Gruß nach vorn!

Barsinghausen: Naturfreundehaus |

Ein Tucholsky-Abend im Bullerbachtal.

Die ausverkaufte Abendveranstaltung in der Kulturreihe „klein aber fein“ der NaturFreunde Barsinghausen begeisterte nicht nur die Besucherinnen und Besucher. Auch die Künstler, die eigens aus Berlin angereist waren, freuten sich, auf der improvisierten kleinen Bühne mit Kontakt zum Publikum zu spielen.

Eine Zeitreise: ein Mann taucht aus den Wirren der Nachkriegszeit 1918 auf und durchwandert die Jetztzeit. Er stellt verwirrende Parallelen fest zu einer drohenden heutigen Vorkriegszeit und beobachtet das sich scheinbar wenig veränderte menschliche Gewusel.

Sein Blick – sowohl auf das politische und kulturelle Leben – als auch in die Wohn- und Schlafzimmer offenbaren satirische, wütende, aber auch melancholische Gedanken eines Autoren, der „die Menschen liebte“.

Anton Kryukov begleitet auf seinem Akkordeon den Schauspieler und Sänger Bengt Kiene in einzigartiger Weise. Bengt Kiene schlüpft überzeugend in unterschiedelichste Rollen, darunter auch in die Rolle einer putzenden Berliner Hausfrau und Mutter in den 20er Jahren der Weimarer Republik.

Den beiden Künsler gelingt es, in der kurzweiligen Vorführung eine hervorragende Mischung aus Humor und Betroffenheit herszustellen. Bei schwierigen Themen wie Krieg und Tod bleibt dem Publikum oftmals die Luft weg, kein Ton ist zu hören, doch den beiden gelingt es, diese Schwere in einem herzhaften Lachen aufzulösen.
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