Großteil der Loipen in den Harz-Hochlagen am kommenden Wochenende gespurt - den Nationalpark Harz im Winter erleben

Großteil der Loipen in den Harz-Hochlagen am kommenden Wochenende gespurt - den Nationalpark Harz im Winter erleben
 
Wernigerode. Aufgrund der aktuellen Schneelage in den Harzer Hochlagen und der Temperaturvorhersage für die nächste Zeit werden zum kommenden Wochenende die meisten der Loipen im Nationalpark Harz gespurt oder gewalzt sein. Die derzeitigen Testfahrten mit den Loipenspurgeräten lassen diese Prognose zu.
 
Im Winter bietet der Nationalpark Harz gut präparierte, schneesichere Loipen in herrlicher Natur. Loipen im Nationalpark sind aktiver Naturschutz – störempfindliche Bereiche werden durch Besucherlenkung beruhigt. Insgesamt etwa 150 km Loipen werden vom Nationalpark bereitgestellt und präpariert. Sie liegen in den Höhenlagen von 350 bis 930 m – vom Schwierigkeitsgrad leicht über mittel bis schwer ist alles dabei. Und unsere Nationalparkmitarbeiter sorgen dafür, dass sie immer gut gespurt sind.
 
Skiläufer und Wanderer sollten unbedingt auf den gespurten und gekennzeichneten Loipen sowie den ausgewiesenen Wanderwegen bleiben. Denn wenn Sie in dieser für die Tiere so schweren Jahreszeit unbedacht querfeldein wandern, richten Sie oft unbewusst schwere Schäden in der Natur an. Tiere werden aufgeschreckt und aus ihren Verstecken vertrieben. Finden sie danach nicht genug Nahrung, um wieder zu Kräften zu kommen, kann das ihren Tod bedeuten. Daher vermeiden Sie bitte Lärm, leinen Ihre Hunde an und verzichten auf das Skilaufen in der Dämmerung und bei Nacht.
 
Wenn Sie diese Regeln in der Natur beherzigen, hat der Winter im Nationalpark Harz viel zu bieten – vielleicht wollen Sie mal eine geführte Rangerwanderung mitmachen? In den urigen Bergfichtenwäldern des Ober- und Hochharzes hat man dann das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen.
 
Damit auch Wanderer und nicht nur Wintersportler die verschneite Winterlandschaft im Nationalpark genießen können, gibt es auch zahlreiche Winterwanderwege. Selbstverständlich können auch alle anderen ausgewiesenen (Sommer-) Wanderwege im Winter zum Wandern genutzt werden, soweit sie nicht Loipen oder Skiwanderwege sind und die Schneelage nicht zu hoch ist.
 
Das Wegeangebot des Nationalparks soll dazu beitragen, dass unsere Wanderer den Winterharz nachhaltig erleben können. Gleichzeitig möchten wir an alle Gäste appellieren, für Wanderungen nur diese Wege zu nutzen und nicht die gespurten Loipen zu betreten und damit zu zerstören, denn deren Präparation kostet viel Zeit und Geld.
 
Über den aktuellen Zustand der Loipen und Winterwanderwege informiert die Internetseite www.wintersport.harzinfo.de.
 
Hintergrundinformation:
 
Mitten in Deutschland gelegen, schützt und entwickelt der länderübergreifende Nationalpark Harz eine einzigartige Mittelgebirgslandschaft mit Wäldern, Mooren und Fließgewässern. Zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten kommen hier vor, die es im Winter teilweise schwer haben, zu überleben. Der Nationalpark Harz besticht besonders durch die Vielfalt seiner Naturausstattung. Am Nord- und Südrand finden wir ausgedehnte Buchenwälder, die auch im Winter zu einer Wanderung einladen. In den Hochlagen des Harzes, die von der Brockenkuppe überragt werden, prägen Moore, Fichtenwälder und Felsen das Bild. Die Oberharzer Moore zählen zu den besterhaltenen und beeindruckendsten Deutschlands. Einen Einblick in den Extremlebensraum Hochmoor mit seinen hochspezialisierten Pflanzen – wie z.B. Torfmoosen und dem Sonnentau – bieten Bohlenstege für unsere Besucher. Bedingt durch die hohe Luftfeuchtigkeit wachsen in den Fichtenwäldern der Hochlagen dicke Moospolster sowie bizarre Flechtenkrusten und überziehen die Bäume am Wegesrand. Die eingestreuten Felsformationen und Blockhalden – Meere aus Stein – beeindrucken dagegen durch ihre Kargheit. Überall im Harz spielt das Wasser eine wichtige Rolle. In früheren Zeiten wurde es in großem Umfang für den Bergbau genutzt. Heute kommt es wieder verstärkt der Natur zu Gute, sprudelt in naturnahen Bächen zu Tal und bietet vielen Tieren, wie z.B. dem Schwarzstorch oder der Wasseramsel, Lebensraum.
 
  
Aktuelle Wintertermine finden Sie in unserem Programm „Unterwegs im Nationalpark Harz 2016“ – Sie erhalten es in den Nationalparkhäusern und Informationsstellen, den Tourist-Infos sowie im Internet zum Herunterladen.
 
Hier eine Auswahl unserer Wintertermine
 
20. Januar Mittwoch 10.00 Uhr
Schierke, Nationalparkhaus
Mit dem Ranger Tierspuren in der Winterwelt entdecken (ca. 2-3 Stunden)
In Schierke bitte der Beschilderung „Nationalpark“ folgen, Infos unter Tel. 039455 477
 
26. Januar Dienstag 10.15 Uhr
Drei Annen Hohne, Wandertreff (Parkplatz)
Mit dem Ranger auf Skitour (Loipenlänge ca. 7 km, ca. 2-3 Stunden)
Schwierigkeitsgrad leicht, bitte Skiausrüstung mitbringen, Anmeldung erforderlich unter Tel. 039455 8640
 
29. Januar Freitag 19.30 Uhr
Sankt Andreasberg, Nationalparkhaus
Die Rückkehr der Wölfe im Yellowstone Nationalpark (ca. 1,5 Stunden)
Auswirkung auf das Ökosystem: Wälder, Prärie, Gewässer, Huftiere und andere Räuber, Vortrag Frank Raimer
 
17. Februar Mittwoch 10.00 Uhr
Schierke, Nationalparkhaus
Mit dem Ranger Tierspuren in der Winterwelt entdecken (ca. 2-3 Stunden)
In Schierke bitte der Beschilderung „Nationalpark“ folgen, Infos unter Tel. 039455 477
 
23. Februar Dienstag 10.15 Uhr
Drei Annen Hohne, Wandertreff (Parkplatz)
Mit dem Ranger auf Skitour (Loipenlänge ca. 7 km, ca. 2-3 Stunden)
Schwierigkeitsgrad leicht, bitte Skiausrüstung mitbringen, Anmeldung erforderlich unter Tel. 039455 8640
 
 
März
 
2. März Mittwoch 10.00 Uhr
Ilsenburg, Nationalparkhaus Ilsetal
Mit dem Ranger im Ilsetal auf Goethes und Heines Spuren (ca. 3-4 Stunden)
Infos unter Tel. 039452 89494
 
11. März Freitag 19.30 Uhr
Sankt Andreasberg, Nationalparkhaus
Fledermäuse – Jäger der Nacht (ca. 1,5 Stunden)
Bildervortrag über Fledermäuse im Harz mit Wolfgang Rackow, Fledermaus-Regionalbetreuer
 
15. März Dienstag 10.15 Uhr
Drei Annen Hohne, Wandertreff (Parkplatz)
Mit dem Ranger über Moore, Klippen und Bäche – Lebensräume des Hochharzes
(ganztägig, Rucksackverpflegung empfohlen), Infos unter Tel. 03943 550231
 
22. März Dienstag 10.00 Uhr
Altenau-Torfhaus, Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Das Grüne Band – vom Todesstreifen zur Lebenslinie (ca. 4-5 Stunden, ca. 10 km)
Wanderung auf den Spuren der Vergangenheit, Rucksackverpflegung, Einkehrmöglichkeit am Ende der Tour, Sonderveranstaltung mit Gebühr: 4 € Kinder, 8 € Erwachsene, 18 € Familien, Anmeldung erforderlich unter Tel. 05320 331790
 
23. März Mittwoch 14.30 Uhr
Sankt Andreasberg, Nationalparkhaus
Osterbasteln für Kinder (ca. 1,5 Stunden)
Materialkosten 3 €
 
24. März Donnerstag 10.00 Uhr
Altenau-Torfhaus, Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Wir erforschen den wilden Wald – Naturerlebnis für Familien (ca. 2-3 Stunden)
Sonderveranstaltung mit Gebühr: 2 € Kinder, 4 € Erwachsene, 10 € Familien, Infos: Tel. 05320 331790
 
26. März Samstag 11.00 Uhr
Drei Annen Hohne, HohneHof
Großes Ostereisuchen - Ostereiersuche mit vielen Überraschungen für die ganze Familie
 
30. März Mittwoch 10.00 Uhr
Altenau-Torfhaus, Wandertreff hinter dem Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus
Wir erforschen den wilden Wald – Naturerlebnis für Familien (ca. 2-3 Stunden)
Sonderveranstaltung mit Gebühr: 2 € Kinder, 4 € Erwachsene, 10 € Familien, Infos unter Tel. 05320 331790
 
31. März Donnerstag 10.00 Uhr
Sankt Andreasberg, Nationalparkhaus
Siebtes Sankt Andreasberger Kräuterseifenseminar (ca. 3 Stunden)
Herstellung feiner Kräuterseifen auf Basis von Bio-Kernseife unter Leitung von Joachim Garella, Sonderveranstaltung mit Gebühr: 25 € pro Person incl. Seife, Imbiss, Getränke, Anmeldung erforderlich unter Tel. 05582 923074
 
Anl. Foto frei mit dieser PI.
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Romi Romberg aus Berlin | 14.01.2016 | 23:11  
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