Kneipp-Verein Barsinghausen radelt nach Bad Hiddenserborn

Bad Hiddenserborn
Es regnet. Eine Stunde vor der angekündigten Fahrradtour nach Hiddenserborn regnet es. Soll es abgesagt werden? Schon einmal viel die Tour dem Lokführerstreik zum Opfer. Regnet es weiter oder klärt es sich auf? Die ersten Anrufer der Teilnehmer: nein, es wird sich schon aufklären – Optimismus versprühen, ist die Devise.
Der Zug bringt uns bis Bad Nenndorf – der Himmel schien aufzuklaren. Aber die Luft fühlte sich kühl an, nach den letzten Tagen der Sommerhitze. Der Annorak ist bis zum Hals zugeknöpft.
Die Ortschaften Horsten und Beckedorf waren schnell erreicht; bei Lindhorst ist die Bahnunterführung zu nehmen. Andere Wege führen nur zu größeren Umwegen. Die Bahnlinie Richtung Minden/Ruhrgebiet ist stark befahren, so dass die Überwege rar sind. Bei Niedernholz sind wir auf den Mittellandkanal gestoßen, der uns einen Teil der Hinfahrt bis zum Etappenziel und auf der Rückfahrt überwiegend begleiten wird.
Mit 325 Kilometer Länge handelt es sich um die längste künstliche Wasserstraße Deutschlands. Es beginnt am Dortmund-Ems-Kanal und führt bis zur Unteren Havel-Wasserstraße. Am 1.4.1905 ist der Kanal in Betrieb genommen worden, aber erst im Jahre 2003 ist er erstmalig durchgängig mit der Eröffnung des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg befahrbar. In den Jahren seit Eröffnung 1905 wurden Teilstücke gebaut bzw. ausgebaut. Im Pumpwerk Minden und Magdeburg wird der Wasserstand des Ka­nals geregelt. Auf der Länge des Kanals ist mindestens ein begleitender Betriebsweg vorhanden. Den wir Radfahrer dankend annehmen. Der Kanal wird nicht nur von der gewerblichen Schifffahrt genutzt, Freizeitkapitäne und Ausflugsschiffe nutzen ihn gleichermaßen. Angler und mutige Schwimmer, welche die Brücken als Springturm nutzen, sind zu finden.
Bei Pollhagen nutzten wir die 2. Brücke dort, um am Kanal weiterzufahren. Ein brei­terer Feldweg, der neben dem Betriebsweg entlang führte, veranlasste uns ihn zu nutzen. Ein verschlossenes Holztor umgingen wir seitlich, aber nach einem Kilometer war Schluss – eine Weidekoppel und kein Weiterkommen. Also zurück auf Anfang und weiter auf den vorgesehenen Weg. Der richtige Weg führte uns zwar auch nach kurzer Wegstrecke zu einem zu öffnenden Holztor, deshalb der Ausrutscher mit dem Tor, aber wir bogen ab, um zum Flecken Wiedensahl zu kommen. Danach weiter durch den Schaumburger Wald bis zur Mittagsrast in Hiddenserborn.
Das dortige Hotel ging aus dem Forsthaus hervor, welches seit dem Jahre 1800 ge­nutzt wir. Später befand sich dort ein Schwefelbad und somit der Zusatz „Bad“. Hiddenserborn gehört zum Ortsteil Volksdorf. Im Zuge der niedersächsischen Ge­bietsreform sind die Teile in die Gemeinde Meerbusch zum 1.3.1974 eingegliedert worden.
Den Rückweg nahmen wir bis Pollhagen wie die Hinfahrt und die Weiterfahrt radel­ten wir bis kurz hinter Idensen, um dann in den Haster Wald abzubiegen.
Die Bahn wartete schon auf uns, und ein „trockener Tag“ sorgte für gelöste Stimmung.
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