Konzert zum Abschluss der Hornwerkstatt der Sächsischen Bläserakademie Bad Lausick

Bad Lausick: Deutsche Bläserakademie | Während viele andere Vierzehnjährige nach einer anstrengenden Schulwoche das Wochenende zum Ausruhen nutzten, ausschliefen, Hausaufgaben machten und für den Vokabeltest lernten, fuhr die vierzehnjährige Anna aus dem hessischen Frankenberg am Freitag direkt nach der Schule knapp 400km weit in die Nähe von Leipzig, um dort an der Hornwerkstatt der Sächsischen Bläserphilharmonie an der Deutschen Bläserakademie Bad Lausick teilzunehmen.

Gleich um 17 Uhr begannen die Proben-Einheiten bis in den späten Abend, um dann den ganzen Samstag und bis zum Sonntag Nachmittag weiterzugehen. Zum Abschluss gab es gemeinsam mit den Teilnehmers des parallel stattgefundenen Workshops für Holzbläser ein öffentliches Konzert, gut besucht von zahlreichen Kurgästen und Musikfreunden, die regelmäßig die Sonntagskonzerte der Bläserakademie hören.

Der Workshop richtete sich an Anfänger und Fortgeschrittene, Amateure und Musikstudierende sowie interessierte Lehrkräfte. Die Dozenten waren Magnus Botzenhart, Sven Rambow, Lars Freytag (der äußerst charmant durchs Programm führte) und Steffen Hamp, alle sind erfahrene und langjährige Hornisten der Sächsischen Bläserphilharmonie.

In intensiven Unterrichtseinheiten und im Einzelunterricht erarbeiteten die neun Teilnehmer mit ihnen Spiel-, Atem- und Entspannungstechniken und Ensemblespiel, sie bekamen viele Tipps und Ratschläge an die Hand und übten dabei mehrere anspruchsvolle Stücke ein. Während die meisten Teilnehmer die Pausen zum Ausruhen nutzen, büffelte Anna Französischvokabeln und las ihre Lektüre für den Deutschunterricht weiter.

Und dann saßen da zum Abschluss zehn spielende Waldhörner auf der Bühne (zwei Teilnehmer erkrankten leider während des Workshops) und wurden dirigiert vom Dozenten Sven Rambow. In der wunderbaren Akustik des Konzertsaales der Akademie hörte man unter anderem Motetten von Bruckner sowie Waldhorn-Quartette von Weber und Schubert.

In gemischter Besetzung mit den Holzbläsern erklang unter anderem das „Divertimento No. 9“ von W.A.Mozart. Besonders beeindruckend aber war die Fantasie „Le rendez-vouz de chasse“ von Gioacchino Rossini, einem wichtigen Dokument klassischer Jagdmusik, das im 6/8 Takt voller Klangwärme und Dynamik strahlte und sicherlich so manches Jägerherz erfreut hätte. Vor allem erfreut hat es im Publikum aber die Eltern von Anna, an diesem Abend die jüngste Hornistin auf der Bühne, die die erste Hornstimme spielte und dabei die beachtlichen Ergebnisse des anspruchsvollen Trainings aufzeigte.
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