Erlebnisse beim Weltcupskispringen in Willingen

von Bjarne Rest aus Bad Arolsen | am 07.02.2010 | 398 mal gelesen | 2 Kommentare | 0 Bildkommentare | 3 Bilder

Willingen (Upland): Mühlenkopfschanze | Ganz lange habe ich mich schon auf das Skispringen in Willingen gefreut. Ich hatte Karten bei Myheimat gewonnen.

Der Zug von Korbach nach Willingen war doppelt so lang wie sonst, um all die Zuschauer zu transportieren. Ich hatte Tee dabei, aber die anderen Erwachsenen im Zug haben meistens Bier oder Schnaps getrunken. Auf dem Weg von der Haltestelle zur Schanze habe ich viele lustige Leute gesehen. Einer davon hat sogar laut mit einem Straßenschild gesprochen. Mein Bruder und ich haben ganz schön gelacht.

An der Schanze waren schon viele Menschen mit Fahnen. Einige haben sich auch toll verkleidet: als Würstchen, als Vögel oder Kühe. Es gab eine Gruppe, auf deren Hüten gebastelte Skisprungschanzen befestigt waren.
Bis zur Eröffnungsfeier mussten wir noch einige Stunden warten. Ein Radiomoderator hat mit uns geübt, wie wir Martin Schmitt und die anderen deutschen Springer nachher anfeuern sollten. Wir haben "La Olas" gemacht und das Fliegerlied gesungen.

Dann ging es los!
Bei der Eröffnungsfeier haben Alphornbläser Musik gemacht und zwei Männer mit Pelzmänteln haben gesungen „Wir wollen euch am Willinger Himmel sehen“. Direkt vor dem Wettbewerb fuhren 15 Skifahrer mit einer Flagge von jedem teilnehmenden Land den Auslauf hinunter.

Endlich flog der erste Skispringer vom Willinger Himmel hinunter. 50 Männer sprangen nacheinander von der größten Sprungschanze der Welt. Für jeden Springer gab es ein eigenes Lied. Die Deutschen wurden immer mit einer Fanfare angekündigt. Dann haben die Zuschauer besonders laut gejubelt, gehupt und die Fahnen geschwenkt. Das fand ich super!
Es gab 2 Durchgänge. Die besten Sportler sind über 140 Meter weit gesprungen. Auf den 3. Platz kam sogar ein Deutscher, nämlich Michael Neumeyer. Da haben sich die Zuschauer riesig gefreut.

Zum Skispringen nach Willingen würde ich immer wieder gehen, weil es großen Spaß macht!


Zum Schluss nenne ich noch ein paar Daten zur Mühlenkopfschanze, die ich herausgefunden habe:
• Es gibt 35000 Zuschauerplätze
• Baujahr 1951
• Der Kontrollpunkt liegt 130m hoch
• Der Schanzenrekord liegt bei 155m (2005 von Janne Ahonen)
• Die Anlauflänge ist 107m
• Die Anlaufgeschwindigkeit ist 93,6 km/h
• Die Tischhöhe ist 3,25m
• Die Länge des Auslaufs ist 118m

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2 Kommentare zum Beitrag
1.860
Dirk Schäfer aus Frankenberg (Eder) am 07.02.2010 um 19:59 Uhr  
4.913
Christiane Deuse aus Bad Arolsen am 07.02.2010 um 20:31 Uhr  
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