Übung der 2. Regionsfeuerwehrbereitschaft in Hoya

  Am vergangenen Wochenende übte die 2. Regionsfeuerwehrbereitschaft in Hoya.

Das diesjährige Szenario: Die Feuerwehren der Grafschaft Hoya befanden sich bei einem Feuer in Eystrup im Einsatz. Zu deren Ablösung wurde die Regionsfeuerwehrbereitschaft anfordert.
Vom vereinbarten Sammelpunkt der einzelnen Feuerwehren aus der Region Hannover im Industriegebiet Letter ging es in der Kolonne weiter nach Bruchhausen-Vilsen. Auf dem dortigen Marktplatz führte das Technische Hilfswerk eine Großübung durch. Die Küche des Bereitstellungsraum 500 wartete bereits mit Gyros auf die Kameraden. Direkt im Anschluss an das Mittagessen begann der 4. Zug die Zelte für die Übernachtung aufzubauen.

Währenddessen kam es zu einem Brand in einem Busdepot in Hoya.
Die verbliebenen Kräfte der Feuerwehr Hoya begannen sofort mit dem Aufbau einer Riegelstellung zur angrenzenden Halle und forderten die 2. Regionsfeuerwehrbereitschaft zur Brandbekämpfung nach. Wilfried Gütz, Ortsbrandmeister FF Hoya, und Georg Bühmann, stellvertretender Gemeindebrandeister, wiesen Brandabschnittsleiter Eberhard Schmidt in die Lage ein, der mit dem ELW 2 die Einsatzleitung übernahm.
Der 1. Zug übernahm die Brandbekämpfung auf dem Gelände vom Busdepot. Ziel war es, das Übergreifen des Feuers auf die zweite Halle und einen Dieseltank zu verhindern, dazu wurden zwei Wasserwerfer und mehrere Strahlrohre eingesetzt. Aufgrund der schlechten Wasserversorgung musste mit den Tanklöschfahrzeugen ein Pendelverkehr zur Weser eingerichtet werden, um das Löschwasser in transportablen Wasserbehältern zu sammeln und an der Einsatzstelle zu verteilen.

Um die kontinuierliche Zufuhr von Löschwasser zu gewährleisten, verlegte der 3. Zug drei rund 800m lange Schlauchleitungen von der Weser bis zur Einsatzstelle. Zum Einsatz kamen hier die beiden Schlauchwagen aus Ronnenberg und Seelze, die jeweils über 2000m Schläuche verfügen, die zum Teil sogar während der Fahrt verlegt werden
können. Mit mehreren Pumpen wurde anschließend das Wasser aus der Weser zum Busdepot gepumpt.

Als Übungsaufgabe für den 2. Zug war ein Unfall zwischen einer Lok und einem PKW, mit einer eingeklemmten Person, vorbereitet. Die Besatzungen des Rüstwagens aus Kirchdorf, des LF 16 Barsinghausen und des Gerätewagens der FF Empelde öffneten mit hydraulischen Rettungsgeräten die Türen und entfernten das Dach. Nachdem der PKW mit einer Winde von der Lok weggezogen wurde, konnte die eingeklemmte Person aus dem Fahrzeug befreit werden.

Nachdem alle Szenarien erfolgreich abgearbeitet waren, stellten die Kräfte die Einsatzbereitschaft wieder her, indem sie Wassertanks füllten und Schläuche wieder aufnahmen. Anschließend verlegten sie zurück in den Bereitstellungsraum. Nach dem gemeinsamen Abendessen ließen die Einsatzkräfte von Feuerwehren, THW und Rotem Kreuz den Abend mit dem WM-Spiel Brasilien gegen Chile ausklingen, bevor die Feldbetten bezogen wurden.
Der Bereitstellungsraum 500 kommt zum Einsatz, wenn bei Großschadenslagen wie Hochwasser, Sturm oder anderen Katastrophen Einsatzkräfte über eine längere Zeit versorgt und untergebracht werden müssen. Dazu wurde vom 16. bis 30. Juni eine Stadt mit 45 Zelten aufgebaut. Zum Schlafen, für die Verpflegung, Logistik, Technik und natürlich auch mit sanitären Anlagen. Am Hauptwochenende vom 28 auf den 29. Juni wurden bis zu 1000 Personen erwartet. So konnten die THW-Helferinnen und Helfer das Konzept in Bruchhausen-Vilsen einem Belastungstest unterziehen.
Die zweite Regionsfeuerwehrbereitschaft setzt sich aus Feuerwehren der Städte Barsinghausen, Seelze, Gehrden, Ronnenberg und Wennigsen zusammen. Insgesamt waren 116 Feuerwehrleute mit 25 Fahrzeugen an dieser Übung beteiligt.

Auch die Regionsfeuerwehrbereitschaft 1 aus dem Bereich Garbsen, Neustadt und Wunstorf übte an diesem Wochenende und nutzte den gleichen Bereitstellungsraum.

Der Bereitstellungsraum 500 ( BR 500). Infos zum BR 500 gibt es unter: http://br500.ov-cms.thw.de/der-br-500/

www.feuerwehr-barsinghausen.de
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