Eine bekannte Diskussion ist die über die Pflicht zur Katzenkastration, darum ist es im Grunde überflüssig, die Argumente aufzuzählen.
Leider werden offenbar immer weniger Tiere kastriert, ich vermute, dass die allgemeine wirtschaftliche Lage dazu als Grund genommen wird.
Dadurch wird das Problem der Katzenüberpopulation aber ständig vergrößert.
Alles "Fundtiere" die jetzt vom Steuerzahler und freiwilligen Spendern versorgt werden.
Die Alternative wäre nur sie zu töten, aber für diese Lösung hebt doch hoffentlich niemand seinen Finger.
Viel besser wäre es, wenn sie nicht geboren würden.
Wer kann sich bei solchen Bildern noch gegen Kastration aussprechen?
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> "Eine bekannte Diskussion ist die über die Pflicht zur Katzenkastration, darum ist es im Grunde überflüssig, die Argumente aufzuzählen"
Es gibt doch nur einen Grund, den Tieren etwas herauszuschneiden - es geschieht zum Nutzen (Vereinfachung der Haltung) des Nutztierhalters.
Diese Organentnahme dürfte eigentlich dem Tierschutzgesetz widersprechen, denn dort gilt "Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen" - siehe: http://bundesrecht.juris.de/tierschg/__1.html
Eine Pflicht zur Massenzerschneiderei dürfte da erst recht dem gesetz widersprechen.
> "Leider werden offenbar immer weniger Tiere kastriert, ich vermute, dass die allgemeine wirtschaftliche Lage dazu als Grund genommen wird."
Da die Nutztierhalter, die sich Katzen halten, eher nicht zum armen Drittel gehören, könnte es ja auch ein Umdenken ein Grund sein. Oder es ist ihnen schlicht wurscht.
> "Dadurch wird das Problem der Katzenüberpopulation aber ständig vergrößert"
Bei rein freilebenden Katzen reguliert sich das von selbst, wie überall in der Natur.
Überpopulationen gibt es doch nur, wenn der Mensch eingreift - sei es durch Futtergabe oder sei es durch die sogenannte Freigängerhaltung, wo der Halter sein Tier einfach zeitweise aussetzt und es sich selbst überlässt.
> "Alles "Fundtiere" die jetzt vom Steuerzahler und freiwilligen Spendern versorgt werden"
Wie teuer wird das wohl erst, wenn auch noch Ratten, Kakerlaken, Wühlmäuse und Nacktschnecken als Fundtiere anfallen und versorgt werden müssen.
> "Die Alternative wäre nur sie zu töten, aber für diese Lösung hebt doch hoffentlich niemand seinen Finger. Viel besser wäre es, wenn sie nicht geboren würden"
Warum sollte man Tiere einfach so töten???
Die Halter könnten ja auch mal mehr Verantwortung übernehmen und ihre Tiere besser überwachen bzw. nur im Haus halten - oder sich für mehr Tierschutz und Tierliebe entscheiden und zur Nichthaltung übergehen.
> "Wer kann sich bei solchen Bildern noch gegen Kastration aussprechen?"
Jeder, der den Tieren ihr natürliches Leben, ihre Unversehrtheit (ihr RECHT auf Unversehrtheit), ihren Spaß, ihr Sozialleben, usw. gönnt!
Ausserdem ist auf den Bildern keine Erkrankung zu erkennen, die man mit dem geforderten Zerschneiden heilen könnte. Allerdings wurden sie eingefangen und eingesperrt und müssen nun in Gefangenschaft dahinvegetieren.
BTW und nicht zuletzt: Ich bin damit aufgewachsen, dass Nutztierhaltung normal ist. Und es ist alles Nutztierhaltung - egal, ob nun Schweine für den Gaumen des Halters gehalten werden oder Katzen für den Spaß des Halters.
Und da wurde noch nie viel Rücksicht auf die Tiere genommen und auch nicht selten an ihnen herumgeschnitten. Ob es nun Hundeohren und -ruten sind, die zurechtgeschnitten werden wegen der Optik - oder ob man wegen Haltungserleichterung Katzen kastriert und dem Geflügel die Schnäbel stutzt.
Schön ist das nicht, aber es wird praktiziert und wenn man damit aufwuchs, kann man ein Auge zudrücken. Ich hab auch selbst Tiere gehalten und ich esse sie mit Begeisterung, weshalb ich versuche, keinen wegen der erwähnten Quälereien persönlich anzugreifen.
Aber dann sollen es die Ausführenden auch ehrlich zugeben, dass sie diese Nachteile und Quälereien dem Tier einzig zu ihrem eigenen, persönlichen Vorteil und Nutzen antun und nicht irgendwelche Märchen erfinden, mit denen sie sich herausreden wollen. Denn auf diese Herumwinderei reagiert wohl jeder dann doch etwas mürrisch.
PS: Es ist übrigens nicht einfach, das zuzugeben - das war auch bei mir ein langer Prozess und ich fand anfangs jeden doof, der mir z.B. die Sittichhaltung vorwarf ;) Aber irgendwann tuts nicht mehr weh, ehrlich zu sein ;)
Gestern wurde von einem verantwortungsvollen Hof in der Stadt um Hilfe gebeten. Man hatte eine verwilderte junge Katze gesehen und nach ihr gesucht. Als man sie wiederfand lag bei ihr ein totes Kitten, die Nachgeburt hatte sie nicht losbekommen, der Nabelschnur-Rest hing an ihr, schon von Maden befallen die bis in die Mutterkatze vorgedrungen waren. Die war völlig schwach und apathisch, ihre hintere Körperregion eitrig-stinkig.
Bei einer Ultraschalluntersuchung fand sich noch ein Kitten in ihr, aber es waren keine sicheren Lebenszeichen mehr festzustellen. Eine Narkose hätte die Katzenmutter nicht mehr überlebt, so blieb nur, sie und damit das vielleicht noch ein bisschen lebende Kitten zu erlösen. Ob sie an anderer Stelle noch Babys bekommen hat wird kaum noch festzustellen sein.
Ein solches Drama mussten unsere TH-Mitarbeiterinnen in den letzten Wochen schon dreimal erleben und verdauen.
Zitat zum 07.11.09 Ausserdem ist auf den Bildern keine Erkrankung zu erkennen, die man mit dem geforderten Zerschneiden heilen könnte. Allerdings wurden sie eingefangen und eingesperrt und müssen nun in Gefangenschaft dahinvegetieren.
Keines der in den Bildern gezeigten Tiere muss in Gefangenschaft dahinvegetieren. Sie alle wurden liebevoll gepflegt, medizinisch versorgt und vermittelt.
> "Keines der in den Bildern gezeigten Tiere muss in Gefangenschaft dahinvegetieren. Sie alle wurden liebevoll gepflegt, medizinisch versorgt und vermittelt"
Natürlich sind sie in Gefangenschaft, denn du sagst es doch selbst: "...und vermittelt"
Wenn sie an Halter vermittelt wurden, SIND sie in Gefangenschaft.
Das ist auch keine Behauptung meinerseits, sondern nur eine Feststellung der Realität.
Bettina
am 01.10.2010 um 11:31 Uhr
An Andreas:
ich finde es erschreckend mit diesem Halbwissen so loszuschlagen. Die Katzen, um die es sich hierbei handelt, sind Haustiere und nicht Wildtiere. Daher ist ein Vergleich mit Ratten etc. überflüssig und rein polemisch. Die Wildkatze steht unter Schutz und steht nicht zur Diskussion. Für Haustiere trägt der Mensch bzw. Halter auch rein rechtlich die Verantwortung, wie bei Hunden auch. Mit der Registrierung soll zudem die Rückführung von Fundtieren erleichtert werden. Auch das Tierschutzgesetz § 6 sieht die Kastration als Möglichkeit vor. Die "Zerschneidung" der Tiere kann zwar nicht heilen, schützt aber vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Abschließend halte ich es für pervers, das Leid eines Tieres mit dem anderer Tiere zu rechtfertigen. Dass die Nutztierhaltung in der heutigen Form völlig unakzeptabel ist, ist ein anderes nicht weniger wichtiges Thema. Aber du möchtest doch nur dein Gewissen reinwaschen.
> "Die Katzen, um die es sich hierbei handelt, sind Haustiere und nicht Wildtiere. Daher ist ein Vergleich mit Ratten etc. überflüssig und rein polemisch"
Warum ist das polemisch? Sind Ratten weniger wert? Achso.
> "Auch das Tierschutzgesetz § 6 sieht die Kastration als Möglichkeit vor"
Falsch!
Siehe Tierschutzgesetz: "§ 1 (...) Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.
§ 2 Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
1.muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
2.darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
3.muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen." http://bundesrecht.juris.de/tierschg/BJNR012770972...
> "Die "Zerschneidung" der Tiere kann zwar nicht heilen, schützt aber vor sexuell übertragbaren Krankheiten"
Und? Sollen wir jetzt alle kleinen Mädchen und Jungen kastrieren, weil sie sich sonst später sexuell übertragbare Krankheiten einfangen könnten? Was ist das denn für eine Logik?!? *entsetztguck*
> "Abschließend halte ich es für pervers, das Leid eines Tieres mit dem anderer Tiere zu rechtfertigen. Dass die Nutztierhaltung in der heutigen Form völlig unakzeptabel ist, ist ein anderes nicht weniger wichtiges Thema. Aber du möchtest doch nur dein Gewissen reinwaschen"
Nicht ich rechtfertige das.
Und das mit der Nutztierhaltung - zu der auch die Haustierhaltung gehört - habe ich nur festgestellt. Ob nun Katzen zurechtgeschnitten werden oder Schweine oder Hühner - der Mensch/Halter macht das halt zu SEINEM Spaß und Nutzen und das Tier wird nicht gefragt, ob es das will. Das sind doch die Fakten - und nicht ICH versuche mich reinzuwaschen.
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