Scholben-Wehrbrücke unansehnlich und stark sanierungsbedürftig

Auch am Beton des Wehres und der Stützpfeiler hat der Zahn der Zeit genagt.
Wichtige Verbindung zwischen Stadt und Kirchberg

Bad Lauterberg (bj). Die Scholben-Wehrbrücke der Oder, die eine wichtige und kurze fußläufige Verbindung zwischen der Innenstadt und des Kur-Touristikviertels mit dem Kirchberg mit seinen Kliniken, Pensionen und Wohnhäusern darstellt, ist von Grund aus sanierungsbedürftig.

Darauf verwies jetzt das Ratsmitglied Fritz Vokuhl (Grüne), denn der Rost hat derart stark an dem Oberbau genagt, dass das Bauwerk nicht nur unansehnlich für die Benutzer Stadt geworden ist, sondern muss sicherlich über kurz oder lang auch wegen der Baumängel gesperrt werden muss. Auch an den Stützpfeilern und der Betonunterbau der 1904 schwerbeschädigten und 1905 ersetzten Wehrbrücke hat der Zahn der Zeit erheblich genagt. Der Vorläufer dieser Wehrbrücke wurde bereits 1733 erbaut, denn so lange gibt es schon den Hüttengraben, der die Königshütte mit dem Wasser der Oder als Energiequelle versorgt. Wurden früher bis zu 23 hölzerne Wasserräder angetrieben, so treibt das Wasser heute noch zwei Turbinen im Industriedenkmal Königshütte zur Stromerzeugung an. Somit ist auch die Königshütte Eigentümer des Scholbenwehres und müsste sich schon im eigenen Interesse für eine Sanierung des Bauwerkes einsetzen. Allerdings ist der Betrieb seit einiger Zeit in Insolvenz.

Im Haushaltsplan 2011 waren in der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung für 2012 bis 2014 Verpflichtungsermächtigen in Höhe von 48.400 und 86.000 Euro für die Sanierung des Forellenbecken und einer Fischtreppe im Bereich Scholbenwehr vorgesehen, vom Stadtrat beschlossen und auch vom Landkreis genehmigt worden. „Gegen die Stimmen der Bürgerinitiative wurde dieser Ansatz im Haushaltsplan 2012 nach Beratung am 10. Mai 2012 auf Vorschlag des Bürgermeisters und der Verwaltung ohne Not gestrichen“, so Fritz Vokuhl. Lediglich noch zur Amtszeit von Bürgermeister Otto Matzenauer wurde der Kies aus dem Forellenbecken entfernt, welcher in der Zwischenzeit allerdings zum Teil wieder vorhanden ist.

„Es darf nicht sein“, so Vokuhl weiter, „dass die Stadtverwaltung das Problem weiter vor sich herschiebt, sondern es muss schnellstmöglichst eine Wiederaufnahme der Gespräche zwischen der Stadt und der Königshütte erfolgen. Um unsere Stadt zukunftsfähig zu erhalten brauchen wir eine intakte Verbindung der Innenstadt mit dem Kirchberg, gleichzeitig sind die Wehrbrücke, der Hüttengraben und die Königshütte wichtige Bestandteile der Geschichte unserer Stadt und müssen erhalten bleiben“.
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