29. Swiss Alpine in Davos

Am Start mit Karl und Conny
  Der 125. Marathon/Ultra sollte für Detlef Erasmus vom LT SC Bad Münder wieder ein besonderer Lauf in seiner sportlichen Karriere sein. So fiel die Entscheidung auf den größten Berg-Ultramarathon der Welt (O-Text Ausschreibung), den 29.Swiss Alpine in der Schweiz. Mit 79km und über 2600Hm war es seine größte sportliche Herausforderung, der er sich stellte.
Viele Trainingsläufe mit einigen Höhenmetern gehörten genauso zum Training, wie sehr lange Läufe über mehr als 4-7 Stunden. Aber nicht nur das Training gehörte in die Vorbereitung, sondern auch die Gewichtsreduzierung und die mentale Einstellung, zu diesem Lauf zu finden. 2013 war es recht warm in Davos und so hatte die Hitze der letzten Wochen beim Training in Bad Münder auch ihr Gutes.
Um sich an die Höhe des Laufs zu gewöhnen, reiste D.E mit seiner Frau Cordula bereits am Dienstag vor dem Rennen in Davos an. Das Training war beendet und so konnte man die Schönheit der Schweizer Berge mit kleinen Wanderungen genießen. Am Tag vor dem Lauf war es wolkenlos bei 24 Grad und die Hoffnung auf gleiches Wetter am Wettkampftag war groß. Das abendliche Gewitter kündigte aber leider schon den Wetterwechsel an.
Beim Start um 7 Uhr war der Himmel bedeckt aber trocken bei 10 Grad. Knapp 1000 Starter hatten sich für die Ultrastrecke angemeldet. Nach einer Stunde fing es dann an zu regnen und es hörte den ganzen Tag nicht mehr auf. Auf dem ersten Teilstück bis nach Filisur (30 km) waren bereits 1000 Hm zu überwinden, obwohl der Ort fast 500 Hm tiefer liegt als Davos. Die Laufstrecke würde zunehmend matschiger und schwerer zu laufen, aber sie war sehr abwechslungsreich mit vielen Höhenpunkten wie dem Landwasser Viadukt. Das nächste Teilstück war gespickt mit vielen Steigungen, die leider zum Marathonziel bei 42 km in Bergün alle wieder herabgelaufen werden mussten. Fast 150 Ultras entschieden sich zum Ausstieg mit Marathonwertung.
Danach begann der Aufstieg über Chants in 1822 Meter zur Keschhütte in 2632 Meter Höhe. Der Regen ließ die schmalen Trails zu kleinen Flüssen werden. Trotzdem nahm sich D.E. immer wieder die Zeit, noch ein paar Fotos zu machen. Als die Keschhütte zwischen den Wolken das erste Mal zu sehen war, waren es aber immer noch mehr als 30 Minuten Anstieg. Oben angekommen bei km 55 waren es dann nur noch 3 Grad und die Läufer genossen die warme Bouillon vor Ort.
Danach kam der erste schwere Abstieg zum Panoramatrail, der mit dem höchsten Punkt der Strecke, dem Sertigpass in 2739 M endete. Dort angekommen, nahmen Wolken den Läufern die Sicht und es war schwer, diesen extremen Abstieg zu meistern. Komplette Flüsse und Geröllfelder mussten durchquert werden. Erst nach Chuealp in 2200 M konnte man wieder ans Laufen denken. Dank guter Renneinteilung schaffte es D.E., trotz weiterer Anstiege von dort aus die kompletten letzten 15 km über Sertig bis ins Ziel zu laufen und konnte so noch viele Plätze gut machen.
Nach 11:36 Std lief er glücklich als 30. in der M55 und Platz 399 Gesamt ins Ziel im Davos Stadion. Dort begrüßte ihn seine Frau und er bekam dort das ersehnte Finisher Shirt.
Wie viele andere Läufer stellte er im Ziel fest, dass die neue Streckenvariante bis Filisur 3 Zusatzkilometer gebracht hat, denn auf den GPS Uhren war der L78 mindestens 82km lang.
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