Bustagesfahrt von Haus & Grund Bad Lauterberg - Besuch der „Ottostadt“ Magdeburg

Die Reisegruppe von Haus & Grund Bad Lauterberg am Anleger der "Weißen Flotte" an der Elbe.
 
Führung durch den Magdeburger Dom

Bad Lauterberg/Magdeburg (bj). Ein Höhepunkt der Vereinsarbeit von Haus & Grund Bad Lauterberg ist die alljährlich stattfindende Bustagesfahrt, die auch diesmal schon Monate zuvor restlos ausgebucht war. Diese führte am 21. Juni, in die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt nach Magdeburg.

Nach einer Fahrt durch den Oberharz, über Wernigerode, Heimburg, Halberstadt und Egeln wurde die „Ottostadt“ Magdeburg erreicht, deren Geschichte von den zwei berühmten „Ottos“, „Kaiser Otto dem Großen“ und „Otto von Guericke“ geprägt wurde.
Zunächst wurde an einer Führung durch den Magdeburger Dom, einer der größten Kirchenbauten Deutschlands überhaupt, teilgenommen. Seine Ursprünge, so die Domführerin, gehen zurück in das Jahr 937, als Otto der I. ein Kloster zu Ehren des Heiligen Mauritius gründete, dessen Kirche er ab 955 erweitern und im Jahr 968 zur Kathedrale (Sitz eines kirchlichen Erzbischofs) erheben ließ. Otto stattete seinen Dom mit antiken Kostbarkeiten aus, die er von Oberitalien aus nach Deutschland herbeischaffen ließ, so zum Beispiel Säulen aus Kaiserporphyr, Marmor und Granit, die zum großen Teil heute noch die Architektur im Inneren des Doms vervollkommnen. Im Jahr 1207 wurde der Dom bei einem Stadtbrand sehr stark zerstört. Erzbischof Albrecht II. entschied für seine Kirchengemeinde einen modernen Neubau errichten zu lassen, der bereits zwei Jahre später begann und der eine bedeutende Sehenswürdigkeit werden sollte. Erst 1362 konnte der gotische Kathedralbau geweiht werden, die bis zu 104 Meter hohen Westtürme der Kathedrale sind sogar erst im Jahr 1520 vollendet worden.
Die Bad Lauterberger Besucher des Domes erlebten einen monumentalen, überraschend hellen, von der Architektur überwältigenden und steinsichtigen Raum, der einmalige originale Ausstattungsstücke von internationalem Rang aus fast allen Kunstepochen enthält: Spolien aus dem ottonischen Vorgängerbau, die originale Grablege Kaiser Ottos I. und seiner ersten Gemahlin Editha, romanische Bronzegrabplatten, frühgotische Sandsteinskulpturen, darunter die berühmten Portalfiguren der klugen und törichten Jungfrauen.
Seit dem Jahr 1567 ist der Dom evangelisch, heute evangelische Bischofskirche, in der eine kleine Innenstadtgemeinde, regelmäßig am Sonntag zum gemeinsamen Gottesdienst zusammenkommt. Täglich kommen Besucher aus ganz Deutschland um sich das Wahrzeichen der „Ottostadt“, eine der bedeutendsten Kathedralen anzuschauen.

Erlebnisreiche Fahrt

Nach der Dombesichtigung und einer kleinen Stadtrundfahrt stand nach einer Mittagspause die Besichtigung des Wasserstraßenkreuzes Magdeburg auf dem Programm, in dessen Mittelpunkt die 918 Meter lange, vollständig aus Stahl konstruierte Trogbrücke steht. Sie ist die längste Kanalbrücke Europas und führt den Mittellandkanal über die Elbe hinweg in Richtung Elbe-Havel-Kanal. Die Brücke besteht aus den drei Feldern der 228 Meter langen Strombrücke und den 16 Feldern der 690 Meter langen Vorlandbrücke. Danach ging es zum östlichen Ufer der Elbe, zum Herrenkrugpark mit seiner außergewöhnlich großen Gehölzsammlung. Besonders sehenswert ist dabei auch die zur Bundesgartenschau errichtete Herrenkrugbrücke. Diese Hängebrücke in einer S-Form mit einer Länge von 615 Metern wird durch zwei 27 Meter hohe Pylone, die aus im Dreieck angeordneten Stahlrohre bestehen getragen. Die größte Spannweite beträgt 145m.
Natürlich durfte auch eine Elb-Schifffahrt mit der „Weißen Flotte“ und dem Fahrgastschiff „Stadt Magdeburg“ nicht fehlen. Diese führte die Harzer Besucher elbabwärts in Richtung Hohenwarthe mi Wende hinter der Trogbrücke (Wasserstraßenkreuz). Leider musste die Trogbrückenüberfahrt wegen eines Defektes der Schleuse ausfallen. Trotzalledem wird die hervorragende Tagesfahrt von Haus & Grund Bad Lauterberg allen Teilnehmern lange in guter Erinnerung bleiben.

Die Mitglieder von Haus & Grund Bad Lauterberg treffen sich wieder am 12. September, um 19 Uhr, zu einem Stammtisch mit Referat des Vereinsjustiziars Rechtsanwalt Andreas Körner zur aktuellen Rechtsprechung und anschließenden Grillbüfett in der Waldgaststätte Bismarkturm.

Fotos: Bernd Jackisch
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