DRUM-Piraten im Kielwasser der Beatles

Bei den "DRUM-Piraten" schwappen Wellen durch die "Arche" (Foto: Ulrich Voß)
 
Klein, aber oho! ... und der Bart ist edel gestutzt (Foto: Ulrich Voß)
Barsinghausen: "Arche" (Gemeindehaus Heilig-Kreuz-Kirche) |

KIRCHDORF. „Nach dem Auftritt ist vor dem Auftritt“, so ließe sich eine alte Fußballweisheit abwandeln. Und getreu diesem Motto trafen sich die Kinder der Trommelgruppe „DRUM-Piraten“ nach ihrem großen Auftritt beim Barsinghäuser Herbstmarkt am vergangenen Sonntag, um ein neues musikalisches Abenteuer zu erleben. Am Samstag, den 6. Oktober war die „Arche“, das Gemeindehaus der Heilig-Kreuz-Kirche in Kirchdorf, ab 11 Uhr wieder fest in Piratenhand.

„Sind alle Piraten an Bord?“ Diese Frage war zuvor noch nie so lautstark beantwortet worden, was allein der Tatsache geschuldet war, dass mit 22 Freibeutern die bislang größte Mannschaft für diesen Törn angeheuert hatte. Natürlich freute das nicht zuletzt die beiden „Kapitäne“ Carsten Voß und Brigitte Schreiber, zumal die Teilnahmezahlen seit Gründung der Kindertrommelgruppe im März 2011 stetig stiegen.

Auch diesmal hatten viele Piraten stilecht ihre Augenklappe und ein Piratentuch angelegt. Schminke ließ sogar bei Vor- und Grundschülern Barthaare sprießen. Als die Erkennungsmelodie „Hey Ho, Piraten kommen!“ angestimmt wurde, war die imaginäre Vertäuung bereits gelöst worden und die große Fahrt über die See voller musikalischer Abenteuer konnte beginnen. Schnell wurden die Segel gesetzt und die Abenteurer trommelten und sangen für einen „neuen Freund“, den „Rollmops“, den die 4-12-jährigen mühelos buchstabierten und mithilfe ihrer Trommeln rhythmisch begleiteten. Auf der offenen See feuerten die „DRUM-Piraten“ dann noch einige Trommelfeuersalven ab, ehe ihnen „Käpt’n“ Voß das Ziel dieser Fahrt erläuterte – die englische Hafenstadt Liverpool.

Auf vergangenen Törns hatten die Piraten schon mit großem Spaß das „Gelbe U-Boot“ („Yellow Submarine“) der Beatles erkundet. Daraufhin fragte der „2.Steuermann“ Fynn auf der Kommandobrücke nach, ob es nicht möglich sei, Kurs auf ein weiteres Stück der sogenannten „Fab Four“ zu nehmen. Dieser Wunsch war für den ausgemachten Beatlesfan Voß Befehl und so arrangierte er den Titel „A Hard Day’s Night“ neu. Außerdem schrieb er einen kindgerechten deutschen Text, mit dem sich die kleinen Freibeuter identifizieren können, denn er erzählt die Geschichte vom abendlichen Einlaufen der „DRUM-Piraten“ in den Heimathafen.

Viel gab es für die kleinen Korsaren zu lernen. Gleich drei verschiedene Rhythmen wurden von der gesamten Gruppe geklatscht und getrommelt. Zudem lernten die Kinder noch neue Schlagtechniken auf den verschiedenen Instrumenten kennen. Fleißig und mit viel Spaß übte dann die bunte Truppe, um die kennengelernten Rhythmen in das Stück einzufügen. Bald zeigten sich erste rote Handflächen. Grund genug, nicht nur über den „Piratenschmaus“ zu singen, sondern eine wohlverdiente Pause an der reich gedeckten Tafel einzulegen. Während draußen der Regen ungemütlich an die Fenster peitschte, ließen sich die „DRUM-Piraten“ Käsespieße mit Früchten, Brezeln, kleine Würstchen, „Amerikaner“, Apfelsaft und Wasser schmecken. Natürlich fehlte es auch nicht an „Schlickerkram“. Die Eltern hatten einmal mehr für eine reichgedeckten Tisch in der „Schiffsmesse“ gesorgt, die von den kleinen Entdeckern dankbar „geplündert“ wurde.
Im Anschluss wurde das zuvor Gelernte in dem neuen Stück „Ein langer Tag“ mehrmals gemeinsam wiederholt und binnen 30 Minuten wuchs das Ganze zusammen, so dass die Piraten ihren Eltern stolz das neue Stück präsentieren konnten. Diese ließen es sich nicht nehmen, dabei spontan mitzuklatschen. Dennoch neigte sich auch diese Abenteuerfahrt wieder ihrem Ende zu und der „Heimathafen“, wie in dem Stück besungen, kam in Sicht. Um 12:40 Uhr nahmen die stolzen Eltern ihre Kinder wieder in Empfang fanden ihren Weg hinaus durch den prasselnden Regen bei ungemütlichem Herbstwetter.
Die „DRUM-Piraten“ konnten an diesem Samstag, also genau 50 Jahre und einen Tag nach Erscheinen der ersten Beatles-Single „Love Me Do“, ein weiteres (Musik-)Stück der „Pilzköpfe“ aus Liverpool in ihre Schatztruhe legen.


Lust bekommen, bei den „DRUM-Piraten“ anzuheuern? Kein Problem!
Der nächste Törn findet am Samstag, den 10. November in der „Arche“ (Gemeindehaus der Heilig-Kreuz-Kirche) in Kirchdorf statt. Los geht’s um 11:00 Uhr, Ende ca. 12:30 Uhr. Herzlich willkommen sind alle Kinder im Alter von 4-12 Jahren, die Spaß und Lust an Musik haben. Gerne können die kleinen „Seeräuber“ stilecht geschminkt und kostümiert „in See stechen“. Instrumente werden gestellt. Die Teilnahme ist kostenlos – um Spenden zum Erhalt der Gruppe wird gebeten.

Infos bei Brigitte Schreiber
Tel.: (05105) 82141 oder
E-Mail: Schreiber.Kirchdorf@t-online.de
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