Keltischer Piratentanz in der Kirchdorfer „Arche“

Weihachtslieder im Oktober, Keltischer Seemannstanz im Deister: 31 DRUM-Piraten aus Kirchdorf setzten am 12. Oktober Segel in der "Arche". (Foto: Ulrich Voß)
 
Beim "Piratentanz" aus Irland legten sich alle DRUM-Piraten voll ins Zeug (12.10.2013). (Foto: Ulrich Voß)
 
"Brasst die Segel!" ... auf geht's in die Irische See zum "Piratentanz" (DRUM-Piraten, 12.10.2013). (Foto: Ulrich Voß)
Barsinghausen: "Arche" (Gemeindehaus Heilig-Kreuz-Kirche) | Der Oktober hatte den Deister bereits mit den buntesten Farbtupfern versehen, doch der Himmel hatte an diesem Samstag nahezu pausenlos seine Schleusen geöffnet. Herbstwetter also, bei dem man am liebsten zu Hause bleibt. Nicht so in Kirchdorf, denn kurz vor 12 Uhr herrschte rund um das Gemeindehaus der Heilig-Kreuz-Kirche emsiges Treiben. Zum Teil bunt kostümierte Kinder strebten mit Erwachsenen im Schlepptau eilig in die „Arche“: Die DRUM-Piraten kappten auch in den Herbstferien wieder die Leinen, um trommelnd und singend musikalische Abenteuer auf den Weltmeeren zu erleben.

„ Moin, moin Piraten! … hey, seid ihr viele!“ Wohl wahr, denn vor „Käpt’n“ Carsten Voß hatte sich die Piratenmannschaft in großer Runde „an Deck“ versammelt. 31 kleine Seeräuber im Alter von 3 – 12 Jahren hatten zur großen Fahrt am 12. Oktober angeheuert. Auch dabei waren wieder einige Quiddjes, also Piraten, die das erste Mal mit an Bord waren.
Mit großem Spaß und sehr viel Schwung stachen die kleinen Abenteurer dann in See. Nach dem obligatorischen „He’s A Pirate“ dröhnten mehrere Salut-Trommelfeuer durch die „Arche“, begleitet von den stolzen Rufen „Wir sind DRUM-Piraten!“ der gesamten Mannschaft.
Nach einer kurzen Einführung und kleineren Übungen, machten sich die Piraten daran, ihrem neuesten Song den letzten Feinschliff zu verpassen. Bereits bei ihrer letzten „Kaperfahrt“ in der Kapelle in Langreder hatten sie das Stück „Macht doch alle mit!“ eingeübt. Hierbei handelt es sich um das auffordernde „All Together Now!“ aus dem Beatles-Zeichentrickfilm „Yellow Submarine“, zu dem Voß einen kindgerechten deutschen Text geschrieben hatte. Er arrangierte zudem den Song als fröhlichen Skiffle. Bereits nach wenigen Takten ließ der Rhythmus die kleinen Seeleute nicht mehr still sitzen. Auch die Erwachsenen wippten vergnügt mit den Füßen und spätestens beim Refrain machten dann wirklich alle mit, sangen, trommelten und klatschten vergnügt. Doch der Schlussteil bedurfte noch eines „Extra-Wendemanövers“, denn was wäre ein Skiffle ohne einen lauten „Hiiih-Haah“-Schrei der gesamten Piratenbande? Nach einigen Versuchen waren dann aber die beiden „Kapitäne“ Carsten Voß und Brigitte Schreiber zufrieden und sie legten für das Piratenschiff einen neuen Kurs an.
Zunächst wurde die Mannschaft über das neue Ziel der Reise informiert. Manche Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und bedürfen guter Vorbereitung. In sechs Wochen werden die DRUM-Piraten auf eine „weihnachtliche Kaperfahrt“ nach Leveste segeln. Zunächst sollte es hierfür jedoch in wärmeres Gewässer gehen – die Karibik. Ferne Länder, fremde Sprachen und so lernten die kleinen Meereskreuzer ein paar Worte Spanisch, um sich z.B. auf Kuba verständlich machen zu können. Außerdem, denn damit kommt man auf nahezu der gesamten Welt weiter, etwas englisch. Natürlich können sich die Kirchdorfer Piraten auch rhythmisch verständigen und so entstand binnen kurzer Zeit die karibische Salsa „Feliz Navidad“ – mitten im Oktober!
Wie immer wurde „an Deck“ viel gelacht und die Seefahrer waren, trotz aller Konzentration beim Manövrieren durch die neuen Songs, zwischendurch zu Späßen aufgelegt, angeregt durch den „Seemannsgarn“ des „Käpt’ns“.
Piraten im Allgemeinen beherrschen die Kunst der Verkleidung, bzw. Verwandlung. So wunderte es auch niemanden der anwesenden Erwachsenen, dass sich die „wilde Piratenmeute“ von einem Moment auf den nächsten in einen fröhlichen Gospelchor verwandelte, wie dieser beispielsweise in NewYorks Stadtteil Harlem zu finden sei: „He’s Got The Whole World In His Hands“. Im Anschluss lud der „Smutje“ die fleißige Mannschaft zum verdienten und reichhaltigen „Piratenschmaus“. Auch für einen kräftigen Schluck aus der „Buddel“ war gesorgt.
In dieser Zeit wurde auf der „Kommandobrücke“ spontan ein neuer Plan „ausklamüsert“. Die Gegebenheiten waren günstig, denn unerwartet gut „trieb der Wind das Schiff von Achtern an“ und die gesamte Mannschaft zog prima an einem Strang …
Nach der Pause steuerten die DRUM-Piraten in komplett „neues Gewässer“. Die „Seekarte“ (Arrangement) für das neue Revier hatte Carsten Voß erst am Vorabend fertig „gezeichnet“. Dieses Abenteuer sollte eigentlich erst in einiger Zukunft auf die kleinen Piraten zukommen. „Kapitänin“ Schreiber „navigierte“ dabei zum ersten Mal in die „wilde Irische See“. Schnell waren auch die „Koordinaten festgestellt und der Kurs errechnet“ (Notenwerte) und so wagten sich die kleinen Abenteurer (musikalisch) zu dem temperamentvollen Kelten. Impulsive Trommeln, herbe Flötenklänge und unbändig wirbelnde Violinenmelodien kamen ihnen zu Ohren, die sie sogleich begeistert mitrissen. Hochkonzentriert folgte die Mannschaft den rhythmischen Patterns, die ihnen die „Kapitänin“ vorgab. Nach anfänglichem Schlingern kam das „Piratenschiff“ bald auf Kurs und gewann an Fahrt. Stück für Stück näherten sich die 3-12jährigen dem unverhofften Ziel an und die DRUM-Piraten hatten ein „neues Revier“ erkundet: Der traditionelle irische Seemannstanz „Sailor’s Hornpipe“, den der Hamburger Achim Reichel 1977 zu einem wahrhaften „Piratentanz“ erweitert hatte. Carsten Voß kleidete diesen nun in das mitreißende musikalische Gewand des „Riverdance“ der 1990er Jahre. Die eingängige Melodie fand als Ohrwurm sofort Einlass in die Gehörgänge aller Anwesenden: Trommeln, klatschen, stampfen, singen, pfeifen … Das Wagnis hatte sich gelohnt! Die fröhliche Stimmung „an Deck“ ließ spielerisch das regnerische Grau dieses Samstags in Vergessenheit geraten, so dass dieses Instrumentalstück von allen sehr gerne mehrmals „über die Planken geschickt wurde“.
Zum Abschluss blieben die DRUM-Piraten nochmals in der musikalisch-nautischen Welt Achim Reichels und ruderten gemeinsam zu „Aloha He“ in den Heimathafen, während die stolzen Eltern im großen Rund noch einige Wellen zur Belohnung durch die „Arche“ schwappen ließen …

… und die DRUM-Piraten aus Kirchdorf sind demnächst schon wieder „auf Kaperfahrt“ in der Region Barsinghausen:
Am 2. November treten sie im Rahmen der „Kulturtüte“ im Ev. Gemeindehaus Hohenbostel (An der Kirche, 30890 Barsinghausen) auf.
Beginn ist um 15:30 Uhr, der Eintritt ist frei.
Neben den „kleinen Piraten auf Trommelkurs“ erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Überraschungsprogramm … ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall!

***

Nur noch einmal treffen sich die DRUM-Piraten in "ihrer" Arche in diesem Jahr, um spannende musikalische Abenteuer auf den (Schall-) Wellen der Musik zu erleben.
Herzlich eingeladen sind alle Kinder von 4 - 12 Jahren, die sehr gerne auch als Piraten kostümiert und geschminkt kommen können und Spaß am gemeinsamen Trommeln und Singen haben.
- Ein Neueinstieg ist jederzeit möglich.
- Instrumente sind in begrenzter Zahl vorhanden.


Natürlich werden sich die Piraten beim gemeinsamen „Piratenschmaus“ stärken.

Die Teilnahme ist kostenlos
um Spenden zum Erhalt der Gruppe wird gebeten.

... nur noch ein Probentermin 2013:
- 16. November
Änderungen vorbehalten!

Infos bei Brigitte Schreiber:
Tel.: (05105) 82141
E-Mail: Schreiber.Kirchdorf@t-online.de
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3 Kommentare
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Marietta Heß aus Barsinghausen | 16.10.2013 | 23:26  
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Brigitte Schreiber aus Barsinghausen | 17.10.2013 | 14:23  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 30.10.2013 | 21:04  
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