DGB informierte zur Europawahl - Bodenzeitung in Bad Lauterbergs Hauptstraße

Der Informationsstand und die Bodenzeitung in der Hauptstraße.

Bad Lauterberg (DGB). Erstaunt, aber mehrheitlich interessiert reagierten die Besucher des Bad Lauterberger Boulevards am vergangenen Samstag im Fußgängerbereich der Bad Lauterberger Hauptstraße. Dort informierte der DGB-Kreisverband Osterode die Passanten über Fakten und Mythen die in Zusammenhang mit der am 25. Mai 2014 stattfindenden Europawahl stehen.

Unter dem Motto „Wählen gehen – Ein starkes Parlament für ein besseres Europa“ sensibilisierten der DGB-Kreisvorsitzende Klaus-Richard Behling und einige Angehörige des DGB-Kreisvorstandes die Bürgerinnen und Bürger hinsichtlich der Wichtigkeit der kommenden Europawahl. Durch eine eigens gefertigte Bodenzeitung, welche sich über einen Teil der Hauptstraße erstreckte, wurden die Ziele des DGB und der Gewerkschaften visualisiert. Behling und seine Vorstandskollegen informierten und diskutierten mit den Interessierten über die anstehende Europawahl.
So war Einigen bislang unbekannt, dass mittlerweile nahezu achtzig Prozent der in Deutschland existierenden Gesetzgebung ihren Ursprung bereits in Europa hat und in Brüssel und Straßburg verabschiedet wird. Immer wieder kam die Meinung auf, dass eine rigorose Sparpolitik, um Europa aus der Krise zu führen, doch alternativlos sei. Hier sind DGB und Einzelgewerkschaften einer anderen Auffassung und räumen ein, dass diese Politik zunächst als ein Weg aus der Krise angesehen werden könnte. Aber durch den öffentlichen Sparkurs würden den Unternehmen und Betrieben auch wichtige Einnahmen wegbrechen. Die Wirtschaftsleistung bricht ein, Steuereinnahmen fehlen. Wenn Haushalte nicht mehr konsumieren, Unternehmen nicht mehr investieren und die öffentlichen Leistungen gekürzt werden, sinkt auch das Volkseinkommen, argumentierten die Gewerkschaftler. Um diesem Dilemma vorzubeugen habe der DGB einen sogenannten „Marshallplan für Europa“ entwickelt. Nicht die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Griechenland oder Italien sind Schuld an der vorherrschenden Krise in einigen Ländern Süd- und Südosteuropas. Vielmehr hat die Lobby aus Banken, „Zockern“ und Neoliberalisten in diese Krise, aus welcher mittlerweile eine tiefgreifende soziale Krise in Europa geworden ist, geführt. Wir brauchen ein starkes, solidarisches und soziales Europa, so die Inhalte der Gewerkschaftler.

Darum ist es wichtig wählen zu gehen, die Botschaft des DGB und seiner Einzelgewerkschaften, ohne konkrete Parteiempfehlungen abgeben zu wollen. Gute Arbeit, faire Mobilität und soziale Sicherheit führen auch in ein sicheres Europa, so die Botschaft der Gewerkschaftler. Auch votierten die Gewerkschaftler für demokratische Reformen, mehr Bürgerbeteiligung und Teilhabe, sowie starke Grundrechte in Europa und brachten ihre Ziele durch Texte und Karikaturen auf der mitgebrachten Bodenzeitung zum Ausdruck.

Fotos: Bernd Jackisch

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Der Informationsstand und die Bodenzeitung in der Hauptstraße.
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