Feuerwehr Gittelde vertiefte Kenntnisse über lebensrettende Sofortmaßnahmen und Erste Hilfe
Gittelde: Feuerwehrhaus | Gittelde (kip) Nicht nur Brände löschen, Sturmschäden beseitigen oder Personen aus verunfallten Fahrzeugen befreien gehört zu den vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr. Gerade der Einsatz verunfallte Personen aus Fahrzeugen zu befreien, ist oftmals für die Zeit bis der Rettungsdienst am Einsatzort eintrifft mit der Anwendung von Erste Hilfe und lebensrettenden Sofortmaßnahmen verbunden. Aus diesem Grund bilden sich die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Gittelde in regelmäßigen Abständen in Erster Hilfe weiter.
Jüngst waren deshalb einige Helfer im Feuerwehrhaus Gittelde zusammen gekommen, um unter Anleitung von Erste-Hilfe- und AED-Ausbilder Tom Barkow (DLRG) lebensrettende Handgriffe einzuüben und ihre Kenntnisse über Maßnahmen zur Rettung von Menschenleben in Notfällen zu vertiefen.
Begonnen wurde mit Pflasterkleben bei kleineren Verletzungen, über das Anlegen eines Druckverbands bei großen Wunden, bis hin zur Versorgung großflächiger Beschädigungen der Haut wie z. B. bei Brandverletzungen. Wertvolle Tipps erhielten alle Teilnehmer bei dieser Fortbildung.
Das Auffinden eines Notfallpatienten und diesen beispielsweise mit dem sogenannten Rautek-Rettungsgriff aus der Gefahrenzone bringen, bildete den Grundstock für die weitere Ausbildung. Vor allem die Bekämpfung eines Schocks und die psychologische Betreuung eines Verletzten wurden besonders geübt. Auch die richtige Versorgung und Lagerung von Bewusstlosen wurde geprobt. Geübt wurden die zwei Arten der stabilen Seitenlage. Darauf aufbauend wurden die Ersthelfer in die korrekte Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung eingewiesen. Bei der Atemspende und der Herzmassage an einer Ausbildungspuppe konnten die Teilnehmer auch auf einen automatisierten externen Defibrillator (AED) zurückgreifen.
Diese umgangssprachlich als "Laiendefibrillatoren" bezeichneten Geräte sind durch ihre Bau- und Funktionsweise besonders für den Einsatz durch Laienhelfer geeignet. Je nach Funktionsumfang unterstützen die AED den Helfer durch optische und akustische Anweisungen. Zudem werden Piktogramme zur Darstellung der Position der Klebeelektroden genutzt. Um eine möglichst frühzeitige Defibrillation zu erreichen, werden zunehmend öffentlich erreichbare Defibrillatoren eingesetzt, etwa in Einkaufszentren, Flughäfen, Bahnhöfen, Banken und anderen öffentlichen Gebäuden.
Hilfreiche Informationen gab es weiterhin zur Behandlung von Funktionsstörungen der Atmung, die durch Verschlucken von Fremdkörpern oder Schwellungen der Atemwege durch allergische Reaktionen ausgelöst werden. Unfälle durch elektrischen Strom, richtiges Vorgehen bei Erfrierungen sowie Verätzungen und Vergiftungen waren weitere Themen. Zum Abschluss galt es dann noch Personen in akuter Gefahr aus einem Pkw zu befreien und einen verunfallten Kraftradfahrern (Motorrad, Roller) den Schutzhelm patientenschonend abzunehmen.
Am Ende des Kurses waren sich alle Teilnehmer einig, dass sich die Zeit, die in eine Erste-Hilfe-Ausbildung investiert wurde, sich immer lohnt. Nicht nur bei Einsätzen sondern auch im alltäglichen Leben kann das erlernte Wissen und die eingeübten Fertigkeiten nützlich sein. Es kann Leben retten!
Die Fotos von Denis Starfinger vermitteln einen Eindruck von diesem Ausbildungswochenende.



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