BI „Für Osterode“ besichtigt Windpark Königshagen - Offizielle Einweihung der Anlage am 2. Mai

Horst Winter erläutert den interessierten Gästen im Schaltschrankraum der Anlage den Betrieb der Windkraftanlagen.
 
Auf einem Monitor lassen sich die Betriebszustände der Windkraftanlage ablesen.
Bad Lauterberg (bj). Noch bevor am 2. Mai, ab 11 Uhr, der Windpark Königshagen offiziell eröffnet wird, konnte die „Bürgerinitiative Für Osterode e.V.“ mit einer Reihe von Mitgliedern und Freunden auf Initiative und Vorbereitung des Kreistagabgeordneten Klaus Richard Behling (BI) die drei neuen Windkraftanlagen in Königshagen besichtigen.
An das Netz gingen die drei Anlagen, so Horst Winter und Holger Luthin, gerade noch rechtzeitig vor der Weihnachtspause der Windkraftanlagenmonteure am 19. Dezember 2014. Nach dem feierlichen 1. Spatenstich im Juli 2014, so die Betreiber der Anlage, wurden zunächst die Zufahrtstraßen durch die Königshagener Feldflur von der Barbiser Straße aus schwerlastgerecht ausgebaut und dabei die Kurvenradien vergrößert. Weiterhin wurden die Standplätze für Schwerlastkräne befestigt und danach die gewaltigen Fundamente der Windkraftanlagen aus Stahlbeton gegossen. Diese haben jeweils einen Durchmesser von 16 Metern und geben mit einem Eigengewicht von etwa 1.000 Tonnen den Anlagen des Herstellers Senvion MM 100 einen sicheren Stand. Dem Baubeginn für das Millionenprojekt, nahe der Landesgrenze zu Thüringen, waren viele Monate Zeit für die Genehmigungsverfahren und Gesprächen mit den Stromversorgern vorausgegangen. Die östliche Anlagen speist ihre Energie in das Netz der Harzenergie in Richtung Barbis ein. Die zwei weiteren Anlagen sind an das Thüringische Hochspannungsnetz angeschlossen. Dies, so Horst Winter und Holger Luthin war nötig, weil man sonst noch ein Umspannwerk hätte bauen müssen. Dann aber wiederum hätte sich das Projekt nicht mehr gelohnt, obwohl das EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) Einspeisevergütungen für die nächsten 20 Jahre garantiert.
Während in der zweiten Oktoberwoche die ersten drei 50 Meter langen Flügelteile
Angeliefert wurden, so erreichten in der zweiten Novemberwoche die letzten Flügel das rund 330 Meter über dem Meeresspiegel liegende Baugebiet in Königshagen. Zwischenzeitlich kamen auch jeweils die vier Turmteile jeder Anlage sowie die Generatoren in das abseits gelegene Baugebiet. Verschiedene weitere Schwertransporte waren dann noch nötig, um die Einzelteile für den Schwerlastkran zum Aufbau der Windkraftanlagen anzuliefern. Am 11. November war auch dieses Monstrum aufgerichtet und es wurde zunächst mit der Montage verschiedener Schaltschränke auf dem Sockelpotest begonnen, bevor am darauffolgenden Tag die mächtigen Turmteile (Durchmesser unten ca. 4.30 Meter) der ersten Anlage aufgesetzt wurden. In der letzten Novemberwoche konnte bei trockenen kühlen Wetter der Aufbau der Windkraftanlagen abgeschlossen werden. Alle drei Anlagen (je 2 MegaWatt) können von ihrer Leistung her etwa eine Kleinstadt von etwa 10.000 Einwohnern mit Energie versorgen.
Jede Anlage besteht jeweils aus vier Turmteilen (ca. 60 Tonnen), einer Generatorengondel (ca. 72 Tonnen) sowie dem Flügelstern (ca. 48 Tonnen). Die Rotoren laufen ab einer Windgeschwindigkeit von 3 Meter/pro Sekunde an, wobei die Flügelteile sich elektrisch je nach Windenergie und benötigten Strombedarf verstellen lassen. Auf die Steuerung der Anlage, so die beiden Anlagenbetreiber abschließend, haben sie keinen Einfluss, dies wird vom Energieabnehmer je nach Bedarf ferngesteuert.
Wie der Vorsitzende der BI Für Osterode Bernd Hausmann und sein Stellvertreter Klaus Richard Behling nach der beeindruckenden Führung und Erläuterung der technischen Details ausführten, wird man auch künftig für solch umweltfreundliche Energieerzeugung eintreten. Gerade im Bereich Königshagen, so waren sich alle einig, wird kaum ein Anlieger von den Anlagen gestört und sie passen dort optimal in die Landschaft.

Zur offiziellen Windparkeröffnung, am 2. Mai, ab 11 Uhr, so Horst Winter und Holger Luthin sind technisch interessierte Besucher willkommen, diese sollten aber möglichst das Auto in Barbis stehen lassen und eine Wanderung durch die Natur zum Windpark Königshagen machen. Für Essen und Trinken ist gesorgt, während der Feuerwehrmusikzug Barbis für die musikalische Unterhaltung engagiert wurde.
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