Warum in die Ferne schweifen? Kurz-Urlaub am Zwischenahner Meer

Jugendherberge Bad Zwischenahn
 
Hier kann man sich nach Herzenslust sportlich betätigen...
Bad Zwischenahn: Jugendherberge | Eine ganze Weile - viel zu lange - waren wir nicht mehr gemeinsam im Urlaub gewesen. Vor einigen Wochen ergab sich dann allerdings spontan die Möglichkeit, mal ein paar Tage wegzufahren. Unsere Bedingungen: 1. wir wollten ans Wasser 2. wir wollten das klapprige Auto zuhause lassen und mit der Bahn fahren und 3. da wir seit Ewigkeiten einen Jugendherbergsausweis besitzen, wollten wir ihn mal wieder aktiv nutzen!

Unter diesen Voraussetzungen kristallisierte sich relativ schnell Bad Zwischenahn heraus - auch wenn wir zunächst eher an die Nordsee gedacht hatten. Aber: es war letztendlich goldrichtig, sich für das Ammerland zu entscheiden, und v.a. die Jugendherberge können wir wärmstens weiterempfehlen. Ein kleiner Reisebericht.

Tag 1: wir steigen mittags zuhause in den Bus, kaufen ein Niedersachsenticket, nehmen anschließend die S-Bahn und dann ab Hannover den Zug Richtung Norddeich Mole, der alle 2 Stunden fährt und uns direkt nach Bad Zwischenahn bringt. Vom dortigen Bahnhof sind es zu Fuß etwa 30 Minuten bis zur Jugendherberge. Wer relativ fit ist und nur Gepäck für 3 Tage dabei hat (traf zum Glück beides auf uns zu) kann die Strecke gut zu Fuß schaffen (eine Alternative wäre das Taxi). Auf dem Weg durch die Bahnhofstraße, die Haupteinkaufsstraße und an der Rehaklinik vorbei fällt uns auf, dass wir den Altersdurchschnitt offensichtlich deutlich senken ;-) In und an der Jugendherberge relativiert sich dieser Eindruck allerdings, denn dort sind auch viele Jugendliche und Familien mit Kindern. Wir werden freundlich und kompetent empfangen und richten es uns in unserer "Dachkammer" gemütlich ein. Abendessen gibt es auch gleich: ein leckeres Salatbüffet und Spaghetti Bolognese. Dazu sitzen wir auf der Terrasse mit Ausblick auf das große Gelände und einem Stück Zwischenahner Meer. Eine Gruppe grillt, wir spielen eine Runde Tischtennis, andere spielen Volleyball. Später fängt jemand, der eine Gitarre dabei hat, am Lagerfeuer an zu singen. Als kurz nach 21 Uhr die Sonne untergeht, sitzen viele Gäste auf dem Bootssteg (die JH hat eine eigene Segelschule), um sich das spektakuläre Schauspiel nicht entgehen zu lassen.

Tag 2: Frühstück gibt es bereits ab 7:30 Uhr, aber wir stehen erst etwas später auf. Viele Leckereien warten im Speisesaal auf uns: Kaffee und Tee, verschiedene Brötchen und Aufstriche, Käse, Wurst, Joghurt, Obst. Wer hungrig den Tisch verlässt, ist selbst schuld!
Heute machen wir uns auf (Fußweg: 20 Minuten) in Richtung Kurpark. Dort steht eine sehr schöne Kappenwindmühle, Teil des Freilichtmuseum Ammerländer Bauernhaus. Von Außen kann man sich alle Gebäude jederzeit kostenlos ansehen. Einige sind nachmittags auch von innen zu besichtigen (gegen Eintritt, zurzeit 6 €). Da es allerdings noch früh am Tag ist, gehen wir auf Rundfahrt mit der Weißen Flotte und erfahren nebenbei eine Stunde lang allerhand Informatives über das Zwischenahner Meer. Mittags machen wir es uns auf einer der vielen Parkbänke gemütlich, plündern unser Lunchpaket und schreiben Postkarten. Nach einem Schaufensterbummel entlang der Einkaufsstraße gelangen wir am Ende zur St.-Johannes-Kirche und sind überrascht über deren wunderschönen Innenraum. Das hat sich wirklich gelohnt.
Nun aber zurück zur Jugendherberge! Es gibt Fisch und Salat und - na klar! - wieder einen romantischen Sonnenuntergang, quasi zum Dessert :-)

An Tag 3 machen wir uns auf nach Oldenburg, nur gut 10 Zugminuten entfernt. Spätestens ab mittags ist deutlich zu spüren, dass wir uns in einer Großstadt (immerhin der drittgrößten Stadt Niedersachsens) befinden - es gibt lange Autoschlangen vor den Parkhäusern; viele nutzen den Samstag zum Shoppen. Auch wir verzichten heute mal auf "Kultur". Zwischendurch nehmen wir uns Zeit für einen Kaffee und zum Leute-Beobachten. Uns fällt positiv auf, dass es hier noch viele inhabergeführte Läden gibt im Gegensatz zum Einheitsbrei an Einzelhandelsketten in manch anderen Städten. Trotzdem ist Shoppen irgendwie ermüdend, und so machen wir uns schon am Nachmittag auf den Weg zurück nach Bad Zwischenahn.
Abends am See weht ein ziemlich kühler Wind. Aber auch am letzten Abend vor unserer Abreise gibt es natürlich wieder "Sonnenuntergangs-TV" - live!

Tag 4: nach dem Frühstück und dem Brötchen-fürs-Lunchpaket-Schmieren machen wir uns auf zum Bahnhof (wir werden wohl die Frage nie klären, warum das Gepäck auf dem Rückweg grundsätzlich viel mehr wiegt als auf dem Hinweg...!). Wir haben Glück, alles geht glatt auf der Heimreise und wir kommen bestens erholt wieder zuhause an. Schön wars!
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13 Kommentare
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Werner Szramka aus Lehrte | 08.08.2016 | 18:43  
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Wolfgang Nieschalk aus Nordstemmen | 08.08.2016 | 20:49  
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Heike L. aus Springe | 24.09.2016 | 20:46  
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