Tosende Wellen und Trommelfeuer im Kuhstall

"Trommelfeuer" im Kuhstall - Die DRUM-Piraten aus Kirchdorf und umzu beim Erntefest Eckerde am 19. September 2015. (Foto: Ulrich Voß)
 
Sorgten für "sonnige Stimmung", während es draussen regnete - Die DRUM-Piraten beim Erntefest Eckerde 2015. (Foto: Ulrich Voß)
 
Die DRUM-Piraten hissten ihren "Knochenkopp" auf dem Gut in Eckerde. (Foto: Ulrich Voß)
Barsinghausen: Rittergut Eckerde I | Auch in diesem Jahr öffnete das Rittergut von Heimburg wieder weit seine Tore, denn der Heimattag Eckerde e.V. hatte zum Erntefest am Samstag, den 19. September geladen. War dieser Veranstaltung in den zurückliegenden Jahren immer sonniges Wetter beschieden, so drohte das Fest in diesem Jahr frühherbstlicher Witterung zum Opfer zu fallen, denn immer wieder öffnete der Himmel seine Schleusen. Die Organisatoren waren jedoch bestens vorbereitet und verlegten bereits am Vortag den Großteil des Programms in den ehemaligen Kuhstall des Gutes. Stimmungsvoll illuminiert fanden die Gäste schnell eine gemütliche Atmosphäre und feierten gutgelaunt dem Schmuddelwetter zum Trotz. Doch auch im Kuhstall sollte Wasser ein bestimmendes Thema sein, denn die DRUM-Piraten aus Kirchdorf und umzu eröffneten das Programm mit maritimen Geschichten von den sieben Weltmeeren.

Pünktlich um 14 Uhr hieß der 1. Vorsitzende des Heimattages Eckerde e.V., Joachim Bauer, die bereits zahlreich versammelten Gäste Willkommen und gab einen ersten Überblick zum Programmablauf und wies auf verschieden Aktionen auf dem Gut hin. Danach übernahm Bianka Pardey das Mikrofon, die die Veranstaltung moderierte und sogleich verbal die Leinen kappte, denn die 3-10jährigen DRUM-Piraten waren bereit, um den ersten Teil ihrer „Kaperfahrt“ um 14:15 Uhr zu starten. Begleitet vom Geräusch tosender Wellen und knarrender Planken legten sie mit einem wahren „Trommelfeuer“ los, das in der Akustik des ehemaligen Kuhstalls eine ungeahnte Wucht erhielt. Davon ließen sich die Festgäste gerne anstecken und beantworteten bereits das erste Stück mit kräftigem Beifall und begeisterten Pfiffen.
So sollte es weitergehen und „die kleinen Seeräuber auf Trommelkurs“ legten sich voll ins Zeug. Mit dem Santiano-Hit „Salz auf unserer Haut“ und Achim Reichels melancholischen „Halla Ballu Ballay“ brachten die kleinen Trommler ihr Schiff auf Kurs. „Käpt’n“ Carsten Voß animierte daraufhin das Publikum zum Mitsingen, was sich die Eckerder nicht zweimal sagen ließen. Ein großer Chor sang „We all live in a yellow submarine“ und klatschte dazu rhythmisch mit. Doch auch richtige Piratengeschichten hatten die Freibeuter in ihrem Musikschatz dabei. So erzählten sie die letztendlich tragische Geschichte des Klaus Störtebeker im Blues-Stil, bei dem der Ruf „Störtebeker“ unüberhörbar bis in die letzte Ecke des Raumes klang.

Es folgte ein Instrumentenwechsel, denn der „Käpt’n“ tauschte das Keyboard gegen eine „Plückfiedel“ (plattdeutsch für „Ukulele“) ein und die kleinen Seeräuber besangen ein „Fest an Bord“ (Dance Tonight). Das folgende Stück widmete die bunte Truppe augenzwinkernd einer Kuh, die die sehr wahrscheinlich in einer Ecke dieses ehemaligen Stalls ihr Dasein fristete – „Herrn Pastor sien Kau“, dieser Song fand ebenfalls sehr viele Mitsänger im Publikum und wurde mit starkem Beifall bedacht. Zum Abschluss des ersten Sets wurde es bei den DRUM-Piraten nochmal „tierisch“. Der „King of Swingers“, der König Louie der Affen aus Walt Disney’s Dschungelbuch, besang seinen Wunsch, ein Mensch zu sein und die Kirchdorfer Piraten fügten auch noch ein wenig „Seemannsgarn“ hinzu.
Weiterhin „tierisch“ ging es auf der Bühne zur Sache, denn es folgte eine Vorführung des Hundesvereins SV OG Bantorf/Deister e.V., der dem Regen ausgewichen war und die Trainingsergebnisse im Inneren zeigen wollte. Leider musste diese Darbietung frühzeitig beendet werden, da die Geräuschkulisse im Gewölbe der Stallungen für die gelehrigen Vierbeiner zu laut war. Jedoch galt hier der Vorsatz „aufgeschoben ist nicht aufgehoben“ und der Hundeverein konnte dann um 15:40 Uhr seine Vorführungen wie geplant auf dem Freigelände präsentieren. Der Regen hatte zwischenzeitlich eine Pause eingelegt.
Kurz nach 15 Uhr nahmen die DRUM-Piraten nochmal Fahrt auf, spielten den „Piratentanz“ (Sailor’s Hornpipe) und animierten das Publikum ein weiteres Mal mit „Macht doch alle mit!“ (All Together Now), worauf die aufgestellten Festzeltgarnituren zu Trommelinstrumenten umfunktioniert wurden.
Bereits am frühen Nachmittag wurde dann in Eckerde gerockt. Santianos „Gott muss ein Seemann sein“ schallte durch den Saal, ehe die Sonne mit der Reggae-Fassung des Hamburger „Tüdelbands“ hervorgelockt werden sollte. Rhythmisches Mitklatschen und – singen ernteten die DRUM-Piraten mit der Fortsetzung ihrer Störtebeker-Geschichte, denn die Melodie des Songs „An Deck“ war vielen Gästen bekannt, denn dahinter verbarg sich der Beatles-Klassiker „Get Back“. Auch der abschließende Song stammt von den vier Pilzköpfen aus Liverpool. „Ein langer Tag“ (A Hard Day’s Night) beschreibt die Rückkehr in den Heimathafen nach einem harten Tag auf See.
Langanhaltender Beifall, Zugaben-Rufe und Pfiffe ließen die kleinen Freibeuter noch eine Extra-Runde drehen. Zum Rockerzeichen, der „Pommesgabel“ ließen es die DRUM-Piraten nochmal richtig krachen und besangen sich selbst mit „Piraten!“, der kindgerechten Fassung des Jan-Delay-Hits „St. Pauli“. Die „Pommesgabel“ sollte für die 3-10jährigen Seeräuber ein gutes Omen sein, denn als wohlverdiente „Prise“ gab es für die treuen Fahrensleute jeweils eine große Portion Pommes Frites am Stand der FFW Eckerde.
Natürlich ging es noch lange stimmungsvoll weiter beim Erntefest. So brachte z.B. der Heimatchor Eckerde mit einem schwungvollen Konzert das sangesfreudige Publikum auf Touren und bot traditionelles Liedgut zum Besten, bevor das Fest mit Blasmusik ausklang.

***

Die DRUM-Piraten freuen sich immer über „kleine Seeräuber auf Trommelkurs“. Wer gerne mit auf große „Kaperfahrt“ gehen möchte, kann ganz einfach „anheuern“:

Herzlich eingeladen sind alle Kinder von 4 − 12 Jahren, die gerne auch als Piraten kostümiert und geschminkt kommen können und Spaß am gemeinsamen Trommeln und Singen haben.
− Ein Neueinstieg ist jederzeit möglich.
− Instrumente sind in begrenzter Zahl vorhanden.

Natürlich stärken sich die Piraten beim gemeinsamen
„Piratenschmaus“.

Die Teilnahme ist kostenlos
um Spenden zum Erhalt der Gruppe wird gebeten.

Wo?
„Arche“ (Gemeindehaus Heilig-Kreuz-Kirche) in Kirchdorf,
Landstraße 79, 30890 Barsinghausen


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Probentermine 2015:
• 10. Oktober
• 07. November
• 05. Dezember


=> 12:00 - 13:30 Uhr.
(Änderungen vorbehalten!)

weitere Infos: www.drumpiraten-kirchdorf.de
oder telefonisch bei Brigitte Schreiber:
Tel.: (05105) 82141
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