Lieber Mike,
das ist wahrlich ein gut formulierter Gesetzestext. In manchen Ländern ist er aber das Papier nicht wert, auf das er gedruckt ist. So sind Menschenrechtsverletzungen immer noch an der Tagesordnung. "Die Würde des Menschen ist unantastbar" sollte aber für uns eine Richtschnur des eigenen Handelns im Umgang mit Mitmenschen sein.
Werner
Danke für Deinen Kommentar!
Danke für den ausführlichen Kommentar, der viele und wichtige Fragen aufwirft, die es zu Überdenken gilt.
Werner
Auch hierzulande hängt die Unantastbarkeit der Würde mit dem Einkommen u.ä. zusammen.
Danke für Deine Ausführungen! Leider sind Menschen nicht unfehlbar. Aber trotzdem kann jeder Einzelne dieses Grundrecht als Leitschnur seines Handelns nehmen.
Werner
Sie finden diese bestimmt. Sie haben sie in Ihrem Kommentar, den ich sehr ernst nehme, eingebaut.
Werner
Der Mensch wird sich nicht ändern, genauso wenig wie er die Andern ändern kann.
Liebe Irene,
danke für Deinen Hinweis! Du zitierst am 17.03.2010 in Deinem Beitrag "Gefängnisse schlimmer als Käfighaltung?" als Prolog den Satz "Die Würde des Menschen ist unantastbar"...Die Auswahl meines Titeltextes ist rein zufällig und ohne Kopierabsicht erfolgt. Sorry!
Werner
Hallo Werner, das ist mir doch egal, hier kann doch jeder schreiben wie er möchte.
Ich habe das nur als Ergänzung zu deinem Beitrag gedacht, nichts weiter.
Vielleicht hätte ich noch etwas dazu schreiben sollen, aber wie das so ist;-))
"Die Würde des Menschen ist unantastbar."
Erklaert Euch selber gegenueber erst mal "Würde des Menschen", wa ist das, wie deffiniert sich das.
Erst wenn hier Klarheit ueber 'Muss', 'kann' oder 'darf nicht' hercht - kann man anfangen dafuer zu sorgen ...
Ja,
mit der "Allgemeinen Erklärung der Menschrechte" am 10. Dezember 1948 wurde an allererster Stelle formuliert:
„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“
Wir können den Wert dieser aufgeklärten, von humanistischen Forderungen geprägten Formulierung für jeden einzelnen Menschen nicht hoch genug schätzen. Wo und in welchen gesellschaftlichen Verhältnissen er oder sie auch immer leben mag. Sie verleiht Würde dort, wo eben diese angetastet wird.
Erinnern wir, - im Sinne eines sog. kollektiven Erb-Erinnerns - , allein "bei uns" die Weltkriege, den Holocaust, den europäischen Faschismus in Südeuropa, den Sozialismus, den Kommunismus nach 1945 mit der jeweiligen menschenverachtenden Dramatik. Dann haben wir eine Vorstellung davon, dass in der Verfassung der Bundesrepublik, die sich an der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte von 1948 orientierte, nicht allein symbolisch sondern juristisch verankert etwas festgeschrieben wurde, das nicht allein im Gedanken sondern "in der Tat" Gültigkeit hat.
Wer nachlesen möchte um sich über die Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte zu orientieren, kann das hier in 328 Sprachen tun:
http://www.ohchr.org/EN/UDHR/Pages/SearchByLang.as...
Lesen wir dort, - und auch nochmals in unserer Verfassung nach, - schauen wir in die Biografien der sich seit Jahrhunderten für diese Grundrechte einsetzenden Einzelpersonen und Persönlichkeiten, Unternehmer wie Politiker, Intelektuelle wie Künstler-, erinnern wir uns des o.g., denken wir über das Unvermögen des Einzelnen wie der politischen Gemeinschaft nach sind wir oftmals erschüttert, sprachlos, traurig, wütend und ergriffen von dem Gefühl tragischer Ohnmacht wie auch Hilflosigkeit.
So interpretiere ich auch die meisten der hier gelesenen Beiträge.
Alltäglich und viel zu oft erleben und erfahren wir, dass die Würde des Menschen angetastet wird - in Gedanken und in der Tat. In unserer nächsten Umgebung; und millionenfach in dieser einen globalisierten Welt, an deren Nabelschnur wir als denkender und fühlender Mensch hängen. So vielfältig sie auch interpretiert werden kann: wir wissen bestens, dass wir nur in dieser einen Welt und miteinander leben.
Was tun?
Ja, sage ich zu Thomas Wiegand aus Mittenwald, sich dessen bewusst werden, was dieser Begriff der Würde denn bedeutet. Und sich frei fühlen von dem, was man nicht nur individuell sondern auch gesellschaftlich als das Gefühl der "Depression" bezeichnet. Den Maßstab und das Maß für das eigene "Vermögen", das eigene Handeln finden tut Not, um der eigenen Verantwortung gerecht zu werden. Denn wir alle haben Verantwortung - für uns selbst und für das Ganze.
Sich die Frage zu stellen, ob ich morgen die Frage nach dem Sinn und Wert meines gelebten Leben beantworten kann um dann in Frieden zu ruhen, - oder die Hoffnung haben zu dürfen mit der Metamorphose meiner sterblichen Überreste ein Apfelbäumchen im Paradies zu düngen -, ist meiner Meinung nach keine Frage religiösen Glaubens. Wobei diese in allen Relgionen vertretenen Symbole, Metaphern, Denkfiguren uns schon sehr behilflich sind, um unseren Weg mit seiner Zielrichtung zu definieren.
Ja, sage ich zu Werner Jung mit seinem kurzen, nachdenkenswerten Beitrag hier: Die Menschenrechte zu achten, sie umzusetzen und zu schützen ist Verpflichtung der staatlichen Gewalt.
Ich gebe uns allen zu bedenken:
Schon Platon sprach vom zoon politikon - vom Bürger als politischem Wesen.
Anders als in der gelobten Antike wo allein einer kleinen Elite das Politische vorbehalten war, haben wir als Bürger einer demokratischen Verfassung tatsächlich das Recht, uns um die "Allgemeinen Menschenrechte" unsere Gedanken zu machen, uns um sie zu sorgen und verantwortlich handeln. Das Recht und auch die Pflicht. Vorausgesetzt, dass wir uns als demokratische Bürger verstehen und in einer Demokratie leben wollen. (Wer das nicht tun möchte überlege sich sehr genau, wo er / sie denn in einer Gesellschaft stünde, die monarchisch, faschistisch, autoritär einer Ideologie folgend geführt werden würde. Und ob diese Vorstellung dann noch (s)einem menschenwürdigen und ethisch vertretbaren Leben entspräche.
(S.a.: "Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten", unterzeichnet u.a. von: Helmut Schmidt, Malcolm Fraser, Andries A.M van Agt, Anand Panyarachun, Óscar Arias Sánchez, Lord Callaghan of Cardiff, Jimmy Carter, Miguel de la Madrid Hurtado, Kurt Furgler, Valéry Giscard d'Estaing, Felipe González, Salim al-Hoss, Kenneth Kaunda, Lee Kuan Yew, Kiichi Miyazawa, Misael Pastrana Borrero, Schimon Peres, Maria de Lourdes Pintassilgo, José Sarney, Shin Hyon Hwak, Kalevi Sorsa, Pierre Elliott Trudeau, Ola Ullsten, Georgios Vassiliou und Franz Vranitzky.
Liebe Paula,
vielen Dank für Deinen außerordentlichen und gründlich recherchierten Beitrag. Du gibst in kurzen Worten einen beeindruckenden Abriss über die Entwicklungsgeschichte des Begriffs, wie auch seine Anwendungsmöglichkeiten in einer demokratischen Gesellschaft. Aber auch auf die stetigen und willkührlichen Verletzungen weist Du mahnend hin.
Wichtig und die Qintessenz Deiner Abhandlung ist, dass alle Menschen unabhängig von Geschlecht Alter, Herkunft... ein gemeinsames zu schützendes Merkmal haben- Ihre Würde. Arbeiten wir gemeinsam an diesem Ziel, damit sie absichtlich nicht verletzt wird.
Werner
Lieber Rainer,
danke für Deinen tiefgrundigen Kommentar!
Es ist ein interessanter Beitrag mit guten Argumenten. "Die Würde der Umwelt" als gleichgewichtige und schützenswerte Denkvorlage einzubeziehen, ist einfach toll. Zu ihrer Verwirklichung sollten wir alle beitragen.
Werner
> "wer durch wuerdeloses Verhalten (verursacht durch charakterliche Defizite) den Anspruch anderer Menschen - auf Respekt fuer ihre Wuerde - mit Fuessen tritt, hat keinerlei Recht auf die Achtung der "eigenen Wuerde' . . ."
Wenn man die Würde solcher Leute selbst missachtet, ist man nicht besser als sie.
Lieber Dieter,
leider ist es so.
Werner
Danke für Deinen wichtigen Einwand!










