Bürger und Landwirte aus dem Schwäbischen Donautal schließen erfolgreich Ausbildung zum Muschelbetreuer ab

Naturschutz in der Praxis. Am Weiherbach, Lkr. Bad Tölz konnten vers. Muschelarten entdeckt und bestimmt werden
Vom 31. März bis zum 02. April fand in Freising-Weihenstephan erstmalig eine Ausbildung für lokale Muschelbetreuer statt. Mit dabei auch Teilnehmer aus dem den Landkreisen Dillingen a.d.Donau und Donau-Ries begleitet von Susanne Kling vom Team Natur & Landschaft bei Donautal-Aktiv. Geladen hatte die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) in Zusammenarbeit mit der Muschelkoordinationsstelle Bayern. Ziel des dreitägigen Kurses war es, engagierte Bürger zum Thema Muschelschutz fortzubilden.
Auf dem vielseitigen Programm standen dazu Bestimmungsübungen, rechtliche Aspekte sowie die Planung Schutz- und Managementmaßnahmen anhand von Praxisbeispielen. Abgerundet wurde die Ausbildung durch ein Kommunikationstraining sowie eine Exkursion zu Muschelgewässern in Oberbayern.
Die Initiative, Betreuer vor Ort zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Bachmuschel zu suchen, kam von Donautal-Aktiv e.V. Team Natur & Landschaft. Im Rahmen des Biodiversitätsprojektes „Wieder Schwabens Beste Bachmuscheln“ soll gemeinsam mit den Kommunen und Behörden für den Schutz der Bachmuschel gearbeitet werden. Der Aufbau eines wirksamen Betreuungssystems am Nebel-, Kloster- und Brunnenbach sowie an der Kessel ist dabei im Projekt ein wichtiger Baustein. Dazu bot der Kurs eine optimale fachliche Ergänzung.

Unter den insgesamt ca. 25 Teilnehmern hatten sich sechs Personen aus dem Schwäbischen Donautal für den Kurs angemeldet. Darunter Landwirte, Jäger und Privatpersonen aus Finningen, Lutzingen, Dillingen und Tapfheim.

Susanne Kling, Projektleiterin von Donautal-Aktiv, freut sich über das rege Interesse und Engagement aus der Region.
„Nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort kann der Bachmuschel in unseren Gewässern langfristig geholfen werden. Beim Muschelschutz geht es oft um Stunden, deshalb ist die Arbeit vor Ort so wichtig“.

Bis das Betreuungssystem endgültig steht, wird mit der Bisambejagung an den Gewässern begonnen, erklärt Kling. Nur an den muschelführenden Abschnitten wird gezielt dem aus Nordamerika stammenden Nager nachgestellt, betont die Projektleiterin. Der Bisam, so bewerten aktuelle Untersuchungen, stellt neben der Gewässerverschlammung die größte Gefahr für die Bachmuscheln in unserer Region dar.
Neben den fachlichen Inhalten des Kurses kam aber auch der Spass unter den Mitstreitern nicht zu kurz.
„Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit!“ dankt Kling deshalb den Teilnehmern ausdrücklich zum Abschluss der informativen und erlebnisreichen Tage in Weihenstephan.
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