Überwindung der Schwerkraft- Copyright:Werner Jung -gesehen in Barcelona 2010
Ist der Kopf der Anfang oder das Ende des Menschen? Eine sehr schwierige Frage. Müssten wir nicht ab und zu einen Kopfstand vollführen, damit eine andere Blickrichtung unser Denken prägt? (Copyright: Werner Jung Bad Ems 2011)
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Für mich ist der Kopf eindeutig der Anfang. Vom Gehirn kommen die Befehle an den Rest des Körpers. Also erst der Kopf, dann der Rest. Und für eine andere Blickrichtung reicht es oftmals schon aus, einfach mal in eine andere Richtung zu schauen. Wir müssen uns nicht immer gleich um 180 Grad drehen. Dann kommen wir von einem Extrem ins andere. Lieber stückchenweise den eigenen Mittelweg suchen und finden, statt wie ein Zirkuselefant zu balancieren. Sonst verlieren wir auch zu schnell den Halt. Oder?
Liebe Karola,
schön etwas von Dir zu hören. Deinem analytischen Gespür beuge ich mich , und ich kann Dir etwas verraten. Einen Kopfstand kann ich nur mit Hilfe von barmherzigen Elfen vollbringen. Dabei ähnele ich einem hilfsbedürftigen Zirkselefanten. Gott sei Dank?
Das Fortschrittsdenken mündet in einer Einbahnstraße. Die Analytiker, die Forscher... alle befinden sich nach dem japanischen Unglück in eine Sackgasse, wo die Entscheidung schwer ist: Ist der Kopf der Anfang oder das Ende des Menschen? Nur die Liebe zeigt den Weg?
Werner
Hallo lieber Werner!
Ist Liebe die Antwort auf alles? Wenn das so einfach wäre, wäre diese Welt eine Bessere! Nehmen wir das Beispiel Japan. Oder die ganzen Kriegsgebiete...
Es ist nicht damit getan, den Opfern Liebe zu senden. Sie brauchen ganz profane Dinge. Dinge, die das Überleben auch wieder lebenswert machen. Essen, Decken, Kleidung, Wasser, Seife... Ganz einfache Dinge, die wir jeden Tag benutzen. Kannst du dir vorstellen, dass dein Bett, in das du dich nachher hineinkuschelst morgen nicht mehr da ist? Kannst du dir vorstellen, dass du nicht mehr täglich duschen kannst? Dinge, die heute alltäglich sind, können morgen schon verschwunden sein. Beängstigend, oder?
Mein Opa sagte immer zu mir: "Kind, hänge dich nicht an Dinge, du kannst immer alles verlieren." Gerade im Moment wird es einem wieder bewußt.
Und wenn ich ehrlich bin, stehe ich dem ganzen Desaster im Moment einfach nur hilflos gegenüber. Weder mein Herz, noch mein Verstand kann mir sagen, wie, also in welche Richtung, es weiter geht.
Vielleicht sollte ich es doch einmal mit Kopfstand versuchen? *schmunzel*
Borgst du mir deine helfenden Elfen? *hihihi*
Sei lieb gegrüßt und Gute Nacht!
Karola
Liebe Karola,
Du hast es auf den Punkt gebracht. Die Hilflosigkeit macht uns zwar nicht sprachlos,
sondern macht wütend! Umdenken ist notwendig!
Danke für Deinen emotionalen und so ehrlichen Kommentar!
Werner
Aber.. was wäre der Kopf ohne das Bauchgefühl?
Wir müßten öfter auf unser Bauchgefühl hören, dass uns schon immer gesagt hat, Atom ist nicht von uns beherrschbar.
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