Mit Gisela in Mecklenburg-Vorpommern - das Bad Doberaner Münster

Bad Doberan: Münsterplatz | Das Bad Doberan Münster wurde 1171 als Zisterzienserkloster gegründet. Der Sage nach soll der Name Doberan mit dem Versprechen des mecklenburgischen Fürsten Heinrich Borwins I., an der Stelle seines ersten erlegten Hirschesein Kloster zu errichten, zusammenhängen. Die aufgeschreckten Schwäne kreischten dobre, dobre, das ist slawisch und bedeutet gut, gut. So entstanden der Legende nach das Kloster und der Name Doberan. Es war das erste mecklenburgische Kloster überhaupt. Daher wurde es landesfürstliche Hauptgrablege.

Das Kloster war für die landeskulturelle und ökonomische Entwicklung Mecklenburgs von größter Wichtigkeit. Es war auch ein Zentrum des christlichen Glaubens.

Die Innenausstattung des Münsters blieb von Kriegswirren und Bilderstürmern weitgehend verschont. In ganz Europa ist findet man in keiner Zisterzienserklosterkirche eine reichere Originalausstattung als in Bad Doberan. Der Hochaltar ist der älteste Flügelaltar der Kunstgeschichte. Zu sehen gibt es noch den monumentalen Lettner-Kreuzaltar, sowie die Grabplastik der dänischen Königin Margarete Sambiria. Sie war vor der Heirat eine mecklenburgische Prinzessin.

1552 nach der Reformation wurde das Kloster aufgelöst. Die Kirche blieb als Grablege der landesherrlichen Familie sowie als Pfarrkirche der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde weiterhin erhalten.

Das Münster wird im gesamten Ostsee-Küstenbereich als einzigartiges Kunstdenkmal angesehen und stand in der DDR auf Rang 3 der national bedeutenden Denkmäler mit internationalem Kunstwert.

In keiner anderen Zisterzienserklosterkirche Europas blieb eine reichere Originalausstattung erhalten. Zu den bemerkenswertesten Ausstattungsstücken gehört die Grabplastik der dänischen Königin Margarete Sambiria in einer Kapelle im Ostteil des Münsters. Es handelt sich dabei um das älteste plastische Grabmal im gesamten Bundesland.
Königin Margarete starb im Jahre 1282 in Rostock.

Auch die Mecklenburgischen Fürsten nutzten das Kloster im Mittelalter als ihre Hauptgrablege. Ca. 56 Mitglieder des Hochadels liegen im Münster begraben.
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2 Kommentare
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Werner Szramka aus Lehrte | 13.02.2015 | 14:54  
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Anneliese Jarchow aus Bochum | 16.02.2015 | 12:45  
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