Walpurgisnacht in Bad Grund am 30. April

Bad Grund: Hübichenstein | Walpurgisnacht
Bad Grund (kip) Die Walpurgisnacht wurde früher als das Hexenfest schlechthin bezeichnet. Die Walpurgisnacht wird im Harz in Bad Grund, auf dem Brocken und auch anderswo gefeiert. Gedichte gibt es für die Walpurgisfeiern. Gedichte von Theodor Storm oder Goethe, der hat sie in seinem Faust verewigt. Felix Mendelssohn Bartholdy hat in seinem Opus 60 "Die erste Walpurgisnacht" musikalisch verarbeitet.
Wo kommt die Walpurgisnacht wirklich her?
In der Nacht zum ersten Mai wurden früher Freudenfeuer entzündet, um den Frühling zu begrüßen. Die Menschen versammelten sich um diese Feuer. Sie tanzten um die Feuer und sprangen vor Freude durch die Flammen. Es war ein heidnisches Fest.
Mit der Christianisierung wurden diese Feste verboten. Wer trotzdem diese Feste in der alten Form feierte, wurde Teufel hörig verschrien oder als Hexe bezeichnet. Die Kirche verdammte jene und verbreitete das Gerücht, dass in dieser Nacht die Hexen ausflogen, um sich auf dem Blocksberg zu versammeln und dort auf die Ankunft des Teufels warteten. Deshalb finden wir häufig heute Festteilnehmer, die sich als Teufel oder Hexen verkleiden.
Die Kirche unterstrich diesen Aberglauben an Hexen und verbreitete, dass Frauen mit medizinischen Kenntnissen mit dem Teufel im Bunde stünden. Die weisen Frauen, die kräuterkundig waren und Feuer zur rituellen Reinigung benutzten, wurden von der Kirche als Hexen angeprangert und auf Scheiterhaufen verbrannt.
In Bad Grund wird seit Mitte des letzten Jahrhunderts mit einem Festspiel Walpurgis am Hübichenstein und später auch in der Innenstadt gefeiert. Hexen wurden jedoch nicht verbrannt. Walpurgis-Hexen werden in Bad Grund als herzallerliebste Wesen gern gesehen,
Der erste Mai wurde der Heiligen Walpurga, der Schutzpatronin der Bäuerinnen und Mägde geweiht. So entstand der Name „Walpurgisnacht“.
Die Maifeiern werden auch als Fest der Fruchtbarkeit und des Lebens angesehen. Mit dem Tanz in den Mai und mit Maibäumen, frischen Birkenzweigen und ausgelassenen Feiern wird die Frühlingszeit eingeläutet. Andererorts werden Maifeuer entzündet, durch die einige Mutige springen. Auch der Maibaum ist ein eindeutiges Fruchtbarkeitssymbol.
Maifeuer kennen wir in unserer Harzer Region nicht. Dafür werden zu Ostersamstag große Meiler aus frischen Fichtenzweigen aufgestellt und mit Einbruch der Dämmerung angezündet, so dass diese Osterfeuer bis spät in die Nacht weit sichtbar sind. Damit soll dem Winter ein Garaus gemacht werden.
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.