UNSER HARZ März 2016

UNSER HARZ März 2016
Der Grabenwärter – ein Traditionsberuf wird fortgeführt, Benneckenstein im Mittelalter (Teil 1), Die Schankwirtschaft „Alter Krug“ in Lerbach, Ein Goldbach sollte es mal werden, Meine Kindstaufe in Uehrde, Neue Serie: Harzer Künstlerpostkarten (Teil 1), Nachruf auf Hans-Günther Griep, Dr. Kison, der Wald und die Spinnen … Forschungskolloquium im Kloster Drübeck
 
Clausthal-Zellerfeld. Auch heute noch gibt es Grabenwärter, die die Gräben des Oberharzer Wasserwirtschafts-Systems regelmäßig ablaufen. Sie kontrollieren sie auf Hindernisse aus Windwurf oder andere mögliche Verstopfungsursachen und betätigen bei Hochwasser die Schleusen der Fehlschläge. Zu Zeiten des Bergbaus war dies eine existenziell wichtige Arbeit, die auch einiger Erfahrung bedurfte, denn genügend Wasser musste zum Betreiben der Gruben immer verfügbar sein.
 
Das alte Benneckenstein entstand an einer frühmittelalterlichen Wegeverbindung, dem Thüringerfurt-Weg. Es liegt an der früheren Diözesangrenze zwischen Halberstadt und Mainz, die später abgelöst wurde durch die Grafschaftsgrenze zwischen Regenstein und Honstein, und im heutigen Dreiländereck Niedersachsen/Thüringen/Sachsen-Anhalt. Bodenfunde belegen eine erste Besiedlung in den Ortsteilen „Klippe mit Wildenberg“ und „Unterstadt“ ab dem 11. Jahrhundert. In den folgenden Jahrhunderten erfuhr der Ort diverse Teilungen, bis er 1741 von Friedrich II wieder vereint und mit den Rechten einer preußischen Stadt ausgestattet wurde.
Rainer Kutscher beschreibt die Geschichte des „Alte Krug“ genannten Lerbacher Hauses, in dem auch der Mineralwasserfabrikant Wilhelm Fritz Gärtner, genannt „Selter Fritz“, wohnte.

Der Goldbach bei der Burg Regenstein sollte wohl als Flößgewässer und Antriebsenergie für diverse Mühlen einmal viel Gewinn bringen, nennenswerte Goldmengen wurden darin jedenfalls nicht gefunden.
 
Eine kleine Anekdote erzählt in Platt von einer Kindstaufe in Uehrde. Es folgt der erste Teil unserer neuen Serie über Harzer Künstlerpostkarten, in dem die Anfänge dieser Postkarten beschrieben werden.
 
Das Nationalparkforum berichtet über das Forschungskolloquium, das im November 2015 im Kloster Drübeck stattfand. Anlass waren sowohl der 65. Geburtstag von Dr. Hans-Ulrich Kison, Initiator des Waldforschungsprogramms im Nationalpark Harz, über das hier berichtet wurde, als auch die Präsentation des Bandes 13 der Schriftenreihe aus dem Nationalpark Harz, der sich mit den Spinnen des Nationalparks beschäftigt (wird im nächsten Heft vorgestellt).
 

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Hans-Günther Griep, der verdiente Harzer Haus- und Heimatforscher, dessen im vorliegenden Heft gedacht wird - er verstarb 2016. Foto Jutta Görke.
 
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