Ferienjob - was gilt es zu beachten?

Viele Unternehmen stellen in den Sommermonaten Ferienjobs für Schüler und Studenten zur Verfügung. „Grundsätzlich gilt, dass Aushilfen, die zur Unterstützung des Betriebs beschäftigt werden, eine Arbeitsleistung erbringen und daher gelten für sie die arbeitsrechtlichen Regelungen“, erklärt Anita Christl, Rechtsexpertin im Beratungszentrum Recht und Betriebwirtschaft der IHK Schwaben.

Im Einzelnen rät die IHK-Rechtsexpertin Unternehmen und Ferienjobbern folgendes:

Schriftliche Vereinbarung

Empfehlenswert ist, die Eckdaten der Beschäftigung zusammen mit dem Betrieb schriftlich festzulegen. Bei Jugendlichen müssen die Erziehungsberechtigten ihre Zustimmung zum Ferienjob geben.

Gehalt für Ferienjobber


Auch Ferienjobber haben einen Anspruch auf eine ihrer Leistung entsprechende Bezahlung. Für Jugendliche unter 18 Jahren ohne abgeschlossene Ausbildung gilt der allgemeine Mindestlohn von 8,50 Euro jedoch nicht. Der Mindestlohn gilt für Schülerinnen und Schüler, wenn sie 18 Jahre oder älter sind oder bereits über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen.

Arbeitszeit

Wie lange ein Schüler arbeiten darf, hängt von seinem Alter ab. Das Jugendarbeitsschutzgesetz erlaubt keine Beschäftigung von Kindern unter 13 Jahren. Bei Kindern zwischen 13 und 15 Jahren sind leichte Arbeiten bis zu zwei Stunden täglich erlaubt, sofern die Eltern zustimmen. Zwischen 18 Uhr abends und 8 Uhr morgens besteht für diese Altersgruppe aber ein Beschäftigungsverbot. Erst Jugendliche ab 15 Jahren dürfen bis zu acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich arbeiten. Schüler zwischen 15 und 18 Jahren können für maximal vier Wochen in den Ferien einen Ferienjob annehmen. Sie dürfen aber nur in der Zeit von 6 bis 20 Uhr beschäftigt werden. Hiervon gibt es Ausnahmen, beispielsweise im Gaststättengewerbe oder Bäckereihandwerk. Solche Ausnahmen gibt es auch von der Samstags- und Sonntagsruhe.

Die im Jugendarbeitsschutzgesetz vorgeschriebenen Ruhepausen von 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als viereinhalb bis zu sechs Stunden und 60 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden müssen zwingend eingehalten werden.

Verbotene Tätigkeiten für Ferienjobber

Die Rechtsexpertin Anita Christl gibt zu bedenken, dass bestimmte Tätigkeiten von Jugendlichen als Ferienjobber nicht ausgeführt werden dürfen. Darunter fallen beispielsweise Arbeiten, die mit hohen Unfallgefahren verbunden sind.

Wo findet man Ferienjobs?

Der beste Weg ist der persönliche Kontakt. Über Eltern und deren Freunde, in der Nachbarschaft oder am Wohnort findet der engagierte Jobsuchende oft leichter seinen Ferienjob als über Internet-Portale.
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