Einsatzübung Wohnungsbrand in Winninghausen

Einsatzleitung vor Ort und Atemschutzüberwachung am MZW Winninghausen
 
Feuerwehrmann der Fachgruppe Absturzsicherung geht über das Dach vor
Einsatzübung in Winninghausen: Um 18:56 Uhr alarmierte die Regionsleitstelle Hannover die Feuerwehren Winninghausen und Hohenbostel. Gemeldet war ein Wohnungsbrand mit vermissten Personen in der Heinrich Bock Straße. Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung traf das erste Fahrzeug am Einsatzort ein. Aufgrund der starken Rauchentwicklung und dem Hinweis eines Nachbarn, dass sich noch 3 Personen im Haus befinden sollten, wurden sofort die Feuerwehren Bantorf und Wichtringhausen nachalarmiert. Einsatzleiter Henning Schünhof bildete 2 Abschnitte. Im ersten kamen die Feuerwehren aus Winninghausen und Wichtringhausen zum Einsatz. Ihre Aufgabe war die Menschenrettung und Brandbekämpfung im vorderen Bereich des Hauses. 2 Trupps unter Atemschutz konnten nach kurzer Suche, eine vermisste Person aus dem Erdgeschoß retten. Mit jeweils einem Strahlrohr innen und außen wurde anschließend mit der Brandbekämpfung begonnen. Im zweiten Abschnitt kamen Hohenbostel und Bantorf zum Einsatz. Hier sollte die Personensuche durch ein Fenster im Obergeschoß durchgeführt werden. Über eine Leiter gelangten hier 2 Trupps mit Atemschutzgeräten in das Gebäude. Auch hier konnte zügig eine Person gefunden und aus dem Haus transportiert werden. Danach wurde ein Strahlrohr über die Leiter im Obergeschoß zur Brandbekämpfung eingesetzt. Im weiteren Verlauf wurde in beiden Abschnitten ein Unfall eines Atemschutzgeräteträgers simuliert. Diese mussten jeweils von einem Sicherungstrupp gesucht und gerettet werden. Ein Sicherungstrupp setzt sich aus 3 Feuerwehrleuten mit Atemschutzgeräten zusammen. Sie führen eine Tasche mit einer Reserve Atemluftlasche, Tragetuch und weiterem Material zur Rettung eines verunfallten Atemschutzgeräterägers mit sich. Parallel zu diesen Massnahmen wurde das Grundstück komplett ausgeleuchtet. Dabei konnte eine dritte Person eingeklemmt unter einem Container gefunden werden. Dieser wurde mit Hebekissen (werden mit Luft gefüllt und können bis zu 10 Tonnen heben!) angehoben und mit Kanthölzern gesichert. Anschließend konnte der Verletzte hervorgezogen und mit einer Trage abtransportiert werden. Da der Dachboden von innen nicht mehr erreichbar war, musste ein Feuerwehrmann über das Dach zu einer Dachluke steigen. Hierbei sicherte er sich durch einen speziellen Auffanggurt an den Dachsparren. Die Feuerwehr Hohenbostel gehört zur Fachgruppe Absturzsicherung im Stadtgebiet Barsinghausen und verfügt über Auffanggurte, Seile und Sicherungsmaterial, um ein sicheres Arbeiten von Feuerwehrleuten in Höhen zu gewährleisten.
Eingesetzt waren bei dieser Übung die Feuerwehren aus Winninghausen, Hohenbostel, Bantorf und Wichtringhausen mit 6 Fahrzeugen und 50 Feuerwehrleuten und 6 Trupps mit 14 Atemschutzgeräteträgern. Winninghausens Ortsbrandmeister Henning Schünhof bedankte sich für die Möglichkeit, in dem Haus, das in den nächsten Tagen abgerissen wird, üben zu können. So konnten die Feuerwehren sehr realistisch auch mit Wasser im Inneren vorgehen.

Henk Bison
Team Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stadtfeuerwehr Barsinghausen
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