Sonne, Wind und Wasser: Die Energiewende als spannende Audio-Quiztour

Von links: Erich Herreiner (LEADER-Manager, AELF Nördlingen), Marco Neises (LAUSCHTOUR), Thomas Wörz (1. Bürgermeister Markt Offingen), Tobias Bühler (1. Bürgermeister Gundremmingen), Leo Schrell (Landrat Landkreis Dillingen a.d. Donau), Franz Kukla (1. Bürgermeister Gundelfingen a.d. Donau), Lothar Kempfle (Donautal-Aktiv e.V.), Wolfgang Schenk (1. Bürgermeister Lauingen (Donau)
Die Energiewende ist in aller Munde – doch meist als großes, abstraktes, kaum verständliches Thema, so Leo Schrell, Dillinger Landrat und Vorsitzender von Donautal-Aktiv. Im Schwäbischen Donautal hingegen sind erneuerbare Energien bereits heute ein dominierender Bestandteil der Energieversorgung. Ob Wasserkraft, Solarenergie, Biogas oder Windkraft: In der Region wird Strom schon lange nicht mehr überwiegend aus fossilen Brennstoffen oder Atomkraft produziert. Doch auch diese neuen Energienformen sind erklärungsbedürftig und nicht konfliktfrei.

Die Initiatoren der vier Projektkommunen Gundremmingen, Offingen, Gundelfingen und Lauingen haben zusammen mit dem Regionalentwicklungsverein Donautal-Aktiv und dem Zentrum für regenerative Energien Schwaben nun eine spielerische Antwort auf ein komplexes Thema gefunden: Schnitzeljagd anno 2015! Im Schwäbischen Donautal können Radler ab sofort die Energiewende erfahren – und zwar im wahrsten Wortsinn. Die Donautal-Quiztouren-App auf dem Smartphone weist mit der Energie-Quiztour den Weg, hält jede Menge Information bereit – und stellt Quizfragen zum Thema. Außerdem regen interaktive Informationsstationen zum Nachdenken an und schaffen über Kurzfilme Zugang zu den sonst nicht zugänglichen Anlagen. Hintergrundinformationen auf allen Ebenen!

Mitbringen müssen Interessierte nur ihr Fahrrad und ein Smartphone, auf das sie die App geladen haben – und schon kann es losgehen! 41 Kilometer auf leichter Strecke. „Einsteigen kann man an allen Orten entlang des Weges, in Lauingen, Grundremmingen, Offingen oder Gundelfingen“, wie Projektkoordinator Lothar Kempfle sagt. Die beschilderte Route ist dabei hoch authentisch. „Bis auf Geothermie haben wir alles in Form realer Anlagen, was zukünftig unsere Energieversorgung ausmachen soll. Und das zum Teil mehrfach“, so Leo Schrell, von Tour und Technik begeistert.

An den Stationen werden nicht nur Informationen über Audiobeiträge aufbereitet, sondern auch Fragen gestellt – eine Schnitzeljagd in Anlehnung an die Lauschtouren, die es bereits in der Region gibt. Und einen Mehrwert gibt es noch dazu: breites, fundiertes Wissen rund um die Energiewende. Wer kein Smartphone hat, kann sich auf den interaktiven Tafeln informieren. Bei einigen der Anlagen ist es nicht möglich, im laufenden Betrieb einen Blick hinein zu werfen – darum gibt es kleine Filme über den Betrieb die über einen QR-Code an Ort und Stelle heruntergeladen werden können.

Neben diesen großen Haltepunkten auf der Strecke gibt es jede Menge Quizpunkte, auf die durch kleine Tafeln am Weg hingewiesen wird und die sich beim Radeln automatisch auf dem Smartphone einblenden. Damit die Energieinteressierten die vielen neuen Informationen verarbeiten können, haben sich die Macher noch etwas Entspannendes einfallen lassen: Am Wegesrand wurden Ruheliegen installiert, „zum Energie tanken – nach dem Energie-Wissen“, sagt Kempfle. Denn eines ist den Projektverantwortlichen wichtig: Bei dem Quiz geht es nicht darum, als erster am Ziel zu sein, sondern fundierte Kenntnisse zur Energiewende spielerisch zu vermitteln. Und um den Spaß beim Quizduell in der Gruppe! „Außerdem soll man die herrliche Landschaft im Donautal genießen“, so Lothar Kempfle, denn die Strecke ist jenseits der Energie ein echter Genuss.

Gut 18 Monate hat die Entwicklung der Quiz-App gedauert, von der Idee bis zu Fertigstellung. Mit einer neu entwickelten Technik wurde der Spagat zwischen multimedialer Informationsvermittlung, Geocaching und Quizelementen geschafft. Finanziert wurde das Pilotprojekt von den Projektgemeinden mit Unterstützung der Europäischen Union. Rund 22.000 Euro aus dem EU-Förderprogramm LEADER in ELER flossen in das Projekt. Neben der redaktionellen und konzeptionellen Bearbeitung durch das Donautal-Aktiv Team und die Firma Lauschtour, haben bei der inhaltlichen Entwicklung das Zentrum für regenerative Energien Schwaben in Lauingen sowie die Energieexperten der Anlagenbetreiber mitgearbeitet, zudem das Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.gersthofer | Erschienen am 01.08.2015
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