten#Rechts... "...Schächten ist in Deutschland grundsätzlich nicht gestattet, da das Tierschutzgesetz das Schlachten von Wirbeltieren ohne vorherige Betäubung untersagt (Generalverbot mit Ausnahmeerlaubnisvorbehalt, § 4 TierSchG). (...)
Aus religiösen Gründen können Ausnahmegenehmigungen erteilt werden. Lange Zeit wurden in der Bundesrepublik Juden diese Genehmigungen meist erteilt, Muslimen dagegen meist nicht."
Andreas,ich habe mir das durch gelesen,und würde es jetzt für alle,ohne Ausnahme verbieten.Ich glaube nicht das Gott das wollte, das man die Tiere unnötig quälen muß.
Nee, ich meinte schon das mangelnde Wissen... ich könnte es ja nicht mal 100pro über den biblischen Gott sagen... allerdings basiert zumindest die tierfeindliche Einstellung darauf, da der Mensch als nicht gleichartig weit über DEN Tieren angesiedelt wird...
> "An wen und was, willst Du Dich denn da noch wenden ?"
An niemanden... mir gehts um Interesse, Meinungsbildung und dann Meinungsäußerung... an sich...
Vielleicht lässt sich mancher überzeugen - und sei es nur, weil er informiert wurde...
> "Es ist aber oft sehr schwer,weil viele genauso denken,oder nicht anecken wollen"
Ich will auch nicht anecken und bin eher harmoniebedürftig.
Predigen, Überzeugen oder gar Vorwürfe vermeide ich deshalb eh meist.
Aber wenn es um schlichte Tatsachen/Feststellungen geht und es wichtig genug ist, sprech ich das trotzdem aus. Nur, um jedermanns Liebling zu sein, verbieg ich mich nicht ;)
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