E.T.A. Hoffmann ein Heiliger?

Bamberg: E.T.A. Hoffmann | E.T.A Hoffmann – ein Heiliger?
Diese recht provozierende Frage erhebt sich, beschäftigt man sich mit den Denkmälern im
„katholischen Bamberg“. Und man soll es nicht für möglich halten – dem ist aber so – an
E.T.A Hoffmann sind im öffentlichen Raum mehr Erinnerungen wie für Heilige die tiefen
Bezug zu Bamberg haben.
Für den Gründer des Bistums Bamberg, Kaiser Heinrich II. (1002-1024) sind zwei
Standbilder vorhanden; ein in der Mitte des 18. Jahrhunderts auf der Unteren Brücke
errichtetes, versank durch das zerstörerische Hochwasser von 1784 in den Fluten der
Regnitz. Das zweite findet sich in luftiger Höhe – am Eingang des Priesterseminar,
Heinrichsdamm 32 - vor. Das Jüngste eine Darstellung des hll. Kaiserpaares Heinrich II.
und Kunigunda von Lützelburg vor einer kirchlichen Einrichtung in der Kleberstraße 28 aus
den 1960er Jahren.
Wie sieht es nun mit Heinrichs Ehefrau Kunigunda aus? - auch nicht viel besser. Das älteste
Standbild aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ist die einzige Figur der 1784 durch
Naturgewalt zerstörten Unteren Brücke. Die zweite und letzte ist eben die Ehepaar-
Darstellung in der Kleberstraße 28. Eigentlich sollte man meinen, daß vor der
Kunigundenschule eine Darstellung dieser Heiligen sich befindet, dem ist aber nicht so, es
handelt sich vor der Schule stehenden Figur um die hl. Elisabeth von Thüringen.
Mit dem zweiten Bistumspatron dem Pommernapostel – Bischof Otto I. (1102-1139) – sieht
es schon besser aus! Vier groß Standbilder finden sich vor: das älteste von 1885 am
Ottoplatz 1, das zweite – wiederum in luftiger Höhe an der Seite Heinrichs II am
Priesterseminar, zwei weitere – private Stiftungen Mitte der 1970er Jahre – vor der
Ottokirche an der Siechenstraße und am Kindergarten „St. Otto“ in der Jäckstraße. Zieht
man dann noch das Brunnenhaus am Ottobrunnen – mit einer frühbarocken Statue hinzu so
kommt man auf die fünfte Darstellung.
Zum Wasserheiligen „Johannes Nepomuk“ finden sich neben drei Großstatuen (Obere
Brücke, Unterer Kaulberg, und im Hain) eine weitere lebensgroße in der Fassade der
Karmelitenkirche und eine halblebensgroße bei der Unteren Mühlbrücke vor. Dies summiert
sich auf 5 Figuren und zieht mit dem hl. Bischof Otto gleich.
Nun warum der provozierende Titel?
Für E.T.A Hoffmann finden sich an Erinnerungsmaßnahmen vor: 1.) Altenburg/
Hoffmannsklause; 2.) Schillerplatz 28 (seinem Wohnhaus), an „Groß“darstellungen: 3.)
Schillerplatz vor der Stadtbau Bamberg; 4.) Hoffmann begegnet dem redenden Hund
Berganza, im Hain; 5.) an den nach ihm benannten Gymnasium, Sternwartstraße. Indirekt
die 6.) Darstellung der Undine (Oper von Hoffmann) in der Richard-Wagner-Straße vor der
ehemaligen LZB-Filiale.
Das war mein Gedankengang bei der Denkmalen-Spaziergang in Bamberg.
E.T.A Hoffmann – ein Heiliger?
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