Wenn kleine Mäuse Reggae tanzen …

"Heute geht's nach Jamaika!" - "Habe ich auch gehört ... Ob unsere Schiffsmäuse auch Reggae tanzen können?" (DRUM-Piraten, 01.02.2014) (Foto: Ulrich Voß)
 
Die DRUM-Piraten aus Kirchdorf lernten den Reggae kennen. "Sonnig warme Klänge" im frostigen Februar 2014. (01.02.2014) (Foto: Ulrich Voß)
Barsinghausen: "Arche" (Gemeindehaus Heilig-Kreuz-Kirche) | Ungemütliches, nasskaltes Winterwetter – Was liegt da näher, als ein Kurztrip in die Karibik? Genau das dachten sich auch die DRUM-Piraten aus Kirchdorf und unternahmen am Samstag, den 1. Februar eine (musikalische) Reise in die Heimat des Reggae.

Zur zweiten „großen Fahrt“ in diesem Jahr war wieder eine Menge los an Deck der „Arche“, dem Gemeindehaus der Heilig-Kreuz-Kirche in Kirchdorf. 30 abenteuerlustige „Seeräuber auf Trommelkurs“ im Alter von 3-12 Jahren hatten angeheuert, um unter der Anleitung der beiden Kapitäne Carsten Voß und Brigitte Schreiber musikalisch in deutlich wärmere Gefilde zu segeln.
Pünktlich um 12:00 Uhr legte die zum Teil bunt kostümierte Truppe voller Erwartung auf das große Abenteuer ab und wurde sogleich vom „Käpt’n“ augenzwinkernd auf eine „arbeitsintensive Überfahrt“ eingeschworen, denn es galt, sich auch für noch fernere Ziele gut vorzubereiten. Am 8. Februar werden die DRUM-Piraten nämlich die erste „Kaperfahrt“ (Auftritt) in diesem Jahr in Angriff nehmen und für Kinder und Jugendliche mit geistiger Behinderung in Empelde musikalische Seeräubergeschichten erzählen. Natürlich bedurfte diese schöne Aufgabe einer besonderen Vorbereitung, die die kleinen Abenteurer mit großem Spaß angingen.
Also wurde zunächst ausgiebig und nach Herzenslust im „Musikschatz“ an Bord der „Arche“ gestöbert. Einige „Juwelen“, die die Piraten auf vergangenen Abenteuerfahrten erbeutet hatten, wurden noch einmal auf Hochglanz gebracht. Und so lernten auch die „Quittjes“, also Seeleute, die zum ersten Mal mit auf große Fahrt gingen, kostbare Teile dieses Schatzes kennen. Die Trommeln grollten unüberhörbar, ebenso, wie die scheinbar gut geölten Stimmen der Fahrensleute lautstark erklangen. Der weite Weg vor die Küste Kingston Towns, die als Ziel dieser Fahrt angesteuert wurde, schien mit den buntesten maritimen Geschichten im Nu zu vergehen.
Doch dann hörte die Mannschaft ein seltsames Quietschen … Was war das wohl?
Da ein guter Kapitän nie um eine, mit gehörig Seemannsgarn gespickte, Geschichte verlegen ist, gab es für ihn nur eine Lösung: „Ach, das sind die Mäuse und Ratten an Bord! Auf die müsst ihr immer aufpassen, denn wenn die von Bord gehen, dann stimmt irgendetwas mit dem Schiff nicht und es droht unterzugehen“, erklärte „Käpt’n“ Carsten der quietsch vergnügten Mannschaft. „Seht mal unter Euren Trommeln nach, vielleicht hockt da eine kleine Maus? Die mögen nämlich gerne Musik … also alle Mann an die Trommeln! …“ und schon erbebten ein weiteres Mal die Planken der „Arche“. Einige Piraten ließen es sich aber nicht nehmen, hin und wieder mal unter ihrem Instrument nachzusehen, ob es sich ein kleiner Nager darunter gemütlich gemacht habe – (leider) stets vergebens, wie an dieser Stelle ausdrücklich betont werde sollte. Die Herkunft des sonderbaren Geräusches wurde recht bald allen klar. Auf dem „Achterdeck“ wurde für die hungrige Piratenbande der wohlverdiente „Piratenschmaus“ vorbereitet. Dabei rieben PET-Flaschen aneinander, die diesen sonderbaren Klang erzeugten.
Apropos „Piratenschmaus“, denn den hatten sich die kleinen Freibeuter redlich verdient und so bat der „Käpt’n“ auf halber Strecke zur Tafel, welche dieses Mal außerordentlich üppig und liebevoll mit allerhand Leckereien bestückt war. Seeleute sind stets durstig. Auch hier bot sich ihnen ein reichliches Angebot.
Frisch gestärkt ging es nun auf den letzten Teil dieser Seefahrt und die DRUM-Piraten erreichten warmes Gewässer. Sie setzten mit ihren Erkundungen da an, wo sie im Januar aufgehört hatten. „Frei wie der Wind“, so das Motto alter Seeräuber, die immer um neue Mitstreiter warben. Der Hit der Gruppe „Santiano“ war von Carsten Voß für die trommelnden Freibeuter in einem Rhythmus arrangiert worden, der vor allem von Bob Marley als „Rhythmus der Freiheit“ in aller Welt bekannt gemacht worden war: der Reggae. Der Ruf zum freien Leben und der leicht federnde, befreiend wirkende Rhythmus, diese Kombination verfehlte ihre Wirkung auch bei den kleinen Piraten nicht. Spielerisch leicht machten diese dann auch Fortschritte beim Erlernen dieses neuen Songs, bei dem es schließlich einige „rhythmische Riffe“ zu umkurven galt. Die typischen Betonungen des Reggae haben schließlich ihre Tücken. Aber mit jedem Versuch zog die emsige Mannschaft geschlossener an einem Strang, so dass pünktlich um 13:30 Uhr, am Ziel angekommen, der Anker geworfen werden konnte. Die Ankunft wurde diesmal auf eine ganz besondere Art "gefeiert". Der hochzufriedene "Käpt'n" ließ sich zu einer "Piraten-Mutprobe" verleiten und spielte zur Freude der kleinen Freibeuter zum Abschluss den "Piratentanz" mit verbundenen Augen - das hatte es noch nie gegeben.
Eine anstrengende aber sehr schöne Reise ging zu Ende und mancher DRUM-Pirat tanzte locker in den Knien den Reggae, als er von Bord ging …

***

Wer auch das Geheimnis des Reggae und viele andere maritime Geschichten kennenlernen will, kann ganz einfach bei den DRUM-Piraten „anheuern“ und „frei wie der Wind“ durch musikalische Abenteuer „segeln“.

Herzlich eingeladen sind alle Kinder von 4 − 12 Jahren, die gerne auch als Piraten kostümiert und geschminkt kommen können und Spaß am gemeinsamen Trommeln und Singen haben. Einmal im Monat treffen sich die DRUM-Piraten in der „Arche“ (Gemeindehaus der Heilig-Kreuz-Kirche) in Kirchdorf.
− Ein Neueinstieg ist jederzeit möglich.
− Instrumente sind in begrenzter Zahl vorhanden.

Natürlich stärken sich die Piraten beim gemeinsamen
„Piratenschmaus“.

Die Teilnahme ist kostenlos
um Spenden zum Erhalt der Gruppe wird gebeten.

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Weitere Probentermine 2014:
- 01. März
- 29. März
- 10. Mai
- 07. Juni
- 05. Juli
- 02. August
- 06. September
- 11. Oktober
- 01. November
- 06. Dezember
=> jeweils 12:00 - 13:30 Uhr.

(Änderungen vorbehalten!)


Infos bei Brigitte Schreiber:
Tel.: (05105) 8214.
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2 Kommentare
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 03.02.2014 | 22:32  
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Brigitte Schreiber aus Barsinghausen | 10.02.2014 | 23:45  
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