IHK Schwaben: A8 Ausbau zwischen Augsburg und Ulm abgeschlossen

„Das wichtigste Verkehrsprojekt der vergangenen Jahrzehnte für Bayerisch-Schwaben ist erfolgreich umgesetzt worden“

Mit dem Ausbau der Autobahn A 8 zwischen Augsburg und Ulm ist "das wichtigste Verkehrsprojekt der vergangenen Jahrzehnte für Bayerisch-Schwaben erfolgreich umgesetzt worden". Dies erklärte Josef Brandner, Vorsitzender des IHK-Verkehrsausschusses, anlässlich der Freigabe der sechsspurig ausgebauten Autobahn am kommenden Montag. Die schwäbische Wirtschaft mit ihrer starken verarbeitenden Industrie habe nun die Straßenanbindung, die sie benötige. Auch sei Schwaben als eine von bundesweit 18 "Top-Logistik-Regionen" (so eine Untersuchung von Fraunhofer SCS) auf eine leistungsstarke Infrastruktur angewiesen.

Auch die Wirtschaft in der Region hatte lange für den A-8-Ausbau gekämpft: Die IHKs Schwaben und Ulm überreichten im Juni 2008 in einer gemeinsamen Aktion die Unterschriften von 1500 Unternehmern mit 270 000 Beschäftigten aus den beiden Kammerbezirken zugunsten eines Autobahnausbaus an Innenminister Joachim Hermann, der diese an den Bund weiterleitete.

Wie zuvor die Autobahn zwischen Augsburg und München als bundesweites Pilotprojekt (2007 bis 2010) ist dann von 2010 an auch die Strecke von Augsburg Richtung Ulm in einem privatwirtschaftlichen Betreibermodell (Public Private Partnership, PPP) ausgebaut worden. Nach Auffassung der IHK und der Unternehmer ist die zwischenzeitlich vom
Bundesrechnungshof geäusserte Kritik an dem PPP-Ausbau nur bedingt berechtigt. Es treffe zwar zu, dass der Bund wegen seines Ratings zinsgünstiger bauen könne als ein privates Konsortium – aber das sei nur die haushaltstechnische Sicht. Für den Verkehr gibt es einen Nutzen auf der anderen Seite: „Das Betreibermodell hat es ermöglicht, dass diese Autobahn um Jahre, wenn nicht um ein Jahrzehnt, früher zur Verfügung steht“, betont Josef Brandner. „Damit hat der Bund Zeit eingekauft – zum Nutzen der Menschen und der Wirtschaft in der Region.“

Die Infrastruktur entlang der "Technologieachse" zwischen Karlsruhe und dem oberbayerischen "Chemiedreieck" müsse nun an anderer Stelle gestärkt werden - auf Straße und Schiene: Derzeit läuft der Ausbau der A 8 auf der Albhochfläche zwischen Hohenstadt und Ulm-West, parallel zum gleichzeitigen Bau der ICE-Strecke Stuttgart–Ulm. Der Ausbau Ulm-West–Dreieck Ulm/Elchingen ist zum Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Damit wird es zwischen Karlsruhe und München in wenigen Jahren nur noch ein Nadelöhr geben, für das noch keine Lösung in Sicht sei: ausgerechnet der Albaufstieg bei Mühlhausen (Drackensteiner Hang). Zwischen Augsburg und Ulm wiederum sei nach dem Autobahn-Ausbau das nächste große Anliegen eine Stärkung und Beschleunigung der Bahnstrecke.
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