Seniorengemeinschaft Garbsen e.V. fahrt in den Harz mit Besuch der JVA Wolfenbüttel

Bad Harzburg: Marienteichbaude | Am Sonntag, 22.01.12 unternahm die Seniorengemeinschaft Garbsen e.V. eine Tagesfahrt in den Harz.

Zunächst ging es im voll besetzten Bus nach Wolfenbüttel ins dortige Gefängnis. Handy, Ausweis und Fotoapparat mussten abgegeben werden. Die Justizvollzugsanstalt beherbergt heute eine Gedenkstätte mit zwei
Dauerausstellungen. Aber auch ein Einblick/Überblick über das "Leben in der
Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel" ist ein Besuch wert.
Durch Frau Hering die uns durch die Gedenkstätte führte, erfuhren wir, dass eine im Innenhof des damaligen Strafgefängnisses Wolfenbüttel gelegene Schlosserei auf Anweisung des Reichsjustizministeriums im Herbst 1937 zu einer Hinrichtungsstätte umgebaut wurde. Hier wurden mit dem Fallbeil und seit 1941 mit dem Strang Todesurteile der deutschen zivilen und militärischen Gerichtsbarkeit vollstreckt. In der Zeit vom 12. Oktober 1937 bis zum 15. März 1945 wurden dort mehr als 700 Frauen und Männer, Ausländer und Deutsche, zumeist wegen Bagatelldelikten (Plündern) hingerichtet. Viele von uns waren zutiefst berührt und aufgewühlt über diese Unmenschlichkeiten. Anschließend an die Führungen gab es in der JVA Mittagessen. Danach erhielten wir unsere Utensilien zurück und wir konnten die JVA wieder verlassen und unsere Fahrt in den Harz fortsetzen. Unser nächstes Ziel sollte Torfhaus sein, hier wollten wir eine Kaffeepause machen, anschließend war Hahnenklee geplant mit Besichtigung der Stabkirche. Wegen starken Schneefall endete unsere Fahrt am Torfhaus, Schneeketten aufziehen, umdrehen und gaaanz langsam im Schneckentempo, fast rutschend zur Marienteichbaude. Diese Fahrt dauerte über 2 Stunden. Pünktlich zum Abendessen erreichten wir die Baude. Wir konnten auch einige Tiere bei der Wildfütterung beobachten. Ein stattlicher Hirsch äste in aller Ruhe. Danach kamen die Wildschweine und erfreuten sich am ausgelegten Futter. Später gesellte sich ein Fuchs dazu. Der Wirt ging zum guten Schluss noch mit seinem Waschbär „Strolch“ ,der sich von den Gästen streicheln und füttern ließ, durch die Gaststätte.
Der Abschluss in der Marienteichbaude war von der Gastronomie her ebenfalls ein voller Erfolg, in gemütlicher Runde bei bester Laune ein sehr angenehmer Ausklang zur Zufriedenheit der Teilnehmer.
Lob und Dank den Organisatoren.

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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Leine-Zeitung | Erschienen am 01.02.2012
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