Piraten bastelten an Plätzchenrezept und lernten „Paule“ kennen

"In der Weihnachtsbäckerei" singt sich leichter mit frischem Keksduft in der Nase: Die DRUM-Piraten probten für den Auftritt in der Levester Kirche am 29. November. (Foto: Ulrich Voß)
 
"Käpt'n" Carsten Voß lässt die Saiten von "Paule" klingen - E-Ukulele als originalgetreue Nachbildung einer Gibson Les Paul-Gitarre (DRUM-Piraten, 01.11.2014). (Foto: Ulrich Voß)
Barsinghausen: "Arche" (Gemeindehaus Heilig-Kreuz-Kirche) | Der 1. November 2014 ging als einer der wärmsten Tage seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen ein. 19 °C zeigte das Außenthermometer der „Arche“, dem Gemeindehaus der Heilig-Kreuz-Kirche in Kirchdorf, als die Kirchenglocke an diesem Samstag zur Mittagsstunde schlug. Das goldene Zifferblatt strahlte dabei im hellen Sonnenschein. Dennoch ließ der nahende Winter seine Vorboten durch die Lüfte wehen. Der süßliche Geruch von frisch gebackenen Keksen, die in der nahen Balsen-Fabrik zurzeit rund um die Uhr gefertigt werden, erlosch auch den letzten Zweifel beim Blick auf den Kalender: Die Vorbereitungen auf die Adventszeit laufen bereits auf vollen Touren…

Vier Wochen vor dem ersten Advent machten sich nun also auch die DRUM-Piraten aus Kirchdorf und Umzu daran, letzten Feinschliff an ihr vorweihnachtliches Programm zu legen, mit dem sie das Kirchenschiff in Leveste am 29. November „in Fahrt“ bringen wollen.
Gewohnt schwungvoll legten die 3-12jährigen unter der Leitung der beiden „Kapitäne“ Carsten Voß und Brigitte Schreiber auch zur vorletzen Probe des Jahres ab und Jack Sparrow ließ ein Trommelfeuer durch die „Arche“ grollen. Danach machten sich die kleinen Freibeuter auf Trommelkurs daran, die Schmuckstücke ihres Musikschatzes, die sie bei ihrem letzten Abenteuer „erbeutet hatten“, noch ein wenig auf Hochglanz zu polieren. Achim Reichels Halla Ballu Ballay und das puerto-ricanische Feliz Navidad strahlten nach kurzer Zeit mit der Sonne um die Wette. Ebenso wie zwei besondere Versionen von Lieblingsliedern der DRUM-Piraten, die in dieser Form nur einmalig in Leveste zu hören sein werden. Welche das sind, bleibt „Piratengeheimnis“ bis zum Ende des Monats.

Nun war es Zeit für einen Klassiker: Wenn einem schon der Duft frischer Plätzchen in die Nase steigt, was liegt da näher, als auch musikalisch Kekse zu backen und dabei kräftig die Trommel zu rühren. Rolf Zuckowskis In der Weihnachtsbäckerei zeigte, dass nicht nur die kleinen Seefahrer textsicher sind. Auch einige Eltern sangen bereits Anfang November gerne über das verlegte Rezept, das letztendlich zum Chaos in der Backstube führt. Der Evergreen war von Carsten Voß mit einem neuen, rockigerem Arrangement versehen worden, das die DRUM-Piraten gleich mit großem Eifer umsetzten.

Kurz vor der verdienten Pause, dem Piratenschmaus, zogen Rentiere einen Schlitten durch die Landschaft – zumindest konnte man die Glöckchen des Gefährts deutlich hören. Die kleinen Freibeuter arbeiteten nämlich rhythmisch an der Geschichte, dass der Weihnachtsmann mit den Geschenken auch käme, wenn es am 24. Dezember nicht schneien sollte: Jingle Bells.

Nach der Pause wurde es geradezu feierlich, denn ein „neues Bordmitglied“ wurde der fleißigen Mannschaft vorgestellt. „Das ist Paule – eine E-Ukulele!“, so die verschmitzte Ankündigung des „Käpt’ns“ zu diesem (noch) sehr seltenen Instrument. Im Februar dieses Jahres war bereits eine herkömmliche Tenor-Ukulele bei den Piraten eingeführt worden, die die Kinder gleich in ihr Herz schlossen und stets bei den Auftritten des Jahres darauf achteten, dass „ihrer Kala“, nichts passierte. Darum gab es prompt bei der Vorstellung des neuen Instruments die bange Frage: „Wo ist Kala? Ist die etwa kaputt?“ „Käpt’n“ Carsten musste sich dann alle Mühe geben zu versichern, dass mit dem beliebten Instrument alles in Ordnung sei und er es ausnahmsweise an diesem Tag nicht dabei hätte. „Kala bleibt natürlich an Bord! Sie hat nun nur einen kleinen Bruder dazubekommen – das kennt ihr doch, oder?!“ Erst jetzt konnte die originalgetreue Nachbildung einer Gibson Les Paul-Gitarre bei den Piraten mit einem kräftigen Trommelfeuer willkommen geheißen werden. „Mit Paule werden wir sicher viel Spaß haben, denn mit dem kann man so richtig abrocken!“, so der „Käpt’n“, der zum Beweis sogleich Ein langer Tag anstimmte, der Piraten-Version des Beatles-Klassikers A Hard Day’s Night. Zunächst konnte man Überraschung ob des Sounds auf den Gesichtern der Mannschaft und der Eltern erkennen, die aber rasch einem zufriedenen Lächeln wich. „Überraschung gelungen – Paule ist angekommen.“, so das Resümee, das beide Kapitäne im Anschluss an die Probe ziehen konnten, nachdem sie die Piratenbande um 13:45 Uhr in den frühlingshaften Tag entließen.

***

Die DRUM-Piraten freuen sich immer über „kleine Seeräuber auf Trommelkurs“. Wer gerne mit auf große „Kaperfahrt“ gehen möchte, kann ganz einfach „anheuern“:

Herzlich eingeladen sind alle Kinder von 4 − 12 Jahren, die gerne auch als Piraten kostümiert und geschminkt kommen können und Spaß am gemeinsamen Trommeln und Singen haben.
− Ein Neueinstieg ist jederzeit möglich.
− Instrumente sind in begrenzter Zahl vorhanden.

Natürlich stärken sich die Piraten beim gemeinsamen
„Piratenschmaus“.

Die Teilnahme ist kostenlos
um Spenden zum Erhalt der Gruppe wird gebeten.

Wo?
„Arche“ (Gemeindehaus Heilig-Kreuz-Kirche) in Kirchdorf,
Landstraße 79, 30890 Barsinghausen

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Letzter Probentermin 2014:
- 06. Dezember
=> 12:00 - 13:30 Uhr.

(Änderungen vorbehalten!)

Infos bei Brigitte Schreiber:
Tel.: (05105) 82141
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Calenberger Zeitung | Erschienen am 14.11.2014
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