Kyffhäuser Kaffeenachmittag: Film von der Lausitz begeisterte.

(Foto: Dieter Schütte, Gronau (Leine))
  Kyffhäuser Kaffeenachmittag: Film von der Lausitz begeisterte
„Wir schätzen das Wissenswerte und die Gemütlichkeit“

Gronau- Ein aktueller Film-Vortrag über die Lausitz stand im Mittelpunkt des informativen Kyffhäuser- Kaffeenachmittags. 51 Gäste- darunter der Ehrenvorsitzende des Kreisverbandes, Joachim Konieczny, den Vorsitzenden vom Schützenverein Gronau, Dietmar Zimmer mit seiner Stellvertreterin Petra Dröge- begrüßte Vorsitzender Dieter Schütte im „Wilhelm-Fricke-Haus“, dankte dem Helferteam für viele selbstgebackene Torten, Kuchen und die frühlingsdekorierten Tische.
„Den lockeren Alltagsgesprächen stehen immer interessante Vorträge gegenüber“, so der einstimmige Tenor. Eindrucksvoller Höhepunkt war ein Filmvortrag über die Tier- und Pflanzenwelt der Lausitz. Weit im Südosten Deutschlands liegt das Land der tausend Seen- die Lausitz, eine Region voller Gegensätze. In der beschaulichen Teichlandschaft leben seltene Tiere wie Fischotter oder die sonderbare Rohrdommel, in den Buchenwäldern ziehen sogar Elche wieder ihre Kälber groß. Der Wiedehopf ist ein Insektenjäger- und in Deutschland sehr selten geworden- findet hier wieder ein Zuhause. Nur wenige Kilometer entfernt gleicht die Lausitz einer Mondlandschaft. Jahrzehntelanger Braunkohletageabbau hat in der Lausitz riesige Abraumhalden und Bergseen hinterlassen. Nirgendwo sonst in Deutschland wurde die Landschaft jahrzehntelang so großflächig und radikal verändert wie hier. Doch die Natur zwischen Brandenburg und Sachsen kehrt zurück: Wolfsrudel und Rothirsche durchstreifen Truppenübungsplätze. Farbenfrohe Wiedehopfe und Bienenfresser erobern Rekultivierungsflächen. Weite Teile der Lausitz sind wildes Deutschland von seiner spannendsten Seite.
Seltsame Laute
Wenn es Frühling wird, erfüllen seltsame Laute die friedliche Wasserwelt der Teichlausitz: Als würde jemand in eine Flasche pusten, so klingen die Balzrufe der äußerst seltenen Rohrdommel. Kilometerweit sind die dumpfen Töne hörbar. Nicht nur die Teichlausitz bietet Wildtieren wertvollen Rückzugsraum- selbst dorthin, wo der Tagebau die Landschaft extrem verändert hat, kehren Neusiedler zurück. Rekultivierungsflächen und ehemalige Truppenübungsplätze sind inzwischen Heimat von Tieren, die hierzulande schon so gut wie verschwunden waren: Schillernde Bienenfresser, und Wiedehopfe brüten in der Heide, weil sie dort reichlich Insekten finden. Deutschlands „neue“ Wölfe, eingewandert aus Polen, haben auf den Manöverplätzen Fuß gefasst.
Die fischreichen Teichgebiete, seit Jahren zur Karpfenzucht genutzt, werden im Sommer zum Kindergarten für Wasservögel. Die Rohrdommeln haben flauschigen Nachwuchs bekommen, Kraniche und Singschwäne machen mit ihrem Küken erst Ausflüge. Wo Wasser ist, fühlen sich Waschbären und Marderhunde wohl- beide stammen ursprünglich nicht aus Europa, gehören mittlerweile jedoch zur Lausitzer Tierwelt.

Ingrid Gärtner mit ihren verlesenen „Schmunzel-Geschichten“ wertete die Stunden der Gemeinsamkeit auf. Die Kaffeetafel war kostenfrei, um eine Spende für die Herzkissen-Spendenaktion der Kyffhäuser Frauengruppe wurde gebeten.

Foto-Impressionen: Herzliche Stimmung bei selbstgebackenen Torten und Kuchen
für die Herzkissen-Spendenaktion der Gronauer Kyffhäuser Frauengruppe

http://www.myheimat.de/alfeld-leine/kultur/herzkis...

Der Bericht und die Fotos wurden vom neuen Heimatpfleger Dieter Schütte, Gronau (Leine) zur Verfügung gestellt.

http://www.reiseland-brandenburg.de/ausfluege/ausf...
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