Genusswanderung im Süddeister

Das Bild zeigt die Wandergruppe an der afrikanischen Holzskulptur (Feuervogel genannt) an der Wöltjebuche.
Barsinghausen: Deister | Die Wandergruppe des Kneippvereins Barsinghausen fuhr umweltfreundlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Schützenhof Wennigsen, um die südlichen Gefilde des Deisters unter die Füße zu nehmen. Zunächst ging es über das Häuserfeld, um dann am Waldrand entlang über aufgeweichte Wege das Forsthaus Argestorf anzusteuern.

Schon bald war über den Mittelweg der Lehmbrinksweg erreicht, der 3 km kontinuierlich bergan führt, und im oberen Bereich seinem Namen alle Ehre zu machen. Der hier tief schlammige Weg gestattete kaum ein Vorwärtskommen, und man musste schon höllisch aufpassen, um nicht auszugleiten oder im Morast steckenzubleiben.

Nach dieser Anstrengung wurde dann der Grenzpunkt der Wöltjebuche erreicht. Hier stoßen der Kniggesche Forst, der Genossenschaftsforst Wennigsen – Argestorf und der Staatsforst Springe zusammen. Die markante Wöltjebuche, benannt nach dem ehemaligen Vorsitzenden des vorgenannten Genossenschaftsforstes, hat inzwischen der Zahn der Zeit gefällt, eine neue Blutbuche ist jetzt hier gepflanzt worden. Gegenüber ist in letzter Zeit eine afrikanische Holzskulptur (Feuervogel) errichtet worden, über deren Sinn im Deister man sich streiten kann. Weiter führte der Weg zur steinernen Bank von Adams Ruh, die daran erinnert, dass hier Adam Freiherr Knigge oft verweilte und den Ausblick auf das Land zwischen Deister und Leine genoss. Gegenüber sprudeln aus der Sölterquelle ihre klaren Wasser aus Felsgestein. Einst tränkten hier die Münderschen Salzsieder auf dem Weg nach Hannover ihre Pferde mit dem köstlichen Naß.

Bald darauf war dann auch der Lokomotivbrunnen erreicht, wo bis zum Jahr 1920 die Lokomotiven der Kleinbahn mit Wasser gespeist wurden, die den Kalkstein vom nahen Fierbruch zum zwei Kilometer entfernten Kalkwerk nach Bredenbeck beförderten. Auf dem weiteren Weg grüßte der vom Steinbildhauermeister Sondershausen geschaffene mächtige Schnückestein, der an den Hegemeister Schnücke erinnert, der ab 1908 die Geschicke des Kniggeschen Forstes leitete. Vorbei an der Familiengrabstätte der Familie Knigge, wo im Jahre 2013 die letzte Beisetzung eines Angehörigen dieser Familie stattfand, erreichten die Wanderer schließlich das Restaurant Steinkrug, wo bei einem köstlichen Mittagessen die Wanderung ihren krönenden Abschluss fand.

Von Wanderführer Günter Höppner
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