Glockenläuten im Kirchenkreis Eder zum Gedenken an die vertriebenen Armenier

Glockenläuten im Kirchenkreis Eder zum Gedenken an die vertriebenen Armenier

Am Freitag, den 24. 4. jährt sich zum 100. Mal der Beginn der Vertreibung der Armenier aus dem Osmanischen Reich. Auf Anregung des Arbeitskreises Christlicher Kirchen wird an diesem Tag dieses ersten Völkermordes des 20. Jahrhunderts gedacht.

Um 17.00 Uhr läuten in vielen Orten die Kirchenglocken zum Gedenken der Verfolgten und Ermordeten. Damit erinnern die Kirchengemeinden an die 1,5 Millionen armenischen sowie die weiteren 600 000 Christen aramäischer, chaldäischer, assyrischer und griechischer Abstammung, einschließlich Katholiken und Protestanten, die gemeinsam mit ihren armenischen Glaubensgeschwistern ermordet wurden. Sie erinnern aber auch an alle Menschen, die heute von Vertreibungen und Vernichtung bedroht sind wegen ihres Glaubens, ihrer kulturellen oder ihrer nationalen Identität.

Diese Erinnerung hat traurige Aktualität: Im Blick sind auch die Menschen, die gegenwärtig auf der Flucht sind und im Mittelmeer vor den Toren Europas ums Leben kommen. Mit dem Läuten der Glocken wird auch auf ihr Schicksal aufmerksam gemacht.
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Heinz Happe aus Bad Wildungen | 23.04.2015 | 17:36  
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