Piratenparty an Bord und der Käpt’n zeigt ganz neue Saiten

Am 29. März gab es für die DRUM-Piraten in der "Arche" wieder viel Neues zu entdecken. (Foto: Ulrich Voß)
 
Premiere: Carsten Voß kommt "viersaitig" an Deck bei den DRUM-Piraten am 29.03.2014 in der "Arche" in Kirchdorf. (Foto: Ulrich Voß)
 
Ein "Fest an Bord" mit dem "hüpfenden Floh": Ein großer Spaß für alle DRUM-Piraten. (29.03.2014) (Foto: Ulrich Voß)
Barsinghausen: "Arche" (Gemeindehaus Heilig-Kreuz-Kirche) | Vieles lief in gewohnter Routine ab, jedoch Einiges war gänzlich neu und für fast alle unerwartet am vergangenen Samstag (29.03.2014), als die DRUM-Piraten in ihrer „Arche“ (Gemeindehaus der Heilig-Kreuz-Kirche in Kirchdorf) in See stachen. Die „kleinen Seeräuber auf Trommelkurs“ erlebten diesmal wieder eine Abenteuerfahrt voller Überraschungen

12:00 Uhr, Meeresrauschen, knarrende Planken und dann der energische Ruf des „Käpt’ns“ Carsten Voß: „Alle Piraten an Bord?“ – „Jaaaa“ die prompte und unüberhörbare Entgegnung der 32 kleinen Piraten, die den Zeitpunkt des Ablegens kaum erwarten konnten. Schon waren die Leinen gekappt und die gesamte Piratenbande kam schell in Schwung beim traditionellen Anfangsstück He’s A Pirate, so dass nicht nur die Trommelfelle des Schlagwerks bebten. Am Ende ein weiteres Kommando: „Feuer!“, worauf die Freibeuter ein „Salut aus allen Rohren abfeuerten“. Danach eine kurze Begrüßungsansprache von der „Kommandobrücke“ – soweit alles wie gehabt.
Jedoch wurde nun zudem ein Gast begrüßt, der wegen seines mitgeführten Gepäcks schnell die Herzen der Abenteurer für sich gewinnen konnte. Bereits am 2. November des vergangenen Jahres hatten die (überraschend zahlreichen) DRUM-Piraten „auf Kaperfahrt“ bei der „Kulturtüte“ in Hohenbostel angelegt und das dortige Kirchenschiff erfolgreich geentert. Nun war der Termin gekommen, an dem das „Lösegeld“ endgültig fällig wurde. Sehr gerne war die Vorsitzende des Bildungsvereins „Stemmer Spatzen“, Angelika Heydrich, hiefür an Bord gekommen und verteilte die verdiente „Prise“ an alle teilnehmenden Freibeuter: Kunterbunte Bleistifte in der Form eines Violinenschlüssels. Natürlich fand diese formschöne Beute reißenden Absatz bei den 3-12jährigen Seeleuten, die sich auch gleich mit einem großen Trommelfeuer bedankten. Eine prima Überraschung zu Beginn der Reise – und so sollte es nun auch weitergehen.

Frau Heydrich ging frohgelaunt von Bord. Gleichzeitig kam „Käpt’n“ Carsten Voß wieder an Deck, der sich zuvor heimlich zurückgezogen hatte. Jedoch, was waren das für Klänge? „Was hat der da in der Hand?“ „Der wedelt so komisch mit dem einen Arm … was ist das?“ Viele staunende Augen. Auch Erwachsene waren einen Moment verunsichert. „Tja, heute ist Einiges anders. Ich möchte Euch „Kala, den hüpfenden Floh“ vorstellen“, bemühte sich Voß um die Auflösung der allgemeinen Verwunderung, die schnell neugierigem Lächeln in vielen Gesichtern wich. Nun ging es daran zu klären, um welches viersaitige Zupfinstrument es sich bei diesem „Floh“ handelte und die Finger schnellten in die Höhe. Geige, Bass, Banjo?
Der "hüpfende Floh“ heißt in hawaiischer Sprache „Ukulele“.
Ein portugiesischer Einwanderer namens João Fernandes brachte 1879 die Braguinha, ein kleines, gitarrenähnliches Saiteninstrument, von Madeira nach Hawaii. Dieses Instrument fand dort sofort großen Anklang, so dass es unter Verwendung des heimischen Koa-Holzes recht bald von den Hawaiianern nachgebaut wurde und seitdem in aller Welt immer größere Verbreitung fand. Der eigenartige Name leitet sich übrigens von den Fingern, die über das Griffbrett - wie ein Floh - „hüpfen“, ab. Vielen ist sicher beispielsweise die gefühlvolle Version des Songs Somewhere Over The Rainbow von Israel Kamakawiwo'ole bekannt. Nicht zuletzt durch den speziellen Klangcharakter der Ukulele belegte diese Version weltweit vordere Chartplätze. Aktuell trat auch die englische Newcomerin Birdy bei der diesjährigen Echo-Verleihung mit einer Ukulele auf, was nicht sonderlich verwundern mag, da dieses kleine Instrument sich vor allem im Vereinigten Königreich seit geraumer Zeit großer Beliebtheit erfreut.
Jetzt hat dieses Instrument also auch seinen Weg an Deck der DRUM-Piraten gefunden. Anlass dafür war natürlich ein neuer Song, den die Freibeuter nun erlernen sollten. „Erlernen“ ist dabei ein gutes Stichwort, denn eigens für dieses neue „Piratenabenteuer“ hatte sich Carsten Voß seit dem 22. Januar das Ukulelespielen selbst beigebracht. Der Song, den es zu erlernen gab, stammt aus der Feder eines weiteren prominenten Freundes des kleinen Viersaiters. Paul McCartney schrieb für seine kleine Tochter ein kleines, animierendes Lied im Folkstil. 2007 erschien „Dance Tonight“ in England und wurde dort in einer TV-Silvestershow des Entertainers Jools Holland zum unerwarteten Hit, denn fünf Minuten vor dem Jahreswechsel trat Paul McCartney zusammen mit Kylie Minogue auf und beide performten den Song als Duett.

Carsten Voß arrangierte nun den Song für die DRUM-Piraten im Bluegrass-Stil und schrieb einen deutschen Text mit einer kleinen „Piratengeschichte“, die davon handelt, dass die kleinen Freibeuter inmitten des weiten Meeres kein Land zu sehen bekämen, dennoch aber den Tag mit einem tollen Fest beenden möchten, wie es Piratensitte sei. Was läge da näher, als dieses Fest einfach am Abend an Bord zu feiern?
Diese Geschichte gefiel den DRUM-Piraten bereits während der ersten Demonstration zum Playback sehr gut und so machten sie sich voller Eifer daran, die Trommelschläge und den Text zu üben, den der „Käpt’n“ in seiner Kajüte ausbaldowert hatte. Doch damit nicht genug, denn ohne Hilfe seiner treuen Mannschaft, ließe sich schließlich der „hüpfende Floh“ nur sehr schwer bändigen. Deshalb lernte die gesamte Mannschaft auch eine „besondere“ Gitarre – die „Luftgitarre“. Mit großem Spaß „schrammelte“ nun also die gesamte Mannschaft der „Arche“ zum „Fest an Bord“, wie der McCartney-Titel in deutschen Piraten-Fassung heißt. Auch die anwesenden Erwachsenen ließen sich vom „Luftgitarren-Fieber“ anstecken und gaben ihr Bestes zum Gelingen dieses neuen musikalischen Abenteuers. Immer wieder wurde die einzelnen Teile des Stücks wiederholt und die kleinen Freibeuter wurden dabei immer textsicherer und schlagfester. Recht bald wich in den Gesichtern die gespannte Erwartung des bislang Unbekannten einer entspannten Gelassenheit und fröhlicher Feierlaune. Zum Feiern hatten die DRUM-Piraten auch allen Grund, nach bereits zwei erfolgreichen „Kaperfahrten“ in diesem Jahr, der erhaltenen „Beute“ des Tages und der gelungenen „Aufnahme des neuen, viersaitigen „Crewmitglieds“.
Auch während des verdienten „Piratenschmauses“ konnten einige Piraten nicht von ihrer Gitarre lassen und sangen den Refrain wieder und wieder. Nach der Pause wiederholten die DRUM-Piraten noch einige Lieblingsstücke nach Wunsch, wie „Frei wie der Wind“, „Das gelbe U-Boot“ (Yellow Submarine) und „Die Flut kommt“ (My Bonnie Is Over The Ocean). Zum Abschluss feierten die kleinen Freibeuter dann aber nochmals ein „Fest an Bord“ – gefolgt vom großem Aplaus der wartenden Erwachsenen. Um 13:45 Uhr war es dann soweit, die DRUM-Piraten verabschiedeten sich in die anstehenden Osterferien und machten sich mit ihren Eltern und Großeltern auf den Weg in die heimischen „Piratennester“.



***

Wer auch den „hüpfenden Floh“ und andere maritime Geschichten kennenlernen will, kann ganz einfach bei den DRUM-Piraten „anheuern“ und „frei wie der Wind“ durch musikalische Abenteuer „segeln“.

Herzlich eingeladen sind alle Kinder von 4 − 12 Jahren, die gerne auch als Piraten kostümiert und geschminkt kommen können und Spaß am gemeinsamen Trommeln und Singen haben. Einmal im Monat treffen sich die DRUM-Piraten in der „Arche“ (Gemeindehaus der Heilig-Kreuz-Kirche) in Kirchdorf.
− Ein Neueinstieg ist jederzeit möglich.
− Instrumente sind in begrenzter Zahl vorhanden.

Natürlich stärken sich die Piraten beim gemeinsamen
„Piratenschmaus“.

Die Teilnahme ist kostenlos
um Spenden zum Erhalt der Gruppe wird gebeten.

***

Weitere Probentermine 2014:
- 10. Mai
- 07. Juni
- 05. Juli
- 02. August
- 06. September
- 11. Oktober
- 01. November
- 06. Dezember
=> jeweils 12:00 - 13:30 Uhr.

(Änderungen vorbehalten!)


Infos bei Brigitte Schreiber:
Tel.: (05105) 8214.
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2 Kommentare
1.047
Brigitte Schreiber aus Barsinghausen | 14.04.2014 | 16:22  
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Brigitte Schreiber aus Barsinghausen | 14.04.2014 | 16:24  
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