Weihnachtsgeschichte- Warum das Christkind die richtigen Geschenke auswählte

Eroberung des Lichts- Barcelona Dezember 2010

Es war Heiligabend im Jahr 1977. In einer großen Wohnung in der Koblenzer Kurfürstenstrasse fieberten die 7 jährige Natascha und ihr 5 Jahre alter Bruder Oliver der bevorstehenden Bescherung entgegen. Der Geruch von frisch gebackenen Plätzchen, und ein fast überirdischer Tannenduft lagen in der Luft. Tobsy, ein drolliger schwarzer Pudel- Schnauzer war der Liebkosehund der Familie. Auch er war in freudiger Erwartung und Hoffnung, dass möglichst viele Leckereien auch für ihn abfallen. Natascha und und Oliver labten sich an der von Tante Lydia geschickten Plätzchenkiste, da Vater Werner und Mama Elfi das Weihnachtszimmer noch streng verschlossen hielten, damit das Christkind beim Geschenkeauspacken auf keinen Fall gestört wurde. Ein kleines Glöckchen ertönte, und unsere Beiden und ihr Hund erstürmten das Weihnachtszimmer.Der Tannenbaum erstrahlte in magischem Glanz, von vielen Kerzen wunderbar erhellt. Die Kugeln glitzerten und das Lametta verwandelte die Nadeln in eine kleine Schneelandschaft. Tobsy erreichte zwar als erster den Tannenbaum, doch so ausgiebig er auch schnüffelte, in den schön eingehüllten Päckchen konnte er nichts Essbares entdecken. Aber da gab es noch einen Weihnachtsteller mit auserlesenen Köstlichkeiten, die sein Interesse magisch in Aufruhr versetzten. Mama Elfi und Papa Werner hatten sich extra sehr fein gemacht. Sie sassen zu Füßen des Baumes, als wären sie die Wächter eines imaginären Schatzes. Natascha und Oliver begannen die kunstvoll verpackten Kostbarkeiten in Windeseile zu entblättern. Eines der Geschenke verzauberte die Wangen der "Prinzessin" Natascha. Ein Arztkoffer und eine Schwesterntracht. "Prinz" Oliver war von einem Lastwagen mit großer Laderampe hellauf begeistert, da man auf ihm sitzend fahren konnte.Doch plötzlich verspürte er ein "Krummeln" in seinem kleinen Bauch. Natascha hatte schnell und sehr geschickt ihre Schwesterntracht angelegt. Mit strengem Blick ließ sie den Bruder auf den Teppich vor den Weihnachtsbaum legen. Oliver musste seinen Pullover etwas hochziehen, und unsere Krankenschwester tastete den rebellierenden Magen ab, horchte mit dem Hörrohr und fühlte den Puls des kleinen Patienten. Dieser lag bewegungslos, seinem Schicksal still ergeben. Zur weiteren Untersuchung wurde Oliver auf seinen in einen Krankenwagen umfunktionierten Lastwagen gesetzt und in die "Klinik" ins benachbarte Kinderzimmer gefahren. Eine Wärmflasche brachte dem "Kranken" schließlich wieder die Farbe ins Gesicht. Ein zufriedenes Lächeln huschte über seine Wangen, und die Lebensgeister kehrten zurück. Er war wieder gesund. Tobsy war in dieser Zeit nicht untätig. Raffiniert nutzte er die Zeit der Aufregung und verspeiste alle Plätzchen auf dem Weihnachtsteller. Das Christkind, das sich hinter dem Vorhang verborgen hatte, um die Freude der Bescherung mit zu erleben, lächelte verzückt und verschwand dann unbemerkt, um auch andere Kinder zu beschenken.

Eine Weihnachtsgeschichte- Copyright: Werner Jung- Veröffentlichungen- auch auzugsweise nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors

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9 Kommentare zum Beitrag
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Karola N aus Donauwörth am 23.12.2010 um 23:08 Uhr  
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Werner Jung aus Bad Ems am 23.12.2010 um 23:44 Uhr  
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Sweety Kity aus Hannover-Bothfeld am 24.12.2010 um 14:57 Uhr  
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Werner Jung aus Bad Ems am 24.12.2010 um 23:23 Uhr  
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Karola M. aus Peine am 27.12.2010 um 11:39 Uhr  
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Werner Jung aus Bad Ems am 27.12.2010 um 13:52 Uhr  
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Karola M. aus Peine am 27.12.2010 um 14:37 Uhr  
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Brigitte Obermaier aus München am 19.12.2011 um 08:43 Uhr  
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Werner Jung aus Bad Ems am 19.12.2011 um 15:22 Uhr  
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