Mit der Rudi-Rotbein-Gruppe zum Klosterstollen Barsinghausen

Die Rudi-Rotbein-Gruppe Langenhagen besuchte den Klosterstollen in Barsinghausen (Foto: Silke Brodersen)
 
Die Kinder durften anpacken und wurden ordentlich durchgerüttelt (Foto: Silke Brodersen)
Barsinghausen: Klosterstollen |

Die Kinder der Rudi-Rotbein-Gruppe gingen am vergangenen Samstag auf Entdeckertour im Deister, oder besser gesagt unter den Deister, zur Fahrt mit der Grubenbahn. Schon die Bahnfahrt nach Barsinghausen war ein kleines Abenteuer, bei dem die Gruppe gleich mehrere Bahnhöfe kennenlernte.

Am Klosterstollen angekommen wurde gleich die Führung angetreten. Herr Dralle vom Besucherbergwerk erklärte, dass an dieser Stelle vor 350 Millionen Jahren ein Sumpfgebiet war und erst über die lange Zeit daraus Kohle entstand. Wozu Kohle gebraucht wird, ist den Jüngsten sofort klar: Zum Grillen! "Na ja, überhaupt zum Verbrennen, um Wärmeenergie oder Bewegungsenergie zu bekommen für Züge und Maschinen", wussten dann die Größeren zu ergänzen.

Mit Gepolter in den Stollen


Nachdem alle einen Helm aufgesetzt hatten und in die Grubenbahn geschlüpft waren, ging es mit „Glück auf“ auch schon mit großem Gepolter in den Stollen. Im Dunkeln konnte es einem schon leicht gruselig werden, aber ein paar Kinder hatten glücklicherweise ein sogenanntes „Geleucht“ bekommen. Nach zehn Minuten Fahrt ging es zu Fuß weiter durch die verzweigten Gänge des Stollens. Hier gab es viel zu entdecken. Ein Bildnis stellte die heilige Barbara dar, die Schutzheilige der Grubenarbeiter. Da gab es eine Lampe, die "westfälischer Frosch" genannt wird. Herr Dralle erzählte von mit Lunte gezündeten Schüssen und dass die „Butterbucht“ der Frühstücksraum der Bergleute war. Er zeigte Bohrkronen, schaltete Rüttelbahnen, Doppelkettenstegförderer und Einschienenhängebahnen an. "Das Arbeiten hier war ja sehr unbequem und ganz schön laut", stellten die Kinder fest. „Nichts ist hier leise“, war die oft wiederholte Aussage. „Woher weißt Du das alles?“ fragte Leif neugierig und die Antwort war, dass Herr Dralle aus einer Familie kommt, wo alle männlichen Angehörigen etwas mit dem Kohleabbau zu tun hatten. Man konnte stolz darauf sein, in diesem Stollen den Beruf des „Hauers“ gelernt zu haben. 1957 lohnte sich der Abbau allerdings nicht mehr, weil für das Abpumpen des eindringenden Wassers in den Stollen ein Großteil der geförderten Kohle benötigt wurde.

Ein Beutelchen Kohle zum Abschied


Richtig spannend war es noch einmal, als die Kinder durch einen sehr niedrigen langen Tunnel klettern durften. Da waren auch sie froh, einen Helm zu tragen, den die Erwachsenen schon längst zu schätzen gelernt hatten. Weil Ricarda die letzte war, die Geburtstag hatte, bekam sie kurzerhand noch den Presslufthammer in die Hand gedrückt, um ein Loch zu vergrößern. Nach dieser Arbeit gab es für alle auch ein Beutelchen Kohle zum Mitnehmen. Dann ging es mit Gerumpel wieder ans Tageslicht. Ausgiebig wurde noch der Kohldampf gestillt und das angegliederte kleine Museum angeschaut. Mit der Rückfahrt nach Langenhagen endete ein anstrengender, aber eindrucksvoller Ausflug, den alle Teilnehmer gerne weiterempfehlen.


(Text und Bilder: Silke Brodersen)



Mehr zur Rudi-Rotbein-Gruppe Langenhagen hier: http://www.myheimat.de/niedersachsen/langenhagen/t...

Das nächste Treffen der Rudi-Rotbein-Gruppe Langenhagen findet am 05.04.2014 von 15:00 bis 17:00 Uhr im Wietzepark statt. Dann machen sich Silke Brodersen und Christine Pracht mit den Kindern auf die Suche nach den ersten Frühlingsboten.

Das aktuelle Programm der Gruppe finden Sie hier: http://www.nabu-langenhagen.de/rudi_rotbein/rudi_r...



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Katja Woidtke aus Langenhagen | 22.03.2014 | 17:58  
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