Santa Pola (Spanien): Camping Bahia de Santa Pola. | Ein schwirren erfüllte heute Nachmittag die Luft,beim näheren hinsehen sah ich einen großen Schwarm bunter Tauben,so 30 bestimmt.Sie versuchten alle sich in eine schlanke Konifere zu setzen,doch lange hielten sie es nicht aus, so flogen sie in Schwärmen und großen Bögen über den Platz hinweg, doch kurz darauf waren sie wieder da und es begann das gleiche Spiel.Bald bemerkten wir die Taubenzüchter,die mit ihren Sprechgeräten durch die Reihen eilten.Schon flogen die Tauben in eine andere Richtung,wo sie auch die Bäume anflogen,doch da wollte ich nicht mehr hin.
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Hier hab ich etwas zu den "Bunten Tauben" in Spanien gefunden:
Tauben am Himmel oder auf einer Mauer sind eigentlich auch in Spanien nichts
ungewöhnliches, wenn sie jedoch bunte Flügel haben, schaut man als Deutscher
schon mal genauer hin. Die Tauben die hier im Raum Valencia oft zu sehen sind,
haben bunte Flügel. Im „Normalfall“ nur von unten, aber manche haben auch
insgesamt ein farbiges Gefieder, bei manchen sind die Schwanzfedern zusätzlich
zu den Flügeln bunt. Allerdings wundert sich keiner der Einheimischen. Hier
ist es ein beliebter Sport (wenn man das so bezeichnen kann). Zumindest ist es
ein Hobby. Zugegeben, wieder einmal ein außergewöhnliches Hobby. Die Spanier
züchten ihre Tauben in Käfigen und wenn es stimmt, was meine spanischen
Nachbarn erzählen, essen sie die Tiere auch, wenn sie als nicht tauglich
eingestuft werden. Um die Tauben ihren Besitzern zuordnen zu können, werden
sie mit Farben markiert – deshalb die bunten Flügel. Ziel des Ganzen ist es,
die Täuberiche müssen sich so lange wie möglich in der Nähe des einzelnen
Weibchens aufhalten. Dabei werden bis zu 100 Tauben auf ein Weibchen
losgelassen. Das dieses nicht immer überlebt wird von Tierschützern genauso
angeprangert, wie dass die Tauben in diesen Käfigen gehalten werden. In meinem
Ort hier an der Küste, sind von den knapp 2000 Einwohnern ganz sicher 50 oder
mehr in diesen Sport integriert. Von ganz jung bis hin zu 70 jährigen, kann
man die Taubenfreunde fast täglich mit ihren gefiederten Schützlingen
beobachten. Natürlich ist nicht jeden Tag Wettkampf, aber die Tauben sieht man
eigentlich täglich im Feien. Wenn dann allerdings ein Wettkampf angesagt ist,
geht es stressig zu. 8 Kampfrichter werden über Funk von Ort zu Ort gehetzt,
die Besitzer folgen mit Mofas, Geländewagen (Bild oben) und zu Fuß. Es geht um Pokale und
auch um Geld. Ein guter Täuberich kann mehrere Tausend Euro kosten. Das Spektakel
wird übrigens nicht auf privaten Spaß hin veranstaltet, sondern unter der Aufsicht
der Taubenzuchtverbände.
Ob es den Tauben gefällt ist eine andere Sache, aber immerhin haben Sie noch
bessere Chancen und Möglichkeiten als bei der Colombaires, bei dem
Sportschützen auf lebende Tauben und andere Vögel schießen. Auch das wird im
Land Valencia offiziell ausgeübt und von Tierschützern kritisiert, ob es von
Gesetzeswegen zulässig ist, vermag ich nicht zu sagen, jedenfalls ist es doch
mal in jedem Fall moralisch sehr fragwürdig, was unsere katholischen,
spanischen Freunde da treiben.
In Elche sind wir auch zu einem Wettkampf gegangen,wir nahmen an die schießen auf Tontauben,doch was ich sah war furchtbar,ein Schütze stand mit dem Gewehr im Anschlag und wartete wie ein Kasten aufgezogen wurde und eine Taube heraus flog,sogleich schoß er,die Taube taumelte und er schoß noch mal,sie fiel zu Boden,ein Junge lief hin und warf die Taube in einen Korb,es war schrecklich,ich habe die Leute angeschrien,die verstanden mich ja nicht,danach habe ich nur noch geheult,wie kann man so roh sein.
Ingeborg, die bunten Tauben in der Konifere sehen zwar auf den ersten Blick hübsch aus, aber nachdem ich Lisa's Kommentar gelesen habe, bin ich auch sehr nachdenklich geworden. Was man da mit den Tieren veranstaltet, finde ich schlimm.
Du hast Recht: "...es ist nicht alles Strand und blauer Himmel"
Aber das ist auch in anderen (Urlaubs-)Ländern so....
LG Gabriele
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