Piraten-Münchhausen bereichert den Musikschatz

Die DRUM-Piraten aus Kirchdorf und umzu lernten "Quinn, den Piraten" kennen - den Meister des "Seemannsgarns" (10.10.2015). (Foto: Ulrich Voß)
 
Hochkonzentriert bei der Sache: Die DRUM-Piraten üben "Mighty Quinn" (10.10.2015). (Foto: Ulrich Voß)
Barsinghausen: "Arche" (Gemeindehaus Heilig-Kreuz-Kirche) | Da wurde gelogen, dass sich die Balken bogen – oder vielmehr die Planken. Am Samstag, den 10.10.2015 spannen die DRUM-Piraten aus Kirchdorf und umzu wieder jede Menge „Seemannsgarn“ und lernten an Bord der „Arche“ (Gemeindehaus der Heilig-Kreuz-Kirche in Kirchdorf) einen Meister des Erfindens unglaublicher Geschichten kennen. „Quinn der Pirat“ machte ihnen seine musikalische Aufwartung …

Um 12 Uhr wurden aber zunächst die Leinen in gewohnter Weise gekappt und auch dieses Abenteuer begann mit einem unüberhörbaren Trommelfeuer der "kleinen Seeräuber auf Trommelkurs“. Danach nahmen sie zwei Stücke ihres Musikschatzes unter Augenschein und gerieten dabei voll in Fahrt. Achim Reichels Halla Ballu Ballay und das traditionelle Störtebekerlied wurden über die Planken geschickt.

Im Anschluss gab „Käpt’n“ Carsten Voß seiner treuen Mannschaft den Kurs für diese musikalische Abenteuerfahrt vor, denn es galt, einen neuen Song kennenzulernen. Und nicht nur das, denn auch der Held dieser Geschichte musste zunächst den Fahrensleuten vorgestellt werden.
„Die Geschichte spielt in einer richtigen Seefahrerpinte, in der die Piraten nach einer erfolgreichen Kaperfahrt feiern“, so leitete Voß die Geschichte ein. Sofort hingen die 3-10jährigen Freibeuter an seinen Lippen. Und er führte weiter aus, dass ganz hinten in der Ecke eine seltsame Gestalt am Tisch säße, mit einem wilden Zauselbart, einem relativ schmuddeligen, roten Kapitänsrock, Pfeife rauchend und eine große Flasche Rum vor sich auf dem Tisch. „Irgendwann am Abend fing dieser Pirat dann immer an, die wildesten und unglaublichsten Geschichten zu erzählen. Abenteuer, die er selbst vor lang vergangener Zeit erlebt haben will. Und längst nicht jede Geschichte ist ihm zu glauben, jedoch ein wenig Wahrheit steckt immer auch dahinter: also richtiges Seemannsgarn“, so Voß weiter. Die Piraten in der Kaschemme hätten sich immer um ihn gescharrt, um die tollsten Geschichten zu hören. Sein Name? „Mighty Quinn, der Piratenkapitän“, fügte Voß schmunzelnd hinzu.
Die kleinen Seeräuber konnten es nun kaum erwarten, diese Geschichte mit ihren Trommeln zum Klingen zu bringen. Schnell wurden kleine Patterns geübt und das neue Stück gewann immer mehr an Form. Außerdem kamen auch die Stimmbänder gehörig zum Einsatz. Schließlich konnte man sogar vor der „Arche“ wahrnehmen, dass im Innern die Abenteuer des „Old Mighty Quinn“ besungen wurden.

Mighty Quinn?

Wem dieser Name irgendwie bekannt vorkommen mag, der irrt nicht, denn vor fast 50 Jahren gab es kaum eine Party, auf der nicht „Mighty Quinn The Eskimo“ besungen worden wäre. Der Titel aus der Feder Bob Dylans wurde 1968 von der Gruppe um den südafrikanischen Keyboarder Manfred Mann veröffentlicht und zum Welthit. Carsten Voß verpasste dem Song mit dem englischen Nonsens-Text nun ein maritimes, deutsches Textgewand und erfand hierfür die Figur des Piratenkapitäns, der ähnlich des Bodenwerderschen Lügenbarons, Seeräuber des Abends mit seinen Geschichten unterhielt.

Fröhliches Lachen machte sich im Saal des Gemeindehauses breit. Die Kleinen freuten sich über ihre Fortschritte und gaben ihr Bestes, die Großen erinnerten sich an die eigene Plattensammlung oder die, der Eltern und sahen sich veranlasst, nach der Heimkehr mal wieder in der alten Plattenkiste nach dem Mann’schen Ohrwurm zu suchen.
Doch zuvor gaben die kleinen Piraten eine ebenso kleine sportliche Einlage und tanzten gekonnt unter der Limbostange her, um den reich und bunt gedeckten „Piratenschmaus“ zu erobern. Diese leckere Pause hatten sich wirklich alle verdient.
Dann hissten die DRUM-Piraten aber nochmal kurz vor der Heimreise die Segel und ehrten ihre Geburtstagskinder des vergangenen Monats, die sich Stücke aus dem eigenen Musikschatz wünschen konnten. Passenderweise trommelte und sang die bunte Mannschaft dann vom Fest an Bord (Dance Tonight), der Party im Gelben U-Boot (Yellow Submarine) und besangen den alten Seebären Kuddel Daddel Du.
Um 13:50 Uhr war es dann soweit und sowohl kleine als auch große DRUM-Piraten traten die Heimreise im sonnendurchfluteten Calenberger Land an. Sicher ließ sie dabei der neue Ohrwurm lange nicht los.

***


Die DRUM-Piraten freuen sich immer über „kleine Seeräuber auf Trommelkurs“. Wer gerne mit auf große „Kaperfahrt“ gehen möchte, kann ganz einfach „anheuern“:

Herzlich eingeladen sind alle Kinder von 4 − 12 Jahren, die gerne auch als Piraten kostümiert und geschminkt kommen können und Spaß am gemeinsamen Trommeln und Singen haben.
− Ein Neueinstieg ist jederzeit möglich.
− Instrumente sind in begrenzter Zahl vorhanden.

Natürlich stärken sich die Piraten beim gemeinsamen
„Piratenschmaus“.

Die Teilnahme ist kostenlos
um Spenden zum Erhalt der Gruppe wird gebeten.

Wo?
„Arche“ (Gemeindehaus Heilig-Kreuz-Kirche) in Kirchdorf,
Landstraße 79, 30890 Barsinghausen

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Probentermine 2015/2016:
• 07. November
• 09. Januar
• 06. Februar
• 05. März
• 09. April

(=> weitere Termine 2016 folgen in Kürze!)

=> 12:00 - 13:30 Uhr.
(Änderungen vorbehalten!)

weitere Infos: www.drumpiraten-kirchdorf.de
oder telefonisch bei Brigitte Schreiber:
Tel.: (05105) 8 21 41
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