Vielfältige Informationen zu Bad Lauterberg - erfolgreiche Ferienpassaktion der BI Bad Lauterberg

Ein Teil der Teilnehmer nach dem Besuch des Heimatmuseums, oben rechts Archivleiter Helmut Lüder und seine Nachfolgerin Sabine Henkel.
 
Archivleiter Helmut Lüder (li.). bei seinen interessanten Erläuterungen zur Geschichte des Ortes.
Bad Lauterberg (bi). Auch in diesem Jahr konnte die Bürgerinitiative Bad Lauterberg(BI) den Ferienpasskindern eine interessante, lehr-und abwechslungsreiche Veranstaltung bieten. Neben zwölf jungen Ferienpassinhabern nahmen auch eine Reihe Eltern, die ehrenamtliche Stadtjugendpflegerin Steffanie Pötsch sowie einige Flüchtlingsfamilien an der informativen Veranstaltung teil.
Zunächst einmal stand ein Besuch des 1969 von der Archivgemeinschaft eingerichteten Bad Lauterberger Heimatmuseums auf dem Programm. Die Führung übernahm der Leiter der Archivgemeinschaft Helmut Lüder zusammen mit seiner künftigen Nachfolgerin Sabine Henkel. Diese konnten den interessierten Gästen viel Wissenswertes über die mehr als 800 jährige Geschichte des Ortes erläutern. Im besonderen Interesse der jungen Besucher standen dabei die zahlreichen alten Fotografien und Bilder unserer Heimat, darunter der „Damenkapelle“, die täglich zu den Weiden am Ortsrand der Stadt geführt wurde. Aber auch die original Lauterberger Bürgerstube mit ihren alten Möbeln und Gerätschaften sowie den klassizistischen gusseisernen Öfen der Bad Lauterberger Gießerei "Königshütte" faszinierte die Ferienpassinhaber. Aber auch die handwerkliche Nagelschmiede, die Tischler- und Schusterwerkstatt mit ihren typischen historischen Werkzeugen war etwas Neues für die Kinder, die alles Sehenswerte auf und mit ihren Smartphones dokumentierten.
Ein weiteres Highlight der Aktion war im Anschluss an die Museumsbesichtigung eine geführte Tour mit dem städtischen Wanderführer Karl-Heinz Winter von der Ritscherstraße über den Weinberg zur Augenquelle. Wie die Kinder von ihm erfuhren gab es einst sogar zwei Lauterberger Kuhherden. Alle Tiere oberhalb der Ritscherstraße wurden täglich zu Weiden in den Bereich Masttal, Dietrichstal und Odertal getrieben. Die Kühe aus dem unteren Ortsteil kamen zumeist auf Weiden in der Lutter und benutzten dabei fast immer den „Kohschiessenwech“. Zunächst aber einmal wurde Halt an der ersten Lauterberger Schule, daher auch der Straßenname „Schulstraße“ gemacht. Wie dort die Kinder auf der dort angebrachten „Dennert-Tanne“ lesen konnten, wurde die Schule auf Initiative von Pastor Schlägers und den damaligen Bürgermeistern Pfeiffer und Röger zwischen 1817 und 1822 für rund 6.000 Reichstaler erbaut und zwischen 1845 und 1894 dreimal erweitert. Vorbei an der mächtigen, Jahrhunderte alten Schullinde ging dann die Tour über den Lönsweg, vorbei am St. Bennostift, dem Kneipp-Sanatorium Dr. von Plachy, dem Harzklubheim Uhlenflucht sowie dem Naturfreundehaus zum Weinbergsattel. Von hier aus wurde noch ein Blick auf die Stadt geworfen, bevor es über den legendären „Kohschiessenwech“ zur Augenquelle ging. Trotz größter Aufmerksamkeit der jungen Ferienpassinhaber konnte jedoch keinerlei Hinterlassenschaft des „Harzer Rote Höhenvieh“ auf diesem Weg ins Luttertal gefunden werden – ist es doch schon einige Jahre her, dass hier am 30. Oktober 1967 die letzten Kühe langgetrieben wurden. An der „Augenquelle“ konnte diesmal keine gesundheitsfördernde Augenwäsche mit dem leicht Kupfersulfat haltigen Quellwasser durchgeführt werden, da die Quelle derzeit vollkommen versiegt ist.
Dies war allerdings auch nicht ganz so schlimm, denn das Ziel der Wanderung, das Schießzentrum der Schützengesellschaft Bad Lauterberg war bald erreicht, wo die Mannschaft der Bürgerinitiative um den Vorsitzenden Jens-Norbert Marxen und seinen Stellvertretern Klaus Richard Behling und Rainer Eckstein schon auf die Bewirtung der Ferienpassinhaber und Mitwanderer wartete. Doch auch mit einer oder mehreren stärkenden Bratwürsten und einer kühlen Brause war die Aktion der Bi noch nicht beendet. Jens-Norbert Marxen hatte noch einige lustige Spiele für Jung und Alt vorbereitet, unter anderem „Ich sehe was, was Du nicht siehst“, bei denen sowohl alle Kinder, Eltern, Gäste und natürlich alle BI-Aktivisten mit einbezogen wurden.

Text und Fotos BI Bad Lauterberg

Pressemeldung der Bi vom 30.07.2016
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