Basketball: Headcoach Stefan Goschenhofer im Interview
Hallo Stefan, erst einmal Glückwunsch zu dem starken Spiel gegen dem MBC, doch leider hat es trotz gutem Spiel wieder mal nicht zu mehr gereicht. Bist du dennoch zufrieden mit der Leistung der Mannschaft?
Prinzipiell helfen uns momentan nur Siege, allerdings muss man zufrieden sein, denn die Mannschaft hat gegen den MBC an ihrem Limit gespielt und letztendlich hat am Schluss das Glück und die Erfahrung den Unterschied gemacht.
Wir sind nun endlich in der Liga angekommen und können es offensichtlich mit jedem Team in der Liga aufnehmen. Was waren die Gründe, dass es zu Beginn der Saison teilweise sehr deutliche Niederlagen gab?
Ich denke, da sind mehrere Faktoren zusammengekommen. Ausschlaggebend waren sicherlich unsere mangelnde Erfahrung und auch etwas spielerische Qualität. Unsere amerikanischen Profis waren allesamt Rookies und brauchten Eingewöhnungszeit. Für die deutschen Spieler war der Sprung aus der Regionalliga in die Pro A einfach zu groß bzw. zu schnell. Mit Dewayne und Jan konnten wir viel Erfahrung in unser Team bringen und sie haben uns letztendlich mehr Stabilität verliehen.
Vor der Saison hast du bereits von den positiven Umbrüchen im organisatorischen Umfeld des Vereins gesprochen, jetzt nach zwanzig Spieltagen , kannst du weitere Veränderungen feststellen?
Mit Sicherheit, das organisatorische Umfeld leistet hervorragende Arbeit. Wenn ich nur an die Integration der neuen Spieler denke, muss ich den Hut ziehen. Das bedeutet jedes Mal Wohnungen einzurichten, Ämtergänge, Papierkram und vieles mehr... Auch an den Spieltagen haben wir inzwischen einige Teams von freiwilligen Helfern, die beim Auf- und Abbau der Halle kräftig Hand anlegen. Bei uns lebt das Ehrenamt noch, ich denke das ist nach wie vor ein Unterscheidungsmerkmal zu anderen Pro A-Ligisten, wo Teile des Managements schon professionalisiert sind.
Der Abstand zum Vorletzten, den Saar-Pfalz Braves, beträgt weiter einen Sieg um ein Entscheidungsspiel zu erzwingen, bist du zuversichtlich, dass uns das über die verbleibenden 9 Spiele gelingen wird?
Auf jeden Fall! Die Mannschaft ist gut drauf, hat eine gewisse Konstanz entwickelt und gegen den MBC gezeigt wozu sie fähig ist. Ich habe keinen Zweifel!
Noch ein Wort zum nächsten Gegner am Samstag, den Science City Jena, wie schätzt du sie ein und was müssen wir tun um einen Heimsieg einzufahren?
Jena ist eine sehr verteidigungsstarke Mannschaft und spielt sehr diszipliniert. Sie stehen nicht zu Unrecht auf dem sechsten Platz. Wichtig ist, dass wir von Beginn an unsererseits Druck aufbauen und so früh im Spiel sind. Wenn die Verteidigung bei uns läuft, kommt die Offensive von selbst.


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