Wanderer vom Kneippverein Barsinghausen auf Abwegen

Trockenübungen
 
Endlich auf der Leine
Auch einmal einen anderen Weg gehen sagten sich 23 Wanderer vom Kneippverein und starteten am 18.07.2015 zu einer kombinierten Paddel-und Wandertour an der Mündung der Westaue in die Leine bei Liethe.

Nach einer ausführlichen Sicherheitseinweisung durch den Bootsvermieter und mit Trockenübungen der Teilnehmer an Land, wurden nacheinander die zwölf Zweierkanus zu Wasser gebracht. Jetzt musste jedes Boot erst einmal unter den strengen Blicken des Bootvermieters einige Runden im ruhigen Wasser zur Eingewöhnung machen. Schon gleich stellten die Teilnehmer fest, dass so ein Kanu weder Bremsen noch Steuer hat und alles nur mit dem Doppelpaddel erfolgen muss. Wichtig ist hierbei auch der Gleichtakt beider Paddler, wobei der vordere immer den Takt angibt. Wenn dieses nicht so erfolgt, entwickelt das Kanu schnell ein Eigenleben.

Dann ging es endlich los auf die fast zwölf Flusskilometer bis nach Neustadt a.Rbg. Zuerst noch im Pulk, doch schon nach dem ersten Kilometer war das Teilnehmerfeld recht weit auseinander gezogen. Einige Kanufahrer wollten unbedingt Berührung mit den tief im Wasser hängenden Büschen machen, andere hatten Probleme die Paddel im Gleichtakt ins Wasser zu stechen. Doch dieses waren nur Anfangsschwierigkeiten und schon bald hatten die Kanufahrer gelernt, mit kräftigen Paddelschlägen das Kanu in der Flussmitte mit der leichten Strömung zu halten. Schwieriger war es, das Doppelpaddel wechselseitig nur so bis zu der Höhe aus dem Wasser zu nehmen, um das am Schaft ablaufende Wasser nicht auf die Hose zu bekommen. Hat aber nicht immer so funktioniert und so kamen bei einigen Kanufahrern am Ende der Tour auch die vorsorglich mitgebrachte Wechselbekleidung zum Einsatz, während andere Teilnehmer bei den hochsommerlichen Temperaturen die nasse Kleidung einfach „trocken gewohnt“ haben.

Die Landschaft aus dieser Perspektive zu sehen war schon sehr interessant und abwechslungsreich. In Höhe der Lüningsburg winkten einige Passanten den Kanufahrer zu und natürlich wurde diese freundliche Geste erwidert. Wobei der Arm zum Winken nicht mehr so hoch gehoben wurde, waren bis hierher doch schon mehr als sieben Flusskilometer mit kräftigen Paddelschlägen nicht ganz ohne Kräfteverlust absolviert und mindestens vier Kilometer hatten die Fahrer noch vor sich.

Nach zwei Stunden war es für ersten Kanufahrer geschafft und sie erreichten den kleinen Anlegesteg in Neustadt a.Rbg.. Nach und nach kamen alle Kanus an und man konnte es den Fahrern ansehen wie froh sie waren, dieses Abenteuer wohlbehalten und ohne Kentern überstanden zu haben.

Dann wurden die Rucksäcke aufgesetzt und die Gruppe machten sich auf den acht Kilometer langen Fußweg zurück nach Liethe. Doch vorher wurde zur Stärkung im Park von Schloss Landestrost die wohlverdiente Mittagsrast mit Verpflegung aus dem Rucksack eingelegt.

Der Rückweg führte dann an der Lüningsburg vorbei durch die Leineauen und das Niederholz nach Poggenhagen und weiter in Richtung Liethe. Nach zwei Stunden war die Gruppe wieder am Ausgangspunkt der Paddeltour bei den PKWs. Bei der Verabschiedung waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Paddeltour trotz der Anstrengung ein schönes Abenteuer war, wobei einige bemerkten, dieses nicht in absehbarer Zeit oder gar nicht wiederholen zu müssen. Einmal reicht!

Karl-Heinz Pfennig
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