100mal „On Tour mit dem Donaumobil“: Erstes mobiles Bildungsprogramm der Umweltstation mooseum feiert fünften Geburtstag

Bächingen an der Brenz: Umweltstation Mooseum | Die Augen werden groß, wenn die Kinder Wasser in die Modelle der Donau pumpen und die ersten Häuser überflutet werden. Immer mehr Straßen, Häuser und Felder gehen unter, je länger gepumpt wird – „aber nicht bei der früheren Donau“ stellen die Kinder schnell fest.

Wenn die Umweltpädagoginnen und Umweltpädagogen der Umweltstation mooseum mit ihrem Donaumobil unterwegs sind, klappen sie vor Ort einfach zwei Donaumodelle von ihrem Anhänger herunter: „So schaut die Donau heute aus – begradigt, und so hat sie vor ca. 200 Jahren ausgesehen, mit vielen Flussarmen und Kiesstrand.“ Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind gleichermaßen begeistert, wenn sie nach dem Erklären endlich Wasser durch den Fluss pumpen dürfen und sehen, was bei Hochwasser passiert. Auch Wasserkraft, die Donau als Wasserstraße und die Biotope der Aue sind Thema des Bildungsprogrammes.
Im Anschluss werden die Teilnehmer selbst aktiv. Ausgerüstet mit Keschern und Becherlupen gehen die in einen nahegelegen Bach oder Tümpel um nach Wasserlebewesen Ausschau halten. Kaum zu bremsen entdecken sie Köcherfliegenlarven, Frösche, Fische, Libellenlarve oder auch mal eine Biberspur. „Das Tiere suchen war das Beste“ bekommen die Mitarbeiter des mooseums in der Abschlussrunde immer wieder gesagt.
Doch damit ist die Angebotspalette noch nicht zu Ende. Wer das Donaumobil bucht kann außerdem verschiedene „Zusatzmodule“ dazu buchen – also eigene Kunstwerke gestalten, selbst Gedichte oder Geschichten schreiben oder aus Sand, Ästen und Steinen seine Wunschdonau bauen.

Das Bildungsangebot „On Tour mit dem Donaumobil“ gibt es mittlerweile seit über fünf Jahren und wurde im Juli diesen Jahres zum 100. Mal durchgeführt. Keineswegs nur Schulklassen aus dem Landkreis waren zu Gast, ganz im Gegenteil: Kinder und Jugendliche konnten bei Donaufesten in Neuburg, Ingolstadt oder Ulm die Modelle fluten. Gruppen aus der Ukraine, Italien und Nigeria interessierten sich für die Entwicklung der Donau und auch die Schullandheime Bliensbach, Zusamzell und Stoffenried haben das Donaumobil in ihr Angebotssprektrum aufgenommen.
„Das Donaumobil ist ein voller Erfolg. Kein anderes Bildungsprogramm des mooseums wird so durchgängig gebucht und gelobt. Wenn wir Glück haben, dürfen wir noch oft On Tour gehen“, hofft Diplom-Biologe Sebastian Diedering, der das Donaumobil seit Anfang an begleitet.
Denn so selbstverständlich ist das Angebot der Umweltstation nicht. Förderer und Sponsoren, wie das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, die Lechwerke AG sowie Firmen und Banken der Region unterstützten dieses Bildungsprogramm bisher.

Interessierte Schulen, Gemeinden oder andere Gruppen können sich bei Interesse gerne unter der Telefonnummer 07325-952583 oder per E-Mail info@mooseum.net an das mooseum wenden.
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