Kleine Freibeuter entern Astrid-Lindgren-Schule
Trotz hochsommerlichen Wetters, das viele Familien in die Freibäder zog und des verlängerten Wochenendes, das sich idealerweise für einen Kurzurlaub anbot, nahmen dennoch einige Grundschüler am Samstag, den 4. Juni die Einladung des Musik-Clubs Deisterrose in der Kirchdorfer Astrid-Lindgren-Schule an, um sich musikalisch ins Fahrwasser des schrulligen Captains Jack Sparrow aus der Filmreihe „Fluch der Karibik“ zu begeben.
Neun Kinder, großteils stilecht verkleidet, heuerten pünktlich um 11 Uhr bei „Zahlmeisterin“ Brigitte Schreiber an, um auf den gemeinsamen Törn zu gehen. Um gleich in die richtige „Piratenatmosphäre“ zu kommen, war die Aula mit einigen Bildern, Piratensymbolen und anderen Accessoires ausgestattet worden. Natürlich durfte dabei auch eine echte Piratenflagge nicht fehlen. Schnell versammelte sich die Bordbesatzung in einem Sitzkreis um die auf einem Tuch verteilten Perkussionsinstrumente. Da aber das Singen in der christlichen Seefahrt eine große Tradition hat, wurde zunächst ein gemeinsames Piratenlied eingeübt, das die kleinen Freibeuter bereits nach kurzer Zeit lautstark, wie es in Seeräuberkreisen Sitte ist, zur Keyboardbegleitung singen konnten. Danach gab es aber kaum noch ein Halten und die Beute, oder vielmehr die Instrumente wurden in der Gruppe verteilt. Aus vielen verschiedenen Perkussionsinstrumenten konnten die Kinder ihr Lieblingsinstrument wählen und wurden jeweils kurz mit dem Gebrauch vertraut gemacht.
Nach Piratenmanier wurde der Besatzung erst jetzt, nach dem Ablegen das Ziel der musikalischen Reise mitgeteilt: „He’s A Pirate“, das Thema aus „Fluch der Karibik“ sollte rhythmisch mit den Instrumenten begleitet werden. Hierbei galt es einige gefährliche Klippen, wie etwa Takt- und Rhythmuswechsel zu umschiffen. Sehr motiviert und voller Konzentration stürzten sich die kleinen Seeräuber aber in dieses Abenteuer und sollten schon bald erste Erfolge ernten. Jedes gemeinsame Manöver auf dem tosenden Rhythmusmeer ließ die Mannschaft immer mehr zusammenwachsen und die fünf Mädchen und vier Jungen beklatschten die gegenseitigen Leistungen und Verbesserungen im Zusammenspiel voller Respekt füreinander.
Nach einem ordentlichen „Seeräuberhappen“, denn auch für eine kleine Stärkung mit Würstchen, Käse, Obst und Getränken war gesorgt, ging es voller Tatendrang weiter. Da es zum Wesen eines ordentlichen Freibeuters gehört, stimmgewaltig schreien zu können, wurde auch dieses vokale Element rhythmisch eingefügt.
Die eingeplante Stunde schien für alle Beteiligten viel zu schnell vorbei gegangen zu sein, und so verständigte sich die Besatzung kurzerhand noch auf einen kleinen Abstecher, bevor zielsicher der Heimathafen angesteuert werden konnte. Dort wartete auf die Mannschaft noch eine Überraschung, denn was wäre ein Piratenabenteuer ohne echte Schatzsuche. Schnell war aber auch der versteckte Schatz aufgespürt und die Beute, süßer Proviant für den Heimweg, wurde in der Tradition der „Liekedeeler“ Störtebeckers zu gleichen Teilen unter der Besatzung verteilt.
Grundschüler, die diese Abenteuerreise nicht miterlebt haben, können aber wieder am 2. Juli in der Aula der Astrid-Lindgren-Schule anheuern. Jeder kleine Pirat ist herzlich eingeladen, mit in See zu stechen. Wer Lust hat, kann sich natürlich wie ein echter Seeräuber verkleiden. Pünktlich um 11 Uhr werden die Segel gesetzt und die 60-minütige Reise ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Infos unter Tel.: (05105) 8 21 41.




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