Zeitzeugen berichten - Veranstaltung zum Jahrestag der „Harzburger

Bad Harzburg: Wandelhalle | Bad Harzburg (kip) Anlässlich des Jahrestages des Aufmarschs der „nationalen
Front“ am 11. Oktober 1931, mit dem das Ende der Weimarer Republik
eingeläutet wurde, lädt der Verein Spurensuche Harzregion ein zu einer
Veranstaltung unter dem Thema:
„Anmerkungen zur Erinnerungspolitik – Zeitzeugen berichten“
am Freitag 16. Oktober 2009, 15 - 18 Uhr, in der Wandelhalle
im Badepark Bad Harzburg.
In zwei Vorträgen werden Prof. Dr. Günter Wiemann und Dr. Kurt Neumann
ihre ganz persönlichen Erfahrungen und Lehren als Angehörige der Kriegs-
und Nachkriegsgeneration darlegen. Zeit und Gelegenheit zur Nachfrage
und Debatte bietet der großzügige Zeitrahmen der Veranstaltung.
Als Hintergrund sei angemerkt: Vergangenheitspolitik ist ein sperriger Begriff, doch er
beschreibt die Tatsache, dass der Zugriff auf Vergangenheit, auf
Erinnerung auch auf das sogenannte kollektive Gedächtnis immer ein
politisches Ringen um Deutungshoheit ist. Das gilt für die den Menschen
nahe Perioden der Zeitgeschichte ganz besonders. Mühsam und dornenreich,
von Gedächtnisverlust und Verharmlosung, Vorurteilen und Feindbildern
geprägt stellt sich der Umgang mit der NS-Vergangenheit in der
Nachkriegszeit nicht nur aus heutiger Perspektive dar. Der Verein
Spurensuche Harzregion e. V. und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Ausstellung zur „Harzburger Front von 1931“ in Bad Harzburg haben es
sich zur Aufgabe gemacht, die Debatte um Erinnerung über dies
historische Ereignis hinaus lebendig zuhalten. Sie wenden sich deshalb
dem Thema Vergangenheitspolitik in der Region zu.
Während der Veranstaltung kann auch der beliebte neue Katalog zur
Ausstellung „Harzburger Front von 1931“ in Bad Harzburg erworben werden.
Foto: Zeitdokument von 1931: Adolf Hitler in Bad Harzburg
Herausgeber und für Nachfragen: Spurensuche Harzregion e.V., 1.
Vorsitzender Dr. phil. Peter Schyga, Badenstedter Str. 24, 30449
Hannover.

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