Quittenernte
Es war wieder einmal so weit, die Quitten waren reif und konnten geerntet werden.
Unsere Enkelin wartet schon immer sehnsüchtig darauf, dass sie beim ernten helfen darf.
Es gibt Apfel- und Birnenquitten. Die Quitten wachsen an einem drei bis sechs Meter hohen Baum. Sie blühen nur eine kurze Zeit im Mai und Juni und haben weiße bis zartrosa Blüten. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Form, sondern auch in der Festigkeit des Fruchtfleisches und im Aroma. Birnenquitten schmecken milder und sind weicher. Die Apfelquitten haben eher ein trocken-hartes Fruchtfleisch, sind allerdings wesentlich aromatischer als Birnenquitten.
Rohe Quitten sind steinhart und aufgrund ihres hohen Tanningehaltes herb-säuerlich, das heißt, sie sind nicht genießbar. Quitten werden entweder geschält oder der pelzige Flaum einfach mit einem Tuch abgerieben, da er sonst Säfte und Saucen trüben würde. Für Gelees und Konfitüren werden die Quitten mit Schalen und Kerngehäuse gekocht, da beide Teile besonders pektinreich sind. Das Quittenfruchtfleisch verfärbt sich bei einigen Sorten beim Kochen hell- bis tiefdunkelrot.
Wir verarbeiten die Quitten anschließend zu Gelee, Marmelade, einige Quitten werden eingekocht. Das schmeckt besonders gut, wenn man sie zum Schluss in den Sud zum Schweinebraten gibt, oder als Dessert mit Honig isst.
Außerdem stellen wir Quittenlikör und Quittenwein her. Quittenlikör schmeckt übrigens auch sehr gut, wenn man ein Schnapsgläschen in Sekt gibt. Einige Flaschen Saft werden auch verwahrt, der Saft muss aber gut gekühlt sein, dann schmeckt er besser. Er ist allerdings etwas herber als Apfelsaft.
Und zum Schluss wird noch Quittenbrot gemacht, sehr zur Freude unserer Enkelkinder. Quittenbrot ist eine süße Nascherei für die Weihnachtszeit und schmeckt auch Erwachsenen, die es süss mögen.
Für den Gelee, den Likör und den Wein müssen die Früchte gekeltert werden. Früher haben wir die Quitten selbst gekeltert, aber das war bei größeren Mengen sehr mühsam.
Jetzt fahren wir nach Dautphetal-Allendorf. Dort kann man Saft aus seinen eigenen Äpfeln und Quitten gewinnen, da der Naturschutzverein Allendorf/Hohenfels freundlicherweise seine Obstkelter zur Verfügung stellt. Ab ca. Mitte September kann jeden Samstag nach vorheriger telefonischer Vereinbarung gekeltert werden. Der gepresste Saft kostet dann 20 Cent/Liter.
Die Mitglieder des Naturschutzvereines sind sehr hilfsbereit und haben immer ein freundliches Wort übrig und einen flotten Spruch auf Lager. So macht die Arbeit richtig Spaß.
Auf diesem Wege nochmals herzlichen Dank den Mitgliedern des Naturschutzvereines.


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